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Die letzten Tage der alten Salmkaserne Philippsburg

Wo einst Soldaten wohnten, wird nun saubere Energie erzeugt

Soldaten die im Gleichschritt marschieren, das Exerzieren in den Morgenstunden – Szenen die in Philippsburg der Vergangenheit angehören. Der einst große Armee-Stützpunkt Salmkaserne existiert nicht mehr. Bereits vor knapp 20 Jahren, anno 1997, wurde die militärische Nutzung des Areals aufgegeben und die Truppen verlegt.  Somit wurden auf einen Schlag rund 36 Hektar nutzbarer Fläche frei. Einen Teil davon bezog ein Logistik-Unternehmen und der Rest des Geländes ging an die Firma BioEnergie Nordbaden – ein Tochterunternehmen von „Gredler & Söhne“, das sich auf die Produktion von Biomasse, insbesondere von Holzhackschnitzeln spezialisiert hat. Die neu gegründete Firma errichtete auf dem Gelände der alten Salmkaserne ein modernes Blockheizkraftwerk, dass seine Energie aus Biomasse gewinnt.

Fotograf Siegfried Kremer konnte dank der Unterstützung der Firma Gredler und Söhne sowie Bürgermeister Stefan Martus, ein paar letzte Eindrücke von der Salmkaserne vor Ihrem Abriss im November 2013 festhalten.

Dieser Beitrag erschien erstmalig im Herbst 2016

Heiß und stark – Glühweinparty bei den Kerschdekippern

Der Nikolaus begeistertete die Kleinen

Eines muss man den Kerschdekippern aus Unteröwisheim lassen: Wenn Sie feiern, dann aber auch richtig! Zu diversen Anlässen im Jahr öffnen Sie ihre alte Scheuer (aka Kerschdekipperhalle) in bester Unteröwisheimer Filet-Lage und zeigen was sie als Gastgeber auf dem Kasten haben. Anlässe gibt es schließlich genug! Faschingsfeste, Schlachtfeste, Oktoberfeste, Vatertagsfeste , (coming soon: Einfach-So-Feste, Zwischendurch-mal-Feste) und natürlich Glühweinfeste.

Am Samstag-Abend setzten sich die feier-freudigen Uneroiser die rot-weißen Fellkappen auf, heizten den Glühwein auf 90 Grad und schmückten ihre Halle mit so vielen bunte Lichtern wie sich auftreiben ließen. Für fetzige Musik sorgte zu Beginn die Big Band „Smart Tones“, was in Kombination mit Glühwein (+Schuss)  für angenehm – gefühlte 35 Grad Raumtemperatur sorgte. Um 18 Uhr war zunächst aber der Moment gekommen, auf den die Kiddies schon seit Tagen hingefiebert hatten. Mit schweren Schritten durchquerte der Weihnachtsmann den Raum, nahm auf seinem Schaukelstuhl Platz und belohnte die ausnahmslos 24/7-braven Kinder mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken.

Als die Kleinen glücklich beseelt nach Hause in die Bettchen gebracht wurden, war schließlich die Stunde der Großen gekommen. Mit Glühwein und vielem mehr wurde das Heute begossen, zusammen gesessen und viel gelacht – dafür gab es schließlich auch guten Grund. Da die Kerschdekipper am 11. Oktober 2005 gegründet wurden, stand also ein rundes Jubiläum auf der Tagesordnung. Und weil die fröhliche Truppe nun in ihre elftes und damit in ein Schnapszahl-Jahr startet, bot sich die reichliche Beigabe von Schnaps zum frischen Glühwein doch geradezu an. Begleitet von DJ Uwe ging es im vorweihnachtlichen Unteröwisheim noch bis in den jungen Morgen richtig zur Sache. Happy Birthday Kerschdekipper und natürlich: Ho Ho Ho

PS: Alka-Seltzer ist in der rechten Schublade neben dem Waschbecken

Ubl, Trubel, Heiterkeit – Die nagelneue Paulus-Kapelle ist eingesegnet

Wann hat man in seinem Leben schon einmal die Chance bei der Segnung einer nagelneuen Kapelle dabei zu sein, wo doch die meisten dieser sakralen Bauten schon Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte auf dem Buckel haben. In Ubstadt-Weiher gab es am Wochenende diese seltene Gelegenheit. Eingeweiht wurde die Paulus-Kapelle am Kallenberger Weg zwischen Ubstadt und Zeutern. Errichtet hat Sie der Unternehmer Herbert Ubl. Die Idee dazu kam ihm vor einigen Jahren in einer Lebenskrise. Damals wanderte er viel durch die Natur und fand in zahlreichen Kapellen immer wieder Trost und einen Platz zum Nachdenken. 2007 stellte er das Projekt im Ubstadter Rathaus dem damaligen Bürgermeister Helmut Kritzer vor. Es vergingen einige Jahre in denen Dinge wie Finanzen, der Standort und zahlreiche weitere kleine und große Herausforderungen gelöst werden mussten.

Nun im Sommer 2014 ist die Kapelle fertig. Sieht man sie das erste Mal auf ihrer kleinen Waldlichtung stehen, so fühlt man sich ein bisschen an die „Wedding Chapels“ in Las Vegas erinnert. Kräftige Farben, viele kleine Details und im Inneren künstliche Risse und Verwitterungen um das nicht vorhandene Alter zumindest optisch zu simulieren. Aber irgendwie fühlt man sich wohl, an diesem Ort. Er wirkt warm, stimmig und einladend.
Das sehen hunderte von Menschen wohl ähnlich, denn zur Einsegnung am Samstag war die kleine Lichtung propenvoll. Zusätzliche Bänke mussten kurzfristig her um den vielen Gästen einen Sitzplatz zu ermöglichen. Die Zeremonie wurde von den beiden Pfarrern Bopp und Koch durchgeführt – musikalisch begeleitet vom katholischen Kirchenchor Ubstadt. Bei strahlendem Sonnenschein, segneten die Geistlichen die kleine Kapelle. Zuvor begrüßte Herbert Ubl sichtlich bewegt die zahlreich erschienen Menschen und auch Bürgermeister Tony Löffler wünschte dem kleinen Gotteshaus alles erdenklich Gute für die Zukunft. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es ein Ort der Ruhe und Einkehr werden möge.

Das ganze Wochenende wurde anschließend am Kallenberg noch gefeiert und miteinander gegessen, getrunken und gelacht. Wer die Paulus-Kapelle besuchen möchte, findet hier einen Kartenausschnitt für die bessere Orientierung. Übrigens: Zu Fuß lässt sich das Kleinod am besten entdecken – sowohl von Zeutern als auch von Ubstadt führen idyllische Wege direkt dorthin.

Wir haben die schönsten Bilder der Paulus-Kapelle und der Einsegnung für Sie eingefangen: