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Lost Places: Die Westwallbunker bei Alt-Dettenheim

Steinerne Zeugen bitterer Jahre

Mitten in den Auwäldern des Rheines bei der kaum fünf Häusern umfassenden Ortschaft Alt-Dettenheim, finden kundige Wanderer noch vier relativ gut erhaltene Westwallbunker aus den längst vergangenen, düsteren Kriegstagen. Natürlich wurden, wie alle Bunkerbauwerke der Deutschen am Rhein, auch diese Bunker nach Kriegsende des II. Weltkrieges vornehmlich durch die Amerikaner und Franzosen gesprengt – mit mehr oder weniger guten Ergebnissen. Bei starker Vegetation der Auenlandschaften vom Früh- bis Spätjahr sind diese Bunker mit bis zu 3 Meter dicken Betonwänden, fast nicht im dichten Dickicht zu erkennen. Ein Betreten dieser Anlagen ist natürlich verboten, wobei die entsprechenden Hinweisschilder und auch die dazugehörigen Absperrungen durch Zäune im Laufe der Zeit doch stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

Da sich aber auch ein Blick von außen an einem schönen Sonntagnachmittag lohnen kann, ist ein Besuch für all Jene die den Hauch der Geschichte erleben wollen durchaus reizvoll. Auf einer kleinen Landzunge am Rhein findet sich dort der  wohl größte Bunker vor Ort. Nun kann man links und rechts des Waldweges noch die restlichen 3 Bunkeranlagen entdecken, wobei der am weitesten rechts liegende Bunker schon fast vom Rhein verschlungen wurde. Die nötige Vorsicht und am Besten ein gut geeignetes Schuhwerk sind wie immer bei solchen Anlagen Pflicht. Wenn dann noch die Sonne durch die Baumwipfel hindurch scheint, so steht einem erfolgreichen Lost Places -Scouting eigentlich nichts mehr im Wege.

Redaktion und Bilder: Siegfried Kremer