Ein 34-jähriger mutmaßlicher Betrüger ist am Montag in Bayern vorläufig festgenommen worden und befindet sich inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetruges in Untersuchungshaft.
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll sich ein noch unbekannter Tatgenosse des Beschuldigten am 05.10.2026 gegenüber einer 87-Jährigen aus Philippsburg am Telefon als Arzt ausgegeben haben. Der Mann soll der Seniorin gegen Bezahlung mit Vorkasse Medikamente für einen schwer erkrankten Angehörigen angeboten haben. Im guten Glauben ihrem Angehörigen zu helfen und die Kosten später von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, stimmte die Frau einer Übergabe von Goldmünzen an ihrer Wohnanschrift zu.
Bei den darauffolgenden umfangreichen Ermittlungen geriet der 34-jährige Beschuldigte in den Fokus der Beamten. Der polnische Staatsangehörige steht im Verdacht, bei der Tat Anfang Oktober als Abholer fungiert zu haben und die Goldmünzen im Wert von rund 10.000,00 Euro bei der Geschädigten entgegengenommen zu haben.
Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Oberfranken nahmen den 34-Jährigen am frühen Montagmorgen auf einem Rastplatz vorläufig fest. Er wurde am Dienstag einem Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt, der Haftbefehl erließ und den Vollzug der Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten anordnete. Seine 22-jährige Begleiterin, die ebenfalls vorläufig festgenommen wurde, wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt.
Ob der Beschuldigte auch noch für weitere gleichgelagerte Betrugstaten verantwortlich ist, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe (ots)