Lost Places Kraichgau – Das Haus im Wald

Vergessen inmitten grüner Wälder

Einstmals dürften hier Jäger oder Waldarbeiter Schutz vor dem Wetter gesucht oder eine Mittagspause eingelegt haben. Inmitten des Bruchsaler Stadtwaldes findet sich, nur durch das Unterholz zu erreichen, dieses kleine und verlassene Haus. Die massiven Metalltüren stehen weit offen, die Fenster sind zerbrochen. Im Inneren hat der Zahn der Zeit längst seinen Tribut gefordert. Die Strohmörteldecke hat sich aufgelöst und den Blick auf einen kleinen Speicher freigegeben, der früher nur über eine Luke zugänglich war. Im einzigen Raum des Häuschens steht ein alter Malag-Herd aus Bretten, daneben liegt ein rostiger Topf und verstreutes Besteck auf dem Boden. Nur selten verirrt sich ein Wanderer hierhin, die Staubschicht weist keine menschliche Spuren auf – nur ein paar tierische Abdrücke finden sich im gespenstischen Halbdunkel. Auch außen ächzt das einst massiv errichtete Gebäude unter dem steten Einfluss der Elemente. Der Dachfirst ist gebrochen und so scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der Regen sich seinen Weg ins Innere gebahnt hat.

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