Sturmtief Sabine sorgt für starke Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr

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Stadtbahnverkehr in den Morgenstunden weitgehend eingestellt

Sicherheit der Fahrgäste im Fokus

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 177 km/h ist das Orkantief Sabine in der Nacht und in den frühen Morgenstunden über den Süden Deutschland hinweggefegt und hat auch rund um Karlsruhe zu starken Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr gesorgt. Zeitweise musste der Stadtbahnverkehr der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) in weiten Teilen der Region komplett eingestellt werden, da durch den Sturm vielerorts zahlreiche Bäume auf die Gleise gestürzt und Oberleitungen beschädigt worden waren. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste und auch unserer Mitarbeiter genießt für uns oberste Priorität. Deshalb hatten wir uns letzte Nacht entschieden, den Stadtbahnverkehr in den Morgenstunden in der Region auszusetzten, da wir aufgrund der näherkommenden Sturmfront und der zu erwartenden Zahl an Sturmschäden keine zuverlässige Betriebsaufnahme gewährleisten konnten. Damit wollten wir vermeiden, dass Fahrgäste in einer Bahn wegen des Unwetters auf freier Strecke stehenbleiben und gefährdet werden, weil vielleicht ein entwurzelter Baum die Weiterfahrt verhindert“, erklärt Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG. „Rückblickend, da sich jetzt das ganze Ausmaß der Sturmschäden abzeichnet, von denen fast alle von der AVG befahrenen Strecken betroffen waren, war dies die absolut richtige Entscheidung.“

Die Deutsche Bahn, deren Gleis-Infrastruktur die AVG teilweise auch auf einigen Linien nutzt, hatte bereits am Sonntagabend den bundesweiten Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs aus Sicherheitsgründen eingestellt und den Betrieb erst am heutigen Vormittag wieder aufgenommen. Auch bei der AVG rollt seit circa 14 Uhr der Stadtbahnbetrieb auf den meisten Linien wieder. „Mein großer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AVG für ihren unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Stunden, sei es in den Bahnmeistereien, der Leitstelle oder im Notfallmanagement. Trotz der schwierigen Umstände können wir unseren Fahrgästen seit heute Nachmittag wieder ein relativ stabiles Nahverkehrsangebot bieten.“

Seit Sonntagabend waren die Mitarbeiter der AVG-Bahnmeistereien im Dauereinsatz, um die Bahnstrecken von umgestürzten Bäumen zu räumen und Schäden an den Oberleitungen zu beseitigen. Erst nach der Sichtung der Schäden im Rahmen von Erkundungsfahrten und den erforderlichen Reparaturarbeiten konnte die AVG, genauso wie die DB Netz AG, die einzelnen Strecken für den Stadtbahnbetrieb sukzessive wieder freigegeben. Aufgrund des weiter anhaltenden Sturmtiefs – auch für heute Abend und Morgen haben Meteorologen weitere Unwetterwarnungen herausgegeben – ist jedoch weiterhin bis Mitte der Woche mit Einschränkungen im Stadtbahnverkehr zu rechnen.

Aktuelle Informationen zur Verkehrslage auf den einzelnen Linien und Streckenabschnitten können Fahrgäste dem Verkehrsticker auf der AVG-Homepage avg.info oder der Homepage des Karlsruher Verkehrsverbundes kvv.de entnehmen. Im Stadtgebiet von Karlsruhe hat Sturmtief Sabine zu keinen größeren Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr geführt. Alle Trambahnlinien der Verkehrsbetriebe Karlsruhe konnten weitgehend ohne große Störungen verkehren. Auch die Stadtbahnlinien S1/S11, S2 und S5 fuhren überwiegend unbehindert auf den innerstädtischen Abschnitten und in die unmittelbaren Nachbargemeinden. Aufgrund umgestürzter Bäume und gesperrter Straßen konnten lediglich einzelne Bahn- und Buslinien (u.a. die Bahnlinien 6 und S2 sowie die Buslinien 23, 30 und 75) zumeist nur kurzzeitig nicht auf ihren regulären Routen verkehren und mussten umgeleitet werden. Die Trambahnlinie 6 verkehrt fährt heute nicht Rappenwört an und endet bereits zwei Stationen früher am Waidweg. Da in diesem Streckenabschnitt immer noch Bäume und Äste den Straßenverkehr behindern, kann hier aktuell kein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden. Für die Unannehmlichkeiten, die durch das Sturmtief Sabine im öffentlichen Nahverkehr entstanden sind, bitten die AVG und VBK ihre Fahrgäste um Entschuldigung und Verständnis.

Presseinformation der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft

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