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Schwerverletzter bei Traktor-Unfall vor Zeutern

Traktor begräbt Fahrer unter sich

Gerade im Winter ist die enge und verschlungene Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem Kraichtaler Ortsteil Oberöwisheim und dem Ubstadt-Weiherer Ortsteil Zeutern auch für erfahrene Autofahrer eine echte Herausforderung. Am heutigen Samstag-Mittag wurde eine der abschüssigen Kurven einem Mann aus Stettfeld zum Verhängnis. Kurz nach 14 Uhr geriet dessen Traktor samt dem mit Brennholz beladenen Anhänger in Schieflage und stürzte schließlich von der Straße.

Dabei wurde der Fahrer unter der Zugmaschine eingeklemmt und zog sich hierbei schwere Verletzungen zu. Er wurde durch einen per Helikopter zur Unfallstelle geeilten Notarzt versorgt und umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Die trotz zu Beginn widersprüchlicher Angaben zum Unfallort schnell eintreffenden Feuerwehreinsatzkräfte aus Zeutern, Stettfeld und Östringen, befreiten zuvor den Verunglückten mittels Hebekissen. Vort Ort waren rund 45 Mann der freiwilligen Feuerwehr Ubstadt-Weiher unter der Leitung des stellvertretenden Kommandanten Ullrich Sorg sowie ein Rüstwagen der Feuerwehr Östringen, mehrere Polizei und Rettungskräfte sowie die Notfallhilfe Zeutern.

Goodyear Demo „5 vor 12“ in Philippsburg

Hunderte trotzen der Kälte

Bei frostigen -8° C fand heute um genau 11.55 Uhr die Groß-Demonstration „5 vor 12“ in Philippsburg statt. Auf dem Marktplatz protestierten unzählige Bürger und Mitarbeiter der Goodyear-Niederlassung gegen die Schließung des traditionellen Reifenwerkes. Prominente Unterstützung fanden die etwa 500 Teilnehmer auch seitens der örtlichen Politik, vertreten durch Bürgermeister Stefan Martus und Altbürgermeister Jürgen Schmitt sowie Bürgermeister Martin Büchner aus Oberhausen-Rheinhausen. Auch einige Stadträten wie Gaby Verhoeven-Jacobsen, Thomas Biesenberger, Ingo Kretschmar und Christopher Moll waren vor Ort um sich mit den Betroffenen zu solidarisieren. Sogar der CDU-Landtagsabgeordnete Ulli Hockenberger und der Bundestagsabgeordnete Olav Gutting mischten sich unter die Protestler.

Sponsoren aus Philippsburg wie das Löwenbräu, die Rauh-Gruppe, Cafe am Markt und weitere Gastronomen versorgten die frierenden Demonstranten mit einer wärmenden Mahlzeit. Kämpferische Worte fand der evangelische Pfarrer Riehm-Strammer und schwor die Teilnehmer auf einen engagierten Kampf ein. Alles in allem eine durchaus machtvolle Kundgebung zur Erhaltung von fast 900 Arbeitsplätzen im Goodyear Werk Philippsburg.

Redaktion: Siegfried Kremer

Mit Speckküchle, Glühwein und viel Zuversicht ins neue Jahr

Die Neujahrsbegegnung Gondelsheim 2017

Anzüge, klassische Musik, lange Reden und Lachshäppchen – so fallen dieser Tage die meisten Neujahrsempfänge im Land aus. Nicht aber in der Kraichgau-Gemeinde Gondelsheim. Hier hat man für den gemeinsamen Start in ein neues Jahr einen weniger staatstragenden Akt gewählt und feiert das Vergangene und das Kommende auf eigene Art und Weise. Bei der mittlerweile schon traditionellen Neujahrsbegegnung auf dem Rathausplatz, kommen die Gondelsheimer zusammen und tauschen bei Heißem und Deftigem ihre Gedanken aus.

„Weil wir anders sind“ gibt Bürgermeister Markus Rupp auf unsere Frage zurück, wieso man hier nicht auf den klassischen Neujahrsempfang setzt. Mit diesem „anders“ trifft das Gemeindeoberhaupt den Nagel auf den Kopf. In Gondelsheim funktioniert Poltik noch auf sehr direkte Weise und verzichtet wo es möglich ist auf starre Formen und Formalitäten. Hat man ein Problem, trifft man sich und findet auf Augenhöhe mit der Verwaltung dann auch oft eine schnelle und unbürokratische Lösung. Bei der Neujahrsbegegnung hat man die Herausforderungen des neuen Jahres, trotz gemütlicher Atmosphäre im Blick. Man weiß dass es den Gürtel 2017 etwas enger zu schnallen gilt, sind doch durch die Ausfälle im Gewerbegebiet rund eine Million Euro weniger Einnahmen im Gemeinde-Säckel.

Man weiß aber auch, dass man diese Probleme wieder in den Griff kriegen wird. Denn Gondelsheim hat in den letzten Jahren vieles richtig gemacht. Perfekt zwischen Bruchsal und Bretten gelegen, hat man hier längst verstanden dass man den vielen Wohnraum suchenden jungen Familien einen Ort zum Leben anbieten muss. Mit dem Schlossbuckel wurde 2016 Platz für über 400 Neubürger geschaffen und durch den Ausbau der Gemeinschaftsschule und neuer Kinderbetreuungsangebote auch im selben Atemzug das richtige Umfeld für eben jene. Diese Saat wird aufgehen und dort wo Jugend und Aufbruch herrschen, wird wirtschaftlicher Aufschwung unweigerlich folgen.

Drum gibt man sich zuversichtlich auf dem Rathausplatz, freut sich und feiert miteiander. Vor dem Bauhof lodern duftende Schwedenfackeln und im Inneren duften die Gondelsheimer Speckküchle. Diese Spezialität hat das Gondelsheimer Urgestein Hertha Walz vor neun Jahren zum Jubiläum der Landfrauen kreiert. Damals wurde die Neujahrsbegegnung geboren und mit den Speckküchlen auch gleich das passende Traditionsgericht. Und so feiert man in Gondelsheim gemeinsam ins neue Jahr. Welche Fragen es mit sich bringt, das weiß man hier jetzt noch nicht in Gänze. Wohl aber, dass man die passenden und richtigen Antworten darauf schon finden wird.

Wunderschöner weißer Kraichgau

Ein Tag der Stille, ein Tag der Schönheit

Endlos der Blick, ohrenbetäubende Stille. Die Welt erstarrt im Augenblick atemberaubender Schönheit. Wer am Dienstag die Chance hatte, das emsige Treiben in den Städten hinter sich zu lassen, wurde von der Natur belohnt mit meditativen Momenten der völligen Ruhe und Losgelöstheit. Nur sehr selten kommen wir im Kraichgau in den Genuss dieser Schönheit. Wer dafür keine Zeit hatte, für den haben wir auf unseren stundenlangen Streifzügen durch die schneeweißen Hügel dieser Bilder mitgebracht.

 

Heiß und stark – Glühweinparty bei den Kerschdekippern

Der Nikolaus begeistertete die Kleinen

Eines muss man den Kerschdekippern aus Unteröwisheim lassen: Wenn Sie feiern, dann aber auch richtig! Zu diversen Anlässen im Jahr öffnen Sie ihre alte Scheuer (aka Kerschdekipperhalle) in bester Unteröwisheimer Filet-Lage und zeigen was sie als Gastgeber auf dem Kasten haben. Anlässe gibt es schließlich genug! Faschingsfeste, Schlachtfeste, Oktoberfeste, Vatertagsfeste , (coming soon: Einfach-So-Feste, Zwischendurch-mal-Feste) und natürlich Glühweinfeste.

Am Samstag-Abend setzten sich die feier-freudigen Uneroiser die rot-weißen Fellkappen auf, heizten den Glühwein auf 90 Grad und schmückten ihre Halle mit so vielen bunte Lichtern wie sich auftreiben ließen. Für fetzige Musik sorgte zu Beginn die Big Band „Smart Tones“, was in Kombination mit Glühwein (+Schuss)  für angenehm – gefühlte 35 Grad Raumtemperatur sorgte. Um 18 Uhr war zunächst aber der Moment gekommen, auf den die Kiddies schon seit Tagen hingefiebert hatten. Mit schweren Schritten durchquerte der Weihnachtsmann den Raum, nahm auf seinem Schaukelstuhl Platz und belohnte die ausnahmslos 24/7-braven Kinder mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken.

Als die Kleinen glücklich beseelt nach Hause in die Bettchen gebracht wurden, war schließlich die Stunde der Großen gekommen. Mit Glühwein und vielem mehr wurde das Heute begossen, zusammen gesessen und viel gelacht – dafür gab es schließlich auch guten Grund. Da die Kerschdekipper am 11. Oktober 2005 gegründet wurden, stand also ein rundes Jubiläum auf der Tagesordnung. Und weil die fröhliche Truppe nun in ihre elftes und damit in ein Schnapszahl-Jahr startet, bot sich die reichliche Beigabe von Schnaps zum frischen Glühwein doch geradezu an. Begleitet von DJ Uwe ging es im vorweihnachtlichen Unteröwisheim noch bis in den jungen Morgen richtig zur Sache. Happy Birthday Kerschdekipper und natürlich: Ho Ho Ho

PS: Alka-Seltzer ist in der rechten Schublade neben dem Waschbecken