Feuerwehr

Abnahme der Jugendflamme bei der Jugendfeuerwehr Kraichtal

Am vergangenen Samstag konnten zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr Kraichtal die Jugendflamme Stufe 1 der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) im Feuerwehrhaus Unteröwisheim ablegen. An mehreren Stationen wurden die Jugendlichen nach den Richtlinien der DJF geprüft. Sie mussten einen Notruf absetzen, wichtige Knoten, die bei der Feuerwehr Verwendung finden dem Prüfer aufzeigen und erklären können, wozu der jeweilige Knoten eingesetzt werden kann. Ein Hydrant musste mittels Hydrantenschild ausfindig gemacht werden, das Standrohr richtig gesetzt und gespült werden. Zur Wertung musste auch ein Schlauch fachgerecht ausgerollt werden. Die verschiedenen Strahlrohrarten und Durchflussmengen mussten dem Prüfer ebenso erklärt werden. Zuletzt wurde das Sanitätsmaterial aus dem Fahrzeug geholt und aufgezeigt, welchen Zweck die einzelnen Teile erfüllen. Nach der Auswertung der Prüfer, konnte Jugendwart Marco Henrich allen Teilnehmern das Abzeichen aushändigen. Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis der in drei Stufen gegliedert ist. Jede einzelne Stufe wird nach der erfolgreichen Prüfung mit einem Abzeichen belohnt, welches die Jugendlichen zuerst an der Jugenduniform, mit Übernahme in die Einsatzabteilung dann an der normalen Uniform tragen.

Redaktion: Thorsten Kull

 

Strohlager in Brand gesetzt

Zündelnde Kinder haben auf einem landwirtschaftlichem Betrieb im Dettenheim Ortsteil Rußheim am Sonntagnachmittag einen Großeinsatz der örtlichen Feuerwehr ausgelöst.

Fünf Kinder spielten bei dem Strohlager und mit einem Feuerzeug hatten sie dann auch Stroh entzündet. Als sie merkten, dass sie selbst das Feuer nicht mehr löschen können, rannten sie zu dem nahen Clubhaus des FV Rußheim. Der Wirt verständigte die Rettungskräfte. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen an der Einsatzstelle eintrafen, war das Strohlager mit über 300 Rundballen schon im Vollbrand. Die Feuerwehr löschte zwei daneben stehende landwirtschaftliche Transportanhänger ab und brachte diese mit dem Eigentümer aus dem Gefahrenbereich. Mit den ersten C-Rohren wurde ein Ausbreiten des Feuers auf den Bewuchs der Nachbargrundstücke verhindert.

Mit insgesamt vier Löschfahrzeugen und zwei Gerätewagen war die örtliche Feuerwehr und der Leitung ihres Kommandanten Markus Seitz mit 38 Frauen und Männer vor Ort. Das Löschwasser wurde dem örtlichen Trinkwassernetz und mit zwei Tragkraftspritzen der vorbelaufenden Saalbach entnommen. Zeitweise waren zwei B-Rohre und vier C-Rohre im Einsatz. Mit einem Bagger wurde das Strohlager dann soweit auseinandergezogen, damit es weiter abgelöscht werden konnten.

Zur Absicherung der teilweise unter Atemschutz eingesetzten Feuerwehrleute und zur Versorgung mit Getränken waren die DRK-Bereitschaften aus Liedolsheim und Rußheim mit acht Helferinnen und Helfer ebenfalls an der Einsatzstelle. Zwei Beamte des Polizeireviers Philippsburg und der Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Karlsruhe mit zwei weiteren Beamten ermittelten die Brandursache. Der Gesamtschaden an dem Stroh und den landwirtschaftlichen Fahrzeugen wird auf 20.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Text und Bilder: Freiwillige Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard / Dipl.-Verwaltungswirt(FH) Edgar Geißler

Neuwagenduft bei der Philippsburger Feuerwehr

Fahrzeugübergabe HLF 20 und MTW an die FF Philippsburg, Abt. Philippsburg

Am vergangenen Wochenende fand im festlichen Ambiente der Philippsburger Jugendstil-Festhalle die Übergabe von gleich zwei Neufahrzeugen an die Freiwillige Feuerwehr Philippsburg, Abteilung Philippsburg statt. Der bereits im letzten Spätjahr ausgelieferte Mannschaftstransportwagen sowie das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20, das im Mai beim Hersteller abgeholt wurde, konnten nun feierlich zusammen eingeweiht werden.

Bürgermeister Stefan Martus begrüßte die anwesenden Gäste, unter ihnen der stellvertretende Kreisbrandmeister Ullrich Koukola, Vertreter des Gemeinderates, die Einsatzmannschaft mit ihren Partnern sowie Vertreter der beteiligten Firmen recht herzlich und blickte auf den zeitlichen Verlauf der Beschaffungen zurück. Mit dem HLF 20 steht der Feuerwehr nun eine Ausstattung zur Verfügung, um sowohl heutigen als auch zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und Bürgern in Not Hilfe leisten zu können.

Die Segnung der Fahrzeuge nahmen Herr Pfarrer Riehm-Strammer sowie Vikar Dr. Okocha vor und wünschten allen Feuerwehrmitgliedern eine sichere, unversehrte Heimkehr von ihren Einsätzen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Ullrich Koukola überbrachte die Grüße der Feuerwehren des Landkreises und stellte die Wichtigkeit der Investitionen in die Sicherheit der Bürger klar. Vertreter der beteiligten Firmen richteten ebenfalls Grüße an die Anwesenden und wünschten eine allzeit gute Fahrt mit den Fahrzeugen.

Den Mannschaftstransportwagen auf Mercedes Sprinter lieferte die Firma S&G aus Karlsruhe. Den feuerwehrtechnischen Ausbau fertigte die Firma Compoint aus dem bayrischen Forchheim. Das Fahrzeug ist mit mit Funktechnik, einer Umfeldbeleuchtung nach allen Seiten, einer Heckwarnanlage zur Absicherung des rückwärtigen Verkehrs sowie einem Laderaum mit Zurrschienensystem ausgestattet.

Das HLF 20 wurde von Ziegler auf einem MAN TGM 18.340 aufgebaut. In der Mannschaftskabine „Z-Cab“ sind vier Atemschutzgeräte eingebaut, der Aufbau bietet Platz für die Beladung nach Norm. Am Heck werden die Einpersonenhaspeln „Verkehr“ und „Schlauch“ mitgeführt. Der LED-Lichtmast wird über die Fahrzeugelektrik versorgt. Die Beladung lieferte die Firma Bastian aus Karlsruhe, unter anderem eine Arbeitsplattform für Unfälle mit LKW sowie eine Schleifkorbtrage.

Den symbolischen Fahrzeugschlüssel übergab Bürgermeister Martus im Anschluss an Kommandant Rudolf Reiss, der den Schlüssel direkt an Abteilungskommandant Udo Rückert weiterreichte. Die Vorstellung der Fahrzeuge für die Öffentlichkeit findet am kommenden Wochenende, 22. und 23. Juli, im Rahmen des Festwochenendes im Philippsburger Feuerwehrhaus statt.

Redaktion: Christian Kriechbaum / Bilder: Frank Spindler

Was wenn der Kindergarten brennt

Feuerwehr Ubstadt-Weiher probt den Ernstfall

Ubstadt-Weiher (fan) Die vier Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Ubstadt-Weiher hielten am Freitag, den 07. Juli 2017 ab 18.30 Uhr ihre Jahreshauptübung ab. Übungsobjekt war der Kindergarten St. Wendelin im Ortsteil Weiher und ein dort simulierter Katastrophenfall.

Das Szenario: Im Keller der Einrichtung war wegen eines technischen Defekts ein Feuer ausgebrochen und breitete sich durch einen Schacht schnell bis ins Dachgeschoss aus.

Neben der Brandbekämpfung und Menschenrettung stand insbesondere der Umgang mit einer Vielzahl von Betroffenen und Verletzten im Fokus des Szenarios . An der Übung ebenfalls beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren Bad Schönborn und Kronau sowie die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes aus Ubstadt und Weiher.

Der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Ubstadt-Weiher Mario Dutzi sowie Bürgermeister Tony Löffler zeigten sich nach Abschluss der Übung mit den starken Leistungen und dem reibungslosen Zusammenspiel aller Beteiligten höchst zufrieden.

Ein gutes Gefühl zu wissen, dass im Ernstfall echte Profis mit Erfahrung, Herz und Verstand sofort zur Stelle sind.