Trotz vieler fehlender Verträge – Brettener Kernstadt wird an schnelle Glasfaser angebunden

|

Trotz vieler fehlender Verträge - Brettener Kernstadt wird an schnelle Glasfaser angebunden
Symbolbild

Ziel verfehlt – Weiter geht es trotzdem

Lange Zeit stand der Ausbau der Brettener Kernstadt mit modernen Glasfaserleitungen auf der Kippe. Das Unternehmen BBV wollte den kostenintensiven Ausbau der modernen Netzanschlüsse erst realisieren, wenn eine Mindestanzahl an entsprechenden Verträgen mit den Bürgerinnen und Bürger abgeschlossen werden konnte. Nun hat sich die Breitbandversorgung Rhein-Neckar aber dennoch für einen Ausbau in der Kernstadt entschieden, obgleich immer noch 500 entsprechende Verträge fehlen. Zu den Beweggründen veröffentlichte die BBV heute eine entsprechende Pressemitteilungen, die wir hier im Originalwortlaut wiedergeben:

Glasfaser für Bretten
BBV geht trotz 500 fehlenden Verträgen in Vorleistung – Feinplanung fast abgeschlossen – Schrittweiser Ausbau soll nach den Sommerferien beginnen

Bretten, 1. Juni 2018 – Es ist geschafft. Bretten wird zur Glasfaserstadt. Die BBV will nach den Sommerferien schrittweise mit dem Ausbau der Kernstadt beginnen. Diese frohe Botschaft verkündeten heute Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff und Wolfgang Ruh, BBV-Geschäftsführer Vertrieb, im Rathaus. Bei der Erschließung der Kernstadt mit der Glasfaser wird die BBV in Vorleistung gehen, erläuterte Ruh. Denn nach wie vor fehlen auch nach den jüngsten Vermarktungsaktivitäten 500 Verträge in der Gesamtbilanz. Wie die bestehende wirtschaftliche Lücke geschlossen und der Ausbau optimiert vorangetrieben werden kann, will die BBV in den kommenden Wochen in detaillierten Gesprächen mit der Stadt Bretten diskutieren.

„Mit dem Ausbau der Kernstadt hat sich die Entscheidung, auf die Zukunftstechnologie Glasfaser für die Stadt Bretten zu setzen, als richtig und weitsichtig erwiesen. Wir sind damit sogar der Bundesregierung zuvorgekommen, die ab sofort nur noch den Ausbau der Glasfaser fördern möchte. Im Namen der Bürgerinnen und Bürger sowie der gesamten Stadt bedanke ich mich für das Vertrauen der BBV und für die Entscheidung, die Kernstadt auszubauen. Mein besonderer Dank geht an die vielen Engagierten in den Vereinen und verschiedenen Initiativen, die sich so lange mit Nachdruck und letztlich erfolgreich für die Glasfaser eingesetzt haben. Damit erfährt der Wohn- und Wirtschaftsstandort Bretten in der gesamten Region und weit darüber hinaus eine gewaltige Aufwertung“, freute sich Oberbürgermeister Wolff über die Zusage der BBV.

„Wir haben immer gesagt, dass uns die Kernstadt besonders am Herzen liegt und unbedingt zur Glasfaserstadt Bretten gehören sollte“, betonte Wolfgang Ruh. „Da weiterhin rund 500 Verträge fehlen, haben wir uns entschieden in Vorleistung zu gehen. Die Feinplanung läuft bereits seit einiger Zeit und ist fast fertig. Unser Ziel ist es, dort nach den Sommerferien mit dem schrittweisen Ausbau zu beginnen.“

Alle Straßen in der Kernstadt

Trotz fehlender Verträge will die BBV versuchen, alle Straßen der Kernstadt in den sukzessiven Ausbau mit einzubeziehen. So sollen Flickenteppiche vermieden und bisher unentschlossenen Anwohnern und Gewerbetreibenden die Möglichkeit gegeben werden, während laufender Baumaßnahmen oder später auf den Glasfaserzug aufzuspringen. „Wir haben bereits beim Ausbau in den anderen Stadteilen Leerrohre in den Straßen an allen Häusern vorbeilaufend verlegt und damit sehr gute Erfahrungen gesammelt. Denn viele Haushalte und Gewerbetreibende haben dort kurzfristig die Chance genutzt und während des Ausbaus noch einen Vertrag mit uns abgeschlossen“, erläuterte Ruh weiter.

Schrittweiser Ausbau

Für ihre Ausbauplanung hat die BBV die Kernstadt in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Zunächst sollen die Baumaßnahmen in den Abschnitten beginnen, in denen bereits eine ausreichende Anzahl an Verträgen vorliegt. Die anderen Bereiche werden dann abhängig von den Vertragszahlen Zug um Zug erschlossen.

Verträge weiter möglich

Glasfaserverträge können weiterhin geschlossen werden, denn alle Hausanschlüsse in der Kernstadt sind bei der Feinplanung des Glasfasernetzes bereits berücksichtigt. Solange die Straßen beim Ausbau noch offen sind, liegen die Anschlusskosten bei 600,00 €. Wenn der Ausbau beendet ist, erhöhen sich diese Kosten auf mindestens 900,00 €.

Stimmt etwas nicht? Haben wir einen Fehler gemacht oder etwas vergessen? Sagen sie's uns! Hier finden Sie alle Kontaktmöglichkeiten mit unserer Redaktion.Ihr Feedback zählt!

Vorheriger Beitrag

Blackout in Bruchsal – Stromausfall nach Verteilerbrand

Aufräumen nach dem Unwetter – Sturm und Regen verursachen hohen Sachschaden

Nächster Beitrag