Feuerwehr

Bruchsal: 77-jährige stirbt bei Wohnungsbrand

Beim Brand einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Bruchsaler Stadtgrabenstraße ist am Dienstagabend die 77 Jahre alte Wohnungsinhaberin ums Leben gekommen.

Weitere Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei waren Bewohner des 37-Parteienhauses durch ausgelöste Rauchmelder auf das Feuer in der im Dachgeschoss gelegenen 1-Zimmer-Wohnung aufmerksam geworden und hatten gegen 18.55 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. Zunächst gelang es zwei Hausbewohnern, die betroffene Wohnungstür mit Brechwerkzeug zu öffnen. Wegen des Feuers mit der damit verbundenen starken Rauch- und Hitzeentwicklung konnte der Raum aber nicht betreten werden. Schließlich konnte die stark gehbehinderte und zum Großteil auf einen Rollstuhl angewiesene Bewohnerin von den zuerst am Einsatzort eingetroffenen Wehrleuten, die mit Atemschutzausrüstung zum Brandort vordringen konnten, leider nur noch tot geborgen werden.

In der Folge löschte die Bruchsaler Feuerwehr den Wohnungsbrand rasch bis gegen 19.15 Uhr. Unterdessen wurde das Mehrfamilienhaus vorsorglich evakuiert. Im Einsatz waren neben Notfallseelsorgern zur Betreuung von Angehörigen auch mehrere Teams der Rettungsdienste. Das Kriminalkommissariat Bruchsal führt nun die weiteren Ermittlungen zur Brandursache. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung gibt es nicht. Der Sachschaden liegt bei geschätzten 50.000 Euro. (ots)

Hier der Bericht der Feuerwehr Bruchsal

Für eine 78-jährige Frau kam jede Hilfe bei einem Wohnungsbrand in der Stadtgrabenstraße am Dienstagabend zu spät. Bewohner bemerkten alarmierende Rauchwarnmelder im Gebäude und setzten den Notruf in der integrierten Leitstelle ab. In einem Zimmer einer Dachgeschosswohnung war ein Feuer ausgebrochen, beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte drangen schwarzer Rauch und Flammen aus der Wohnung.  Am Dienstagabend wurde um 18:52 Uhr die Bruchsaler Feuerwehr mit dem Alarmstichwort „Rauch aus Wohnung“ in die Stadtgrabenstraße gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus dem Fenster im Dachgeschoss. Daraufhin wurde von der integrierten Leitstelle das Alarmstichwort auf „Dachstuhlbrand“ erhöht und die Abteilungen Heidelsheim, Helmsheim und die Führungsgruppe Bruchsal alarmiert. Da nach ersten Informationen sich noch eine Person in der Wohnung befinden sollte machten sich mehrere Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung sofort auf den Weg in die Brandwohnung. Für die 78-jährige Bewohnerin der Wohnung kam allerdings jede Hilfe zu spät. Die Frau konnte von der Feuerwehr nur noch geborgen werden. Die restlichen Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten das Gebäude gefahrlos verlassen und wurden von Rettungskräften vor dem Gebäude betreut.

Das Feuer in der Wohnung konnte mit einem C-Rohr rasch gelöscht werden. Wie es zu dem Brand kam ist noch unklar. Über die Drehleiter und von der Wohnung aus wurde die Dachhaut geöffnet um diese nach Glutnestern abzusuchen. Der Rettungsdienst unter der Leitung von Marcello Marongiu und Notärztin Fiedner war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, der Notfallhilfe Bruchsal und der DRK Bereitschaft Bruchsal zur Betreuung der Anwohner im Einsatz. Bürgermeister Andreas Glaser und Fachbereichsleiter Dr. Oertel machten sich vor Ort ein Bild über die Lage. Die Brandwohnung wurde mit der Wärmebildkamera kontrolliert und letzte Glutnester abgelöscht. Mit CO Messgeräten wurden die weiteren Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus freigemessen, so dass nach Abschluss der Nachlöscharbeiten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen konnten. Die Feuerwehr Bruchsal war unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Bernd Molitor mit 50 Einsatzkräften bis 21:30 Uhr im Einsatz. Die Polizei war mit 7 Kräften vor Ort und der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen noch während der Nachlöscharbeiten aufgenommen. Vom Baubetriebshof Bruchsal wurde die gewaltsam geöffnete Wohnungstür wieder verschlossen.

Bericht und Bilder: Tibor Czemmel – Pressesprecher der Feuerwehr Bruchsal

Strohballenbrand in Oberderdingen – Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Am späten Montagabend wurde die Feuerwehr Oberdingen mit allen Abteilungen gegen 22:15 Uhr mit dem Alarmstichwort „Brand Scheune“ von der Integrierten Leistelle Karlsruhe in die Straße „Am Stadion“ alarmiert. Der Brandort befand sich unweit des Feuerwehrhaues der Abteilung Oberderdingen. Dank dieses Umstandes waren die ersten Kräfte schnell vor Ort und konnten der Leitstelle schnell eine erste Rückmeldung geben.  Unter einem Vordach einer Scheune brannten Strohballen auf einem Traktoranhänger. Insgesamt war der Anhänger mit 8 Strohballen beladen. Unweit der brennenden Strohballen stand ein weiterer Anhänger, der mit Säcken voller Dünger beladen war. Glücklicherweise war beim Eintreffen der ersten Kräfte weder die Scheune noch das Vordach vom Feuer betroffen.

Als erste Maßnahme wurden die beiden Anhänger mit einem Rüstwagen auf ein freies Feld gezogen um die Scheune vor den Flammen zu schützen und damit ein Übergreifen zu verhindern. Nun konnte mit einem Radlader damit begonnen werden, die Strohballen einzeln vom Anhänger zu nehmen. Dabei loderten immer wieder Flammen auf, die sofort von mehreren Trupps unter Atemschutz abgelöscht wurden. Aufgrund des enormen Wasserbedarfs wurden Löschfahrzeuge im Pendelverkehr eingesetzt, die immer wieder frisches Löschwasser an die Einsatzstelle brachten. Die Feuerwehr Oberderdingen war unter der Leitung von Kommandant Oliver Schäfer mit insgesamt acht Fahrzeugen und rund 50 Feuerwehrkräften im Einsatz. Das Deutsche Rote Kreuz war mit drei Rettungswagen und 9 Kräften, die Polizei mit drei Streifenwagen und 6 Beamten vor Ort. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Schadens kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Angabe gemacht werden. Der Einsatz konnte gegen Mitternacht mit der Meldung „Feuer schwarz“ beendet werden.

Bericht: Patric Paulus, Kreisfeuerwehrpressesprecher

Bilder: Feuerwehr Oberderdingen