Dreckig und Glücklich

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Nach zwei Jahren Pause stürzt sich Weiher endlich wieder in den Matsch – Das legendäre Hakorennen ist zurück

Regen und Matsch, für die meisten Veranstaltungen der schnelle Tod, für das Hakorennen ein göttlicher Wink. Wenn der Boden ordentlich Wasser gezogen hat und die Reifen der Fräsen reichlich feuchte Erde durch die Luft schleudern, dann kommt bei den Rennfahrern und Zuschauern erst richtig Laune auf.

Nach zwei Jahren Pause war es endlich wieder soweit, am Wochenende startete das legendäre Hakorennen in Weiher. In unterschiedlichen Kategorien und Klassen gingen unzählige Fahrerinnen und Fahrer mit ihren treuen Gefährten, die eigentlich in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, an den Start am Rande Weihers. Der Name Hako steht dabei als Abkürzung für Hans Koch, dessen Unternehmen bereits in den Nachkriegsjahren mit der Produktion der soliden Einachser begann.

So sehen in Weiher Rennwagen aus

Statt Feldarbeit dürfen die Maschinen hier in Weiher als echte Rennwagen herhalten, müssen auf der abwechslungsreichen Strecke zusammen mit ihren Fahrern allerlei Abenteuer bestehen. Welche genau, das weiß Michael Simon von den ausrichtenden Hakofreunden Weiher und berichtet vom legendären Drehkreuz, der Hundehütte und natürlich den berühmt-berüchtigten Schlammgruben.


Filmbeitrag zum Hakorennen 2022

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Im Fahrerlager ist die Stimmung immer gut und auch am Start machte man sich gegen Mittag bereit für die ersten Rennen in der leichten Ackerklasse. Vorher wurde noch mal die Strecke begangen, alle Fragen und Details zum Ablauf besprochen. Trotz des launischen Wetters hatten sich reichlich Zuschauer eingefunden, um dem Spektakel beizuweohnen. Darunter auch Ubstadt-Weihers Bürgermeister Tony Löffler, der sich sichtlich über die Rückkehr des Lebens in seine Gemeinde freut.

Team Holzhöfer bei der Arbeit

Dann ging es los, die ersten Teams gaben Vollgas und schlittern auf der Matschpiste ihrem Schicksal entgegen. Eine Ehrenrunde um die große Eiche und schließlich das Drehen um die eigene Achse. Das sieht von außen zwar leicht aus, sorgt aber für wackelige Beine. Besonders beliebt bei den Zuschauern sind die zwei Schlammlöcher, das kleine und das große. Hier fliegen die Brocken immer meterweit, während die Rennfahrer durch die richtige Kombination aus Drift und Gas versuchen, ohne jede Traktion die vertrackte Grube zu überwinden. Wer es geschafft hat, passiert noch die berüchtigte Hundehütte, gibt auf dem Roller ordentlich Gas und tuckert dann mit allem was die Fräse hergibt, in Richtung Ziel.

Die große Grube ist eine echte Herausforderung

Alle Gewinner können Sie zeitnah auf der Webseite der Hakofreunde Weiher nachlesen.

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