Östringen

Odna geht baden

Das Schimmbadfest Odenheim 2017

Wenn Odna feiert, dann im ganz im großen Stil. Da wird nicht einfach losgelegt, sondern mit einer eigenen Parade dick aufgefahren. Das kultige Schwimmbadfest in Odenheims blauer Lagune bot am Wochenende wieder jede Menge Spaß und dazu sogar Wasser von Oben und von Unten. Wir waren am Samstag mit der Kamera live dabei, als ein bunter Trekker-Tross sich am Odenheimer Rathaus in Bewegung setzte um in Zeitlupe aber dafür mit jeder Menge Spaß gen Schwimmbad aufzubrechen. Dort ging die Gaudi dann erst richtig los….

Bundesliga, Ironkids & Ironman – Das große Triathlon-Wochenende im Film

Großer Sport im kleinen Kraichgau

Das Wochenende rückte unseren kleinen und beschaulichen Kraichgau einmal mehr schlagartig in den Fokus der internationalen Triathlon-Szene. Mit der Triathlon-Bundesliga und dem Ironman wurde das Land der tausend Hügel auch in diesem Jahr wieder Schauplatz für hochkarätigen Spitzensport. Den Anfang macheten am Samstag Nachmittag wie üblich die Nachwuchsathleten. Die Ironkids zeigten in allen drei Disziplinen des Tritathlons was sie auf dem Kasten haben und wer eines fernen Tage vielleicht einmal Hawaii erobern wird. Zu Wasser , Zu Fuß und auf dem Rad gaben die kleinen Sportler alles. Am Ziel angelangt erwartete sie bereits stolz Ubstadt-Weihers Bürgermeister Tony Löffler um ihnen die verdiente Medaille umzuhängen.

Eine gute Sache ist das gesamte Sportwochenende für die Region. Der Ironman und die Triathlon-Bundesliga finden international Beachtung und bescheren dem Kraichgau neben Aufmerksamkeit auch prall gefüllte Hotels und Pensionen.

Um 19:00 gingen am Samstag dann die Profis der Triathlon-Bundesliga an den Start. Bereits zum dritten Mal in Folge am Hardtesee und in der 22. Saison der Liga, zeigten die Top-Athleten aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Nach einem spektakulären Seestart brachten zuerst die Damen und dann die Herren das stramme Programm bestehend aus 0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen über die Bühne. Auf der Kurzdistanz-Strecke holten für die Damen Laura Lindemann mit einer Zeit von 55:42 und für die Herren Richard Murray nach einer Zeit 49:22 den Sieg nach Hause. Im Anschluss wurde der würdige Abschluss dieses ersten Triathlon-Tages am Hardtsee mit einer großen Party gefeiert. Für die passende Verpflegung sorgte der TVE Weiher und bester Rock kam von den Lokalmatadoren von Handmade.

Der nächste Tag sollte aber alles bisher dagewesene toppen. Bereits um 9 Uhr gingen die Profis und die Creme de la Creme der internationalen Triathlon-Szene beim Ironman 70.3 Kraichgau an den Start. Darunter auch große Namen wie Sebastian Kienle, Marcus Rolli, Yvonne van Vlerken oder der Bruchsaler Thomas Hellriegel. Insgesamt 4000 Athleten starteten am Hardtsee ihre Challenge, alleine 2200 davon über die gesamte IRONMAN 70-3 Distanz. Unter den begeisterten Zurufen von rund 35.000 Fans ging der wilde Ritt zuerst 1,9 Kilometer durch die Fluten des Hardtsee, dann 90 Kilometer auf dem Rad durch den ganzen Kraichgau und schließlich 21.1 Kilometer zu Fuß durch Bad Schönborn.

Besonders spektakulär war für viele Zuschauer natürlich die Radstrecke – denn sie lieferte die Profis fast frei Haus. Überall standen die Menschen und feuerten ihre Idole an. In Kraichtal sammelten sich die Fans in Menzingen und natürlich am Extrem-Buckel in Gochsheim, der von den Radlern alles abverlangt.  Auch in Östringen harrten die Menschen gut gelaunt und hoch motiviert an der Strecke aus um die Sportler anzuspornen. In Odenheim hatte die OKG ein regelrechtes Fest für die Athleten auf die Beine gestellt. Für ein Steak hatten diese freilich keine Zeit, aber für eine Flasche Wasser oder eine Banane langte es am Ende doch.

Szenerie des großen Finales war dann die Kurgemeinde Bad Schönborn. Hier wechselten die Athleten zuletzt vom Fahrrad auf die flinke Sohle und brachten den schweißtreibenden Rest der Strecke zu Fuß hinter sich. Im Fandorf entlang der Zielmeile feierten die Fans ausgelassen und stimmten sich auf die Ankunft der Profis ein.

So war es Ende, nach einem zweiten Platz im Vorjahr, wieder Sebastian Kienle der zuerst die Ziellinie überquerte und damit den Titel in seiner Heimat zurückeroberte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Markus Rolli und Marc Dülsen. 3:56 Minuten hatte Kienle auf der Strecke Vollgas gegeben – eine unglaublicher Kraftakt

Bei den Damen war es Laura Philipp die sich mit gehörigem Abstand zur Zweitplatzierten Yvonne van Vlerken den Sieg erkämpfte. Nach dem Ironman auf Mallorca und dem Ironman in St. Pölten holte sie im Kraichgau bereits den dritten Meistertitel der Saison. Für die Menschen im Kraichgau bot das Wochenende eine tolle Show, an die man sich noch lange erinnern wird…auf jeden Fall bis zum nächsten Sommer….wenn der Ironman wiederkommt – ins Land der tausend Hügel.

Östringen feiert Weinmarkt

Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken…

…doch da besteht in Östringen keine Gefahr! Wenn die größte Weinbaugemeinde Nordbadens feiert, dann gibt es kein Halten mehr. Auf dem großen Östringer Weinmarkt am vergangenen Wochenende zeigten die Winzer aus Östringen und seinen Stadtteilen was sie auf dem Kasten bzw. im Keller haben. Um 18 Uhr wurde die Kultveranstaltung auf dem Kirchberg durch Bürgermeister Felix Geider im Beisein der ehemaligen Weinkönigin Katharina Zimmer und den amtierenden kurpfälzischen Kolleginen feierlich eröffnet – natürlich mit einem edlen Tropfen direkt aus dem Fass. Aus Östringen, Tiefenbach, Odenheim, Eichelberg und überall sonst her strömten die Menschen auf das gemütliche Festgelände am Fuße der Pfarrkirche St. Cäcilia um gemeinsam zu lachen, zu trinken, zu essen und zu feiern. Wir waren mit der Kamera dabei.

Sonne, Shopping, Eis und mehr in Östringen

Entspannter Shopping-Bummel bei bestem Wetter

Was für ein Wochenende in Östringen. Von Himmel lachte die Sonne, von der Kirche der Papst und auch weiter unten nichts als strahlende Gesichter. Ein leckeres Eis durfte bei knapp 20 Grad auch nicht fehlen. Der verkaufsoffene Sonntag war ein echter Volltreffer für die Stadt und auch der Gewerbeverein war sichtlich happy. Ein buntes Programm haben sich die Händler wieder ausgedacht – das absolute Highlight aber war die Bobby-Car-Downhill-Strecke mitten durch die Stadt. Wir haben den entspannten Sonntags-Bummel in Östringen mit der Kamera eingefangen.

Spass uff de Gass in Östringen

Quietschfidele Narrenparty zwischen Kirchberg und Waldbuckel

Östringer Umzug mit neuem Teilnehmerrekord

Fasching der besten Sorte, und das für alle Altersklassen, war am Samstag beim Fastnachtsumzug der Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker in Östringen geboten. „Dieses Mal sind mehr als 1.500 Teilnehmer dabei“, wusste Zugmarschall Heinz Hassis jun. zu berichten, der den mit knapp siebzig Zugnummern zu neuer Rekordgröße angewachsenen kunterbunten Gaudiwurm mit stolzgeschwellter Brust durch die Ortsstraßen zwischen Kirchberg und Waldbuckel führte. Bei strahlendem Sonnenschein und vorfrühlingshaften Temperaturen war die Strecke von etlichen tausend Zuschauern gesäumt. Die allermeisten Schaulustigen waren ebenfalls in fantasievollen Verkleidungen gekommen und mischten bei dem fröhlichen Gecken-Gewusel kräftig mit, so dass sich das Stadtzentrum den ganzen Nachmittag über im fröhlich-ausgelassenen Ausnahmezustand befand.

Wie stets waren die einheimischen Vereine und privaten Initiativen bei dem Narrendefilee gut vertreten, aber auch die zahlreichen Fastnachtsgruppen aus den Nachbarorten, die teils schon seit vielen Jahren zum Östringer Umzug kommen, trugen zu der prächtigen Karnevalsstimmung maßgeblich bei.

Ihre Anregungen in punkto Themen und Kostümierung hatten sich die Aktiven einmal mehr rund um den Globus sowie aus Film, Literatur sowie Tier- und Märchenwelt geholt. Am helllichten Tag wagten daher charmante Einhörner ein Tänzchen mit affengeilen Gorillas, tranken herzige Rotkäppchen Brüderschaft mit Schwarzwälder Kuckucksuhren auf zwei Beinen und machten knallblaue Krümelmonster, fesche Jagdfliegerinnen sowie in Ketten gelegte Panzerknacker in einer munteren Polonaise gemeinsame Sache. Auch der neue amerikanische Präsident bekam sein (Enten-)Fett weg – beim Quietschenten-Motiv der Freibadfreunde verschmolz Donald Trump mit seinem geschnäbelten Vornamensvetter aus Disneys Entenhausen sichtlich zum Vergnügen des Publikums zu einer Karikatur eigener Art, die der Freizeitstätte am Stadtrand fürs Frühjahr wahrlich spektakuläre neue Ziele setzte: Make the pool full again!“.

Zahlreiche Guggenmusiken aus der Region sorgten dafür, dass das Narrendefilee nie außer Tritt kam. Am Ziel auf dem Waldbuckel konnten Teilnehmer und Zuschauer bei der Blau-Weiß-Faschingsfete noch lange weiter feiern. Zum reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung trugen Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bauhof, Sicherheitsdienst und Jugendschutzteams maßgeblich bei.

Redaktion: Wolfgang Braunecker / Video: Stephan Gilliar
Das Östringer Wirtschaftswunder

Das Östringer Wirtschaftswunder

Es geht aufwärts in Östringen

Durch die Zuzüge zweier großer und namhafter Spieler, profitiert die Stadt durch steigende Steuereinnahmen und einem deutlichen Plus an Arbeitsplätzen. Dieser Boom ist mitunter der Firma Winkels, welche auf dem Gelände des ehemaligen Nylonfaserwerkes im Industrieparks gebaut hat zu verdanken und dem Versandhaus Bader, dessen neuer Großbau gerade am Ortsrand Östringens in die Höhe wächst.

Doch wie geht es dem Herzen der Gemeinde, dem Östringer Stadtzentrum? Entlang der vielbefahrenen Bundesstraße, die den Ort in zwei Teile trennt, ist hier viel Fingerspitzengefühl bei der Stadtentwicklung gefragt. Zwei wichtige Eckpfeiler hat man seitens der Verwaltung bereits ins Visier genommen. So wurde der Begriff „Innenstadt“ für das künftige Entwicklungskonzept klip und klar definiert und mit der Aufnahme der Ortsumgehung Östringen in den Bundesverkehrswegeplan auch eine Basis für eine Beruhigung der Verkehrssituation geschaffen. Die erste Maßnahme dient dazu künftige Geschäfte im Zentrum anzusiedeln, dieses dadurch zu verdichten und attraktiver zu machen.

Die Mission lautet ganz klar die Kaufkraft wieder ins Zentrum zu holen – denn das große Gewerbegebiet mit zahlreichen Discountern und Fachmärkten hat der Innenstadt stark zugesetzt. Bei allen Herausforderungen hat sich der Ortskern in der letzten Zeit deutlich zum positiven verändert. Anwohner und Geschäftsleute investieren wieder in ihre Gebäude und dort wo noch vor kurzem Leerstand herrschte, kehrt nun wieder Leben ein. Ein Trend der auch für die alteingesessenen Ladenbesitzer nicht zu übersehen ist

Wenn die Menschen wieder ihr eigenes, sauer erwirtschaftetes Geld in die Hand nehmen und in ihren Ort investieren, könnte es kein deutlicheres konjunkturelles Signal geben als eben dieses. Östringen erlebt den wirtschaftlichen Aufschwang – an der einen Stelle mehr, an der anderen etwas weniger. Bei allen Herausforderungen die die Zukunft noch bereit halten mag – Eines ist spürbar – Der Trend zeigt nach oben.

Kraichgau 2017 – Der satirische Jahresvorblick

Der Blick in die Zukunft – Exklusiv auf Hügelhelden.de

Statt dröger Rückblicke wollen wir Euch in diesem Jahr lieber einen Blick nach vorne in die Kristallkugel ermöglichen. Was kommt auf unsere Region im kommenden Jahr zu? Wagt mit uns die Zeitreise und findet heraus was in Bruchsal, Bretten, Eppingen, Sinsheim und Co. im bald beginnenden 2017 geschehen wird ;-)

Kleiner Markt und großer Sound in Eichelberg

Der Eichelberger Weihnachtsmarkt begeisterte

Große Weihnachtsmärkte sind eine feine Sache – doch echten Charme haben die nur die Kleinen. Einen Wunderbaren Budenzauber erlebten die Besucher des Eichelberger Weihnachtsmarktes am vergangenen Samstag. Am Fuße des namensgebenden Berges veranstalten die Eichelberger Vereine Jahr für Jahr ein echtes Kleinod. Nirgendwo sonst findet man schöneres Handgemachtes als hier. Schon seit Wochen bereitet sich der kleine Östringer Teilort auf das alljährliche Event in der Dorfmitte vor. Die Bushaltestelle wird dann kurzerhand zum Glühweinstand und natürlich darf auch der Besuch des Weihnachtsmannes nicht fehlen

Richtig gemütlich wurde es dann, als die Sonne langsam über den mit Weinreben bepflanzten Hängen um Eichelberg unterging. Mit schmissigen Big-Band-Sounds brachten die Smart Tones die Eichelberger und ihre Gäste in Fahrt. Tolle Musik, eine tolle Stimmung und tolle Leute – der Eichelberger Weihnachtsmarkt darf zurecht auch in diesem Jahr als voller Erfolg betrachtet werden.

Wet-Kerwe-Contest in Östringen, Oberderdingen und Zeutern

Das XXL-Kerwe-Wochenende im Kraichgau

Ja, es hätte in Sachen Wetter besser laufen können an diesem ersten November-Wochenende. Immer wieder Regen und kühle Temperaturen spuckten den Kerwe-Veranstaltungen ordentlich in die Suppe. In Östringen zogen sich die wenigen Gäste am Nachmittag in die Zelte zurück und wärmten sich an ihren heißen Tassen. Gut, das Tee, Kaffee und Glühwein reichlich vorhanden waren. Nur die Kids störten sich nicht am Mistwetter und kickten fröhlich auf die Torwand der Feuerwehr. In Oberderdingen war das Wetter zeitweise besser, aber viele Menschen trauten der Sache nicht so recht über den Weg, blieben lieber zuhause. Und so waren die Menschentrauben vor den Aktionsständen im Ortskern rund um den Amtshof eher überschaubar.  Auch in Zeutern war am Nachmittag tote Hose auf dem Dorfplatz – doch hier zündete man Punkt 16 Uhr die ultimative Waffe gegen Langeweile – Gugemusik – und schon ist der Platz voll. Party on! Wir waren auf allen drei Kerwe-Festen mit der Kamera unterwegs.

Die alte „Burg“ zu Odna wird wiedererweckt

Im 450 Jahre alten Amtshaus entsteht neuer Wohnraum

Still und verlassen döst das alte Amtshaus in der Odenheimer Herbst-Sonne. Schon seit Jahren steht das von den Menschen im Dorf „Burg“ genannte Bauwerk leer. Die letzten Bewohner sind schon lange fort und seither wartet das imposante Gebäude auf ein neues Morgen. Seit fast 450 Jahren steht das Amtshaus nun bereits im Herzen Odenheims und hat dessen bewegte Geschichte hautnah miterlebt. Nach seiner Erbauung war das Haus zunächst im Besitz des Ritterstifts Odenheim und beherbergte dessen Verwaltung. Nachdem durch Napoleon Baden zum Großherzogtum wurde, fiel die Verwaltung an das Oberamt in Bruchsal und das Odenheimer Amtshaus verlor seine Funktion. Zwischen 1829 und 1882 diente es dann zuerst als Schulgebäude – etwas später als Lehrerwohnung. Um 1894 wurde das hintere Gebäude des Amtshauses zum ersten Kindergarten in Odenheim umfunktioniert, welcher bis heute noch den damaligen Namen „St. Josef“ trägt. Danach folgten mehrere Nutzungen z.B. als Wohnungen oder als Asylbewerberheim. Mehrere Pläne für eine moderne Neuausrichtungen scheiterten aber aus Geldmangel. Nun hat das Unternehmen Jako Baudenkmalpflege aus Oberschwaben das historische Anwesen gekauft und will darin mehrere Eigentumswohnungen errichten. Dabei soll möglichst viel von der historischen Bausubstanz des denkmalgeschützten Amtshauses erhalten bleiben. Wir haben uns das Ganze mit der Kamera angesehen.


Musik im Film: Heart of Nowhere von Kevin MacLeod ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution license (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) lizenziert.