Beste Qualität bei Badeseen
Die überwältigende Mehrheit der Badeseen im Land bietet auch in diesem Sommer beste Voraussetzungen für unbeschwerte Erholung am Wasser. Wie aus einer Pressemitteilung des baden-württembergischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration in Stuttgart hervorgeht, zeigt die aktuelle Badegewässerkarte ein erfreuliches Bild. Von den insgesamt 312 im vergangenen Jahr hygienisch überwachten Badestellen wurden 96 Prozent mit den Noten sehr gut oder gut bewertet. Damit gehört die Region im europäischen Vergleich zur absoluten Spitzengruppe bei der Qualität der Badegewässer.
Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand betonte bei der Vorstellung der Karte, dass diese hohe Qualität kein Zufall sei. Sie resultiere vielmehr aus konsequenten Kontrollen und einer engen Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsämtern, Kommunen sowie den Betreibern vor Ort. Gerade an heißen Sommertagen seien die Seen wertvolle Orte für Erholung, Gesundheit und Lebensqualität.
Regelmäßige Kontrollen im Labor
Um die Sicherheit beim Baden in der freien Natur zu gewährleisten, werden die Gewässer während der Badesaison vom ersten Juni bis Mitte September regelmäßig nach den Vorgaben der Europäischen Union überprüft. Die örtlichen Gesundheitsämter entnehmen hierzu mindestens einmal im Monat Wasserproben für die Laboranalyse.
Die Bilanz für die Saison zeigt, dass 301 Badestellen die beiden Bestnoten erhielten, während zwei Stellen als ausreichend eingestuft und in der Karte gelb markiert wurden. Zwei weitere Badestellen erhielten vorübergehend die Bewertung mangelhaft, was auf zeitweise hygienische Belastungen durch Starkregen oder ein hohes Aufkommen von Wasservögeln zurückzuführen war. Zudem blieben sieben Stellen ohne Bewertung, da sie saniert, abgemeldet oder noch nicht ausreichend beprobt wurden. Der Minister stellte klar, dass bei Problemen konsequent gehandelt wird und temporäre Einschränkungen dem Schutz der Badegäste dienen.
Vorsicht bei Flüssen und Starkregen
Da nach starken Regenfällen kurzfristig Keime oder Schadstoffe in die Gewässer gespült werden können, empfiehlt die Pressestelle des Ministeriums, stets auf die Warnhinweise vor Ort zu achten. Ein kurzer Blick auf die interaktive Badegewässerkarte des Landes unter badegewaesserkarte.landbw.de sichere den Ausflug ab. Über dieses Online-Angebot können sich Bürgerinnen und Bürger unkompliziert informieren oder direkt bei den Gemeinden und Gesundheitsämtern nachfragen.
Vom Baden in Flüssen rät das Ministerium hingegen weiterhin dringend ab. Abgesehen von sehr wenigen ausgewiesenen Ausnahmen sind Flüsse im Land nicht zum Baden geeignet und werden auch nicht amtlich überwacht. Da Verunreinigungen dort nicht zuverlässig ausgeschlossen werden können, verwies Hildenbrand für ein sicheres Badevergnügen ausdrücklich auf die ausgewiesenen Badeseen.