Östringer Ulrichsmarkt fällt dieses Jahr aus

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Beschränkungen wegen Coronavirus zwingen zur Absage

Die Stadt Östringen hat den St.-Ulrichs-Jahrmarkt, der im Kernort jeweils Anfang Juli stattfindet, für dieses Jahr abgesagt. “Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen, sie war allerdings mit Blick auf die zwischen dem Bund und den Ländern getroffenen Absprache, bis Ende August keine Großveranstaltungen zuzulassen, unumgänglich“, kommentierte jetzt Bürgermeister Felix Geider die Aussetzung des traditionsreichen „Eschdringer Marrigds“. Zur Begründung verwies der Rathauschef insbesondere auch darauf, dass die zuverlässige Einhaltung der wegen der Corona-Epidemie auf nicht absehbare Zeit geltenden Schutzbestimmungen, insbesondere des Abstandsgebots, im typischen Marktgeschehen faktisch unmöglich wäre.
Geider brachte nun außerdem sein großes Bedauern zum Ausdruck, dass den mitwirkenden Schaustellern und Händlern ebenso wie den regelmäßig beim Jahrmarkt mitwirkenden Vereinen durch die Absage der Veranstaltung Einnahmeausfälle entstehen. Das Stadtoberhaupt betonte jedoch zugleich, dass der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Marktbesucher und der sonstigen Beteiligten in dieser ernsten Situation Vorrang eingeräumt werden müsse.

Bei einer vorangegangenen Zusammenkunft der Repräsentanten der beim Jahrmarkt mitwirkenden Ortsvereine zeigten die Teilnehmer im Gespräch mit Hauptamtsleiter Wolfgang Braunecker Verständnis für die Entscheidung der Stadtverwaltung, den Ulrichsmarkt abzusagen. Die Vereine, die gerade in den zurückliegenden Jahren im Schulterschluss mit der Stadtverwaltung wertvolle Impulse für eine deutliche Belebung und Erneuerung des Östringer Jahrmarkts gesetzt haben, prüfen nun gegenwärtig, ob sie im Spätjahr gemeinsam ein Herbstfest mit Musik- und Unterhaltungsprogramm in einer städtischen Halle auf die Beine stellen können. Intensiv nachgedacht wird bei den Verantwortlichen der Vereine und der Kommune zugleich auch über die Option zu einer gemeinschaftlich organisierten Silvesterparty. „Wir bleiben dazu in den kommenden Wochen im intensiven Austausch mit den von der Absage des Jahrmarkts betroffenen Vereinen“, kündigte Hauptamtsleiter Braunecker an.

Redaktion: Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

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