Landratsamt Karlsruhe verlängert und erweitert Verbot der Straßenprostitution in Bruchsal

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Das Landratsamt Karlsruhe hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die das Verbot der Straßenprostitution in Bruchsal nicht nur verlängert, sondern räumlich ausdehnt, darüber berichtet die Behörde in einer aktuellen Mitteilung an die Medien. Die Regelung schließt nahtlos an die bisherige Verordnung an und tritt am Mittwoch, 1. April 2026, in Kraft. Sie gilt zunächst bis zum 31. Oktober 2026.

Erweiterung auf die Bahnstadt

Neben dem bereits bekannten Bereich im Gewerbegebiet Wendelrot umfasst das Verbot nun auch weite Teile der Bruchsaler Bahnstadt. Betroffen sind unter anderem Straßenzüge entlang der Eisenbahnstrecke Heidelberg–Karlsruhe, wie die Ernst-Blickle-Straße, die Schnabel-Henning-Straße sowie die Werner-von-Siemens-Straße. Auch angrenzende Plätze und Grünflächen sind in die Verbotszone eingeschlossen.

Schutz von Sicherheit und Ordnung

Hintergrund der Maßnahme ist die anhaltende Verlagerung der Prostitution aus dem Stadtgebiet Karlsruhe nach Bruchsal. Laut Landratsamt führte dies in der Vergangenheit zu verstärkten Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Das Verbot untersagt sowohl das Erbringen sexueller Dienstleistungen im öffentlichen Raum als auch den Aufenthalt zur Geschäftsanbahnung.

Konsequenzen bei Verstößen

Die Behörden kündigten an, die Einhaltung der Verfügung konsequent zu prüfen. Zuwiderhandlungen können auf Basis des Prostituiertenschutzgesetzes mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. Der vollständige Text der Allgemeinverfügung mit den genauen Gebietsgrenzen ist auf der Website des Landratsamtes Karlsruhe unter der Rubrik Amtliche Bekanntmachungen einsehbar.

3 Kommentare zu „Landratsamt Karlsruhe verlängert und erweitert Verbot der Straßenprostitution in Bruchsal“

  1. In der Werner-von-Siemens steht eine Bordsteinschwalbe am TRIWO. Versteckt sich da auf dem Parkplatz und läuft dann hinaus und winkt Autos zu, immer wenn sie glaubt dass es sicher ist. Ihr Geschäft scheint aber nicht gut laufen, da sie entweder winkt oder auf ihrem Smartphone rumspielt. Irgendwie steht die während ihrer ganzen Schicht von ca 20 Uhr bis Mitternacht dort. Sie fehlt irgendwie nie :D

    In der Innenstadt läuft mindestens eine am helllichten Tag herum, und quatscht Männer an und bietet ihre Dienstleistungen an. Ich habe die schon mehrfach gesehen wie sie dies gemacht hat, und sie hat auch einen Kumpel von mir angesprochen. Mich selbst hat sie noch nicht angesprochen, vermutlich sehe ich nicht „bedürftig“ genug aus. Die meisten die sie anspricht laufen weiter oder reagieren schockiert. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

    Von den Tanten im hinteren Bereich des Bahnhofs muss ich sicher nicht weiter berichten.

    Insgesamt ist diese ganze Geschichte ein Schandfleck (ein weiterer) für die Stadt, und das Ordnungsamt täte gut daran hier mal durchzugreifen.
    Im Bericht steht zwar etwas von „Straßenprostitution“ aus Karlsruhe, da ich (und auch andere) schon beobachten durfte von wo die Damen aufbrechen um zur Arbeit zu gehen, kann ich bestätigen dass einige hiervon sicher aus Bruchsal sind, oder hier untergekommen sind.

  2. Ich frag mich wie man sowas rechtsicher und zuverlässig ahnden will. Rumstehen in „unpassender“ Kleidung sollte kein Merkmal für einen Tatbestand sein, selbst winken als Merkmal heranzuziehen wäre absurd, bleibt nur noch das direkte ansprechen – dann ist die Sache klar. Ich kann die Stadt voll verstehen und finde es auch nicht gut. Aber die Allgemeinverfügung finde ich merkwürdig.

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