Gochsheim funkelt wieder

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Auch in ihrem fünften Jahr hat die Kraichtaler Schlossweihnacht nichts von ihrer Magie und ihrem Zauber verloren.

Samstagnachmittag am ersten Adventswochenende. Die Vorfreude steigt, als die Sonne über Kraichtal allmählich zu sinken beginnt. Himmel, in diesem Jahr ist bereits die Anreise zur Schlossweihnacht im alten Kraichtaler Stadtteil Gochsheim ein einziges Erlebnis. Mystisch wallender Nebel in den Kraichbachniederungen, als wir uns dem alten Städtchen mit seiner hoch gelegenen, imposanten Altstadt nähern – so schön, dass sich ein Dichter sicher davon hätte inspirieren lassen.

Der Nebel leckt an den alten Mauern, doch den Gassbuckel vermag er nicht hinaufzuklettern. Das Schloss, die alte Pfarrkirche, das Schulhaus, die gemeinsam die romantische Kulisse für die Kraichtaler Schlossweihnacht bilden, dürfen unverhüllt im Glanz der abertausend Lichter strahlen. Diese wunderbare mittelalterliche Kulisse, eingetaucht in ein tausendfaches Funkeln, lässt das Herz jedes Mal höher schlagen. Es ist ein Motiv, wie es früher unsere nostalgischen Adventskalender geziert hätte. Als uns ein kleines Schokolädchen oder auch nur ein Sprüchlein Tag für Tag noch genug war, ohne das ganze Brimborium, das heute darum gemacht wird.

Das bunte Karussell, die Stände, aus denen es aus heißen Töpfen oder von Feuerstellen dampft und duftet, der Bürgermeister, der als Weihnachtsmann mit reichlich künstlichem Bauch und schellender Glocke durch die Menge läuft, die Musik, die Stimmen der vielen fröhlichen Menschen. So soll sich ein Weihnachtsmarkt anfühlen, so und nicht anders.

Doch auch wenn das wie die Beschreibung eines Stilllebens klingen mag, ist das Geschehen auf der Schlossweihnacht breit gefächert und reicht von Ensembles wie dem Kinderchor MeOLa, dem Posaunenchor und dem Trompetenensemble der Musik- und Kunstschule über die Bands FLASH und Werner & Friends bis hin zu Christian Engel, Maja Hejl und Dejan Perica, ergänzt durch traditionelle Darbietungen von Karlheinz Leicht an der Harmonika und nicht zuletzt Sina Hildebrand an ihrer nostalgischen Drehorgel sowie den Vorlesestunden der Ölberg-Bücherei. Viele Namen, aber längst nicht alle, denn zum Gelingen eines solch schönen Weihnachtsmarktes braucht es viele engagierte Helferinnen und Helfer. Ihnen allen sei an dieser Stelle Dank gesagt für einen Markt, der auch in seinem fünften Jahr zu den Sternstunden der Kraichgauer Vorweihnachtszeit zählt.

3 Kommentare zu „Gochsheim funkelt wieder“

  1. Die BNN kann offenbar ihr Verbreitungsgebiet (Kraichtal-Gochsheim) nicht von Bayern (Gochsheim bei Schweinfurt) unterscheiden. Sehr Peinlich! Das nennt sich dann Lokaljournalismus!

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