Keine guten Nachrichten erreichen uns heute aus Oberderdingen. Die zur BLANC & FISCHER Group gehörende B.PRO-Gruppe wird ihre Industriesparte ENOXX im Verlauf des Jahres 2027 einstellen, das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Hintergrund seien anhaltende Verluste in der Sparte sowie gescheiterte Bemühungen, einen Käufer zu finden, wie die B-PRO näher ausführt. Von der Schließung betroffen sind rund 180 Beschäftigte am Standort Oberderdingen, deren Arbeitsplätze bis zur Schließung 2027 schrittweise wegfallen sollen.
B.PRO will sich künftig auf das strategische Kerngeschäft in der Speisenlogistik für Großküchen konzentrieren. Die Industriesparte ENOXX hatte aus Auslastungsgründen Edelstahlteile für verschiedene Industriezweige produziert, unter anderem für die Automobilindustrie. Dieses Geschäft sei seit längerer Zeit nicht mehr rentabel, wie das Unternehmen erklärt. Zusätzlich habe sich der altersbedingt störanfällige Maschinenpark zu einem wachsenden Risiko entwickelt. Eine notwendige Modernisierung würde Investitionen im zweistelligen Millionenbereich erfordern, die aus dem laufenden Geschäft nicht zu stemmen seien.
In den vergangenen Jahren habe die Unternehmensgruppe mehrere Ansätze geprüft, um ENOXX fortzuführen. Dazu zählten unter anderem eine organisatorische Neuaufstellung, ein Manufakturgeschäft mit Kleinstserien sowie Auftragsmontagen für die Küchengeräteindustrie. Zuletzt habe man intensiv nach Interessenten für eine Übernahme gesucht, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Diese Bemühungen seien jedoch ohne Erfolg geblieben, wie Frank Gfrörer, Sprecher des Vorstands der BLANC & FISCHER Group, in der Mitteilung erläutert.
Der angekündigte Stellenabbau soll nach Angaben des Unternehmens sozialverträglich gestaltet werden. Dazu habe man bereits Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen und der IG Metall aufgenommen. Konkretere Aussagen zum zeitlichen Ablauf sollen im zweiten Quartal 2026 möglich sein, sobald die Produktionsplanung der laufenden Kundenprojekte vorliege.
Parallel zur Schließung von ENOXX will B.PRO das Kerngeschäft in der Speisenlogistik neu ausrichten und dabei vor allem auf Effizienzsteigerungen und Automatisierung setzen.

Toll! Wieder ein Laden kaputt gewirtschaftet.
Die nötigen Investitionen für einen neuen Maschinenpark seien aus dem laufenden Geschäft nicht zu stemmen, heißt es.
Wo ist denn die Kohle der letzten Jahre hin?
Das auch Maschinen nicht ewig laufen ist seit deren Inbetriebnahme bekannt!
Die Dummen sind wieder die Arbeitnehmer!!!
Die nun genannten Gründe für die Schließung von ENOXX sind kein plötzliches Schicksal, sondern hausgemacht. Ein seit Jahren veralteter Maschinenpark, fehlende Investitionen und eine dauerhaft unklare strategische Ausrichtung sind Managementfehler – keine Überraschungen. Die Beschäftigten haben unter diesen Bedingungen dennoch geliefert, während notwendige Entscheidungen immer wieder vertagt wurden. Jetzt die wirtschaftliche Lage als alleinigen Grund vorzuschieben, greift zu kurz. Wer jahrelang nicht investiert und keine klare Perspektive entwickelt, darf sich über fehlende Rentabilität nicht wundern. Die Verantwortung dafür liegt nicht bei den Beschäftigten, sondern ganz klar bei der Unternehmensführung. Einfach traurig …
Selten ist ein Unternehmen an oder wegen seiner Belegschaft zu Grunde gegangen.
Was hier „zusammen gemanaged“ wird ist einfach nur unglaublich .
Und in der Politik das gleiche Spiel.
Und zahlen dafür dürfen die Kleinen!
Das und Neff ist erst der Anfang 😱
R.I.P. Kraichgau
Sozialverträglich heißt, dass der Steuerzahler zahlt es und die Gewinne haben die Entscheider ;). Asozial nenne ich das ….
Hier steckt nicht nur Missmanagement dahinter! EGO Blanco, Neff und viele andere mehr, Verlagern in den Osten, da die EU Förderungen die Polen, Slowenien, Rumänien usw. gewährt werden, die Mitnahmeeffekte der Großen Konzerne natürlich befeuern!
Wenn riesige Grundstücke für einen Neuwagenpreis angeboten werden und zusätzlich Steuererleichterungen durch die Staaten versprochen werden, sind dies willkommene Zusatzeinnahmen!
Leider schauen die Arbeitnehmer in Deutschland dabei in die Röhre und treiben die Menschen zu den Rattenfängern, siehe die aktuellen Wahlerumfragen und unsere Regierung steuert nicht dagegen!
Das ist das fatale an der ganzen Situation!
Die Rechnung bekommt der Steuerzahler !
Wir verstehen, dass das Thema viele Emotionen auslöst und bedanken uns für die lebhafte Diskussion. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir nur Kommentare freischalten können, die als persönliche Meinung formuliert sind und keine nicht überprüfbaren Tatsachenbehauptungen oder Unterstellungen enthalten. Eine sachliche, respektvolle Diskussion ist uns wichtig
Ich erinnere mich noch an die Neff Krise vor vielen Jahren. Damals war ich bei EGO beschäftigt und die Auswirkungen waren auch hier spürbar. EGO stellte viele Produkte für Neff her ! Nun haben die Töchter von Blanco auch Schwierigkeiten. Heute Umstrukturierungen genannt. Die dafür verantwortlichen Manager bekommen einen goldenen Handschlag und dann war’s das.