Ein Café für wirklich alle

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In der alten Flehinger Mühle entsteht ein außergewöhnliches Café, das Menschen miteinander verbinden soll.

Die alte Flehinger Mühle blickt auf eine lange Geschichte zurück. Früher wurden hier mächtige Baumstämme zersägt um Baumaterial für Häuslebauer, Schreiner und Tischler zu schaffen, bald bietet sie Menschen mit und ohne Behinderung einen Ort der Begegnung, des Austauschs und eine echte Perspektive an. Der 2018 gegründete Verein “Mühlwerk Sinneswandel” will in den Räumlichkeiten, die sich im Besitz des Sozialwerks Bethesda befinden, ein kleines und buntes Café eröffnen, in dem jeder willkommen ist. Doch nicht nur das… Dazu soll es eine offene Backstube geben, ein Erfahrungsfeld der Sinne und ein offenes Atelier. Dem Verein geht es um aktive und gelebte Inklusion und um Menschen mit Behinderung eine würdevolle gesellschaftliche Teilhabe auf Augenhöhe zu ermöglichen.

Herz und Seele des Mühlwerk Sinneswandel, dessen Name in jeglicher Hinsicht Programm ist, sind die Eheleute Manuela und Felix Rominski. Ihre gemeinsame Tochter wies schon in den ersten Jahren ihrer Kindheit Symptome einer neurologischen Entwicklungsstörung auf. Auf diese Weise lernten die Rominskis nicht nur andere betroffene Eltern, sondern auch Pädagogen,Therapeuten und weitere Wegbegleiter kennen, für die die Frage handfester, verlässlicher und erstrebenswerter Perspektiven in einem späteren Alltag ihrer Kinder zur Berufung wurde. Auch die gesellschaftliche Grundposition hatten die Gründer im Blick: Es fehlten Orte, an denen Menschen mit und ohne Behinderung einander begegnen können und berufliche Perspektiven für Behinderte, die sich nicht ohne weiteres klassischen, beruflichen Strukturen zuordnen lassen. Eine große Lücke die durch das Mühlwerk Sinneswandel geschlossen werden soll.

Der dadurch angestrebte, gesellschaftliche Sinneswandel bildet einen Teil des Namens, die Flehinger Mühle als Ort der Begegnung, den anderen. Das Café bietet in Kürze eine Anlaufstelle für wirklich alle. Beispielsweise für die Senioren, die im direkt neben der Mühle entstandenen Wohnpark ihren Lebensabend selbstbestimmt und gemeinschaftlich verbringen. Aber selbstverständlich auch für alle Menschen aus Oberderdingen oder der weiteren Umgebung. Hier im Café können Sie sich niederlassen, einen Schwatz halten, ins Gespräch kommen, sich austauschen, den eigenen Horizont erweitern und das gesellschaftliche Miteinander fördern. Ach ja, Kaffee und Kuchen gibt es natürlich auch :-)

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1 Gedanke zu „Ein Café für wirklich alle“

  1. Das ist eine sehr gute Idee, eine Frage würde es dort auch Glutenfreien Kuchen oder Gebäck geben?

Kommentare sind geschlossen.