Münzesheimer Martinskindergarten begibt sich auf andere Wege

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von Natascha Becker / Redaktion

„Manchmal muss man andere Wege gehen“, sagte Pfarrer Klaus Vogel zur Begrüßung aller kleinen und großen Gäste am Sonntagvormittag in der Münzesheimer Martinskirche. Und dieses Motto des Familiengottesdienstes sollte in noch vielschichtigerer Hinsicht von Bedeutung sein, als eigentlich geplant. 

Eigentlich hätte dieser Gottesdienst im schönen Außenbereich des Martinskindergartens als Startschuss für ein buntes Sommerfest dienen sollen. Doch dann kam die Hitze und die ErzieherInnen mussten einen anderen Weg wählen. Zunächst wurde der Gottesdienst in die vermeintlich kühleren Gemäuer der Kirche verlegt. Und Richtung Wochenende wurde klar, dass ein großes Fest mit Kindern, Eltern und Großeltern gar nicht würde stattfinden können. 

Andere Wege gingen dann auch die Kindergartenkinder in ihrem biblischen Theaterstück über die Heilung des Gelähmten. Jesus kommt in die Stadt und alle Menschen wollen ihn sehen. Es herrscht ein Riesengedränge in und um das Haus, in dem er zu Gast ist. Man erzählt von Wundern, die dieser Mann vollbringen soll. Ein Mann, der seine Beine nicht bewegen kann, verspürt ein winziges Fünkchen Hoffnung. Glücklicherweise hat er vier Freunde, die ihm versprechen ihn zu Jesus zu bringen. Aber mit ihrem Freund auf der Tragbahre ist kein Durchkommen möglich. Sie benötigen einen anderen Weg, um ihn zu Jesus zu bringen. Schließlich verschaffen sie sich Zugang über das Dach. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Jesus bittet den Mann aufzustehen und nach Hause zu gehen, was dieser dann auch ohne jegliche Hilfe tut. 

Die Martinscrew verabschiedet ihre Kapitänin

Und während auch die scheidende Leiterin des Martinskindergartens, Ingrid Motzer, ab sofort neue Wege gehen wird, die sie von Münzesheim nach Unteröwisheim führen werden, müssen sich die zurückbleibenden ErzieherInnen – liebevoll „Martinscrew“ genannt – ebenfalls mit einer neuen Leitung auf einen anderen Weg begeben. Ihre Wertschätzung für die Kapitänin brachte die Crew mit einem maßgeschneiderten Dankeslied zum Ausdruck, während Pfarrer Vogel im Namen des Trägers des Kindergartens herzliche Abschiedsworte äußerte: „Du hast den Martinskindergarten vor fünfeinhalb Jahren in einer schwierigen Situation übernommen und ihm in dieser kurzen Zeit einen hervorragenden Ruf auch außerhalb Kraichtals verschafft“, sagte er und ergänzte: „Man kann die neue Kita zu einer außergewöhnlichen Leitung nur beglückwünschen.“ 

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