Stadt Bruchsal appelliert an Radfahrer 

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 Brennpunkt Gehwege – Straßenverkehrsbehörde bezieht Stellung

Radfahrer die Fußgänger behindern oder gefährden? In Bruchsal offenbar ein Problem – so groß, dass die Stadt nun mit einem öffentlichen Appell reagiert. In der folgenden Pressemitteilung, die wir hier im Originalwortlaut veröffentlichen, mahnt die Verwaltung zu mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.

Mit steigenden Temperaturen gehen beim Ordnungsamt alljährlich Beschwerden über Radfahrende ein, die auf für den Radverkehr freigegebenen Gehwegen oder in der Fußgängerzone zu schnell unterwegs seien und hiermit den Fußgängerverkehr behindern oder gar gefährden würden. 

Dies zum Anlass nehmend möchte die Straßenverkehrsbehörde allen „Radlern“ in Erinnerung rufen, dass auf Gehwegen mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ das Radfahren zwar erlaubt, aber nicht vorgeschrieben ist. Wenn man sich für den freigegebenen Gehweg entscheidet, darf man diesen maximal mit Schrittgeschwindigkeit befahren. Dies gilt auch für freigegebene Fußgängerzonen. 

„Durch das Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ sind Radfahrende als Gast auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone zwar zugelassen; der Fußverkehr hat jedoch Vorrang und darf nicht behindert werden“, erläutert Nina Schüßler, zuständige Abteilungsleiterin des Ordnungsamtes. 

Insbesondere entlang der Uferpromenade entlang des Büchenauer Baggersees haben sich Beschwerdemeldungen bezüglich „rasender Radler“ auf dem für den Radverkehr freigegebenen Gehweg gehäuft. Hier teilen sich Fußgänger/-innen (Badegäste) und Radfahrende den begrenzten Raum entlang des Baggersees. Als besonders gefahrenträchtig wurde dem Ordnungsamt das Zusammentreffen von zu schnellen E-Bikern und Badegästen sowie auf der Liegewiese spielenden Kindern geschildert. Kollisionen können durch gegenseitige Rücksichtnahme und Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit der Radfahrenden verhindert werden. 

Die Straßenverkehrsbehörde appelliert daher gleichermaßen an Badegäste/ Fußgänger- und Radverkehr mit einer in der Straßenverkehrs-Ordnung verankerten Grundregel: Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. 

Pressemitteilung der Stadt Bruchsal vom 19. Mai 2026. 

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1 Kommentar zu „Stadt Bruchsal appelliert an Radfahrer “

  1. Ich bin ausschließlich rad fahrend in der Stadt unterwegs und kann dies alles nur bestätigen. Der Großteil der Radfahrer scheint zu glauben, dass durch die fehlenden Nummernschilder am Fahrrad man Narrenfreiheit hätte. Es wird gerast, gepöbelt und generell sich so verhalten als würde einem der ganze Planet gehören. Besonders auf Gehwegen in der Innenstadt wird in Geschwindigkeiten durch die Gegend geheizt als würden diese Leute Radrennen fahren. Der obligatorische Helm darf hierbei natürlich nicht fehlen, wo käme man denn hin wenn man irgendeinen Schaden durch sein Verhalten selbst nehmen würde? Es ist den Leuten also durchaus bewusst dass sie sich selbst und andere gefährden. Sie nehmen das scheinbar billigend in Kauf.
    Es ist erstaunlich dass die Stadt einen Appell veröffentlicht, als wäre sie eine nicht-weltliche Instanz wie die Kirche. An das Gewissen appellieren wenn es doch Möglichkeiten gibt dieses Verhalten einzuschränken? Wie üblich zieht man sich hier aus der Verantwortung.
    Hier offenbaren sich mehrere gesellschaftliche Probleme, obwohl es sich scheinbar hier nur um etwas Einfaches wie rüpelhafte Radfahrer handelt. Zu einem scheinen Einzelne so rücksichtslos geworden zu sein dass sie Verletzungen bei anderen in Kauf nehmen und glauben dass sie hierfür nicht belangt werden können da nicht wirklich erkennbar. Weiterhin haben wir es mit einem Staat zu tun bzw einer Stadt als ihrem Vertreter, der sich selbst und seine Ordnungsmacht aufgegeben hat und stattdessen halbherzig an das Gewissen von anderen appelliert. Möglicherweise sollte die Stadt Bruchsal ihre Elitetruppen vom Ordnungsamt auch für etwas anderes als nur für das Einziehen von zusätzlichen Gebühren, in Form von Strafzetteln für Falschparken, einsetzen? Die öffentliche Ordnung sollte nicht ausschließlich als Vorwand dafür dienen weitere Steuern und Abgaben zu erheben. (Ich selbst habe kein Auto und bin entsprechend auch nicht jemand der an das Allgemeinwohl appelliert und dabei nur an sich selbst denkt. Also kein mi-mi-mi).

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