Oberöwisheim bekommt einen neuen Tante Emma Laden

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Symbolbild maxmann / Pixabay

Metzgerei wird zu Gemischtwarenladen ausgebaut

Ganz früher war in Sachen Einkaufen auf dem Dorf die Welt noch in Ordnung. In jeder kleinen Gemeinde gab es einen Krämer, einen Kolonialwarenladen oder ähnliches. Von Metzgereien, Bäckereien oder Meiereien ganz zu schweigen… Doch dann brach die Ära der Supermärkte an und die kleinen Läden auf dem Dorf machten der Reihe nach zu – Dörfer ganz ohne jede Nahversorgung sind heute eher die Regel als die Ausnahme. Im kleinen Kraichtaler Teilort Oberöwisheim hat bisher noch Birgit Böser mit ihrem über 80 Jahre alten „Lädle“ die Stellung gehalten, doch fehlende Rentabilität und vielmehr noch ein fehlender Nachfolger  kündigten das Ende schon vor geraumer Zeit an.

Doch es gibt einen neuen Silberstreif am Horizont für alle die anstatt ferner Supermärkte auf lokales und nahes Einkaufen angewiesen sind. Die örtliche Metzgerei Deckinger will die Lücke, die durch den Wegfall von Bösers Laden entstanden ist bald schließen. Für ihr Projekt eines kleinen Gemischtwarenladens in Oberöwisheim hat sich die Familie um Fördergelder des LEADER – Programms beworben und nun zugesprochen bekommen. Damit will sie die Metzgerei umbauen und das Sortiment erweitern. Statt Fleisch und Wurst gibt es dann künftig auch Nudeln, Obst, Gemüse, Molkereiprodukte und vieles mehr. Die Deckingers setzen dabei auf ganz kurze Wege und Lieferketten und wollen alle Produkte direkt aus der Region beziehen. Wenn alles klappt, soll das neue „Owerroiser Lädle“ schon ab 2019 für seine Kundschaft da sein.

Last Emma Standing – Das Ende der kleinen Dorfläden

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