Oben wie Gold, unten wie Heimat

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Wer den einstigen Wigoldesberg bei Eichelberg besteigt, dem liegt der Kraichgau zu Füßen

Mitten im Sommer einen Berg zu besteigen? Das klingt nach einer schweißtreibenden Angelegenheit. Doch keine Sorge, die Berge im Kraichgau sind durchweg zu bewältigen und haben mit ihren wenigen hundert Höhenmetern nicht allzu viel auf dem sprichwörtlichen Buckel.

Der Aufstieg auf den Kapellenberg, an dessen Fuß das malerische Dorf Eichelberg liegt, ist tatsächlich auch für zartbesaitete Wanderer kein Problem. Vom Wanderparkplatz an der Landesstraße 551 aus, zieht sich ein asphaltierter Weg sanft ansteigend durch die Weinberge, bis hinauf auf den Gipfel bei 302 Metern über dem Meeresspiegel. Wer die kleine Michaelskapelle erreicht hat, darf sich bereits rühmen den Kapellenberg mit Bravour genommen zu haben.

In längst vergangenen Tagen trug der Kapellenberg den Namen Wigoldesberg, benannt nach dem einstigen Benediktinerkloster, das heute überall als Stifterhof bekannt ist. Von den beiden Bänken unter schattigen Bäumen neben der Michaelskapelle, bietet sich dem Wanderer ein atemberaubender und wunderschöner Blick über die sanften Hügel des Kraichgau. Da wäre zunächst natürlich der Östringer Stadtteil Eichelberg selbst, mit seinen vielen historischen Schmuckstücken. Zum Beispiel das Rathaus, welches noch auf Fundamenten von 1604 steht, die historische Kelter aus dem 16. Jahrhundert und nicht zuletzt die kleine Kirche St. Jakobus von 1711. Wer den Blick etwas weiter schweifen lässt, der sieht auch Odenheim und den markant aufragenden Turm von Sankt Michael im dichten Grün von Feldern und Wiesen aufragen.

Wer dem Höhenpfad auf dem Kapellenberg noch etwas weiter folgt, der trifft schließlich auf eine kleine, hölzerne Plattform namens Kraichgaublick. Wie der Name unschwer erahnen lässt, hat man von dieser Konstruktion aus einen völlig unverstellten Blick über weite Teile des Hügellandes und zudem durch den Picknicktisch in luftigen Höhen, den perfekten Platz für ein Galadinner unter freiem Himmel.

Von hier aus empfiehlt sich dann die Wanderung über den Greifenberg und sein ausladendes Stück Bannwald, in dem die Natur noch schalten, walten und wachsen kann wie sie es für richtig hält. Lassen Sie dazu einfach die Michaelskapelle links liegen und folgen Sie dem serpentinenartigen Weg, bis sie in das dichte Grün des Waldes eintauchen.

Hier wandern sie nun quasi auf der anderen Seite des Kapellenberges wieder Richtung Tal und steuern in Richtung der Landesstraße und damit übrigens auch der Grenze zum Rhein-Neckar-Kreis. Überqueren Sie vorsichtig die Straße, schlagen sie sich dann durch das kleine Stück Wald, so landen sie direkt auf dem gepflegten und herrlichen Rundgang des Erlebnisweges Hilsbacher Eichelberg. Auch dieser hält einige herrliche Aussichten, einen kleinen See und urtümlich gewachsene Eichenwälder für Sie parat.

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Ein Gedanke zu „Oben wie Gold, unten wie Heimat“

  1. Die Kapelle bildet ein gleichseitiges Dreieck mit der Michelsbergkapelle in Untergrombach und dem Kloster Maulbronn. Bei (sehr) gutem Wetter kann man wohl beide sehen.

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