Lockdown reloaded

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Ostern auf Sparflamme

Wäre der Lockdown ein Hollywood Blockbuster, so könnte man sich den Besuch dieser Fortsetzung im Kino sparen. Es passiert einfach nichts Neues, die Handlung kennen wir im Grunde alle schon. Die große Neuigkeit lautet im Grunde nur: Der Lockdown wird verlängert, dieses Mal bis zum 18. April. Was danach passiert? Wir wissen es nicht, haben anhand der letzten Teile dieser eher unbeliebten Filmreihe aber eine gewisse Vorahnung.

Da die dritte Welle der Pandemie sich gerade aufbäumt und im Begriff ist über das Land zu rollen, haben Bund und Länder beschlossen die Ostertage als eine Art Wellenbrecher zu nutzen. Deswegen gelten die Tage zwischen Gründonnerstag und Ostermontag als „erweiterte Ruhezeit“ in denen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weitgehend ruhen soll.

Hashtag #WirBleibenZuhause

In dieser Ruhezeit sind Ansammlungen im öffentlichen Raum gänzlich verboten, zudem werden private Treffen auf ein Minimum beschränkt. Das Rezept dafür kennen wir schon – nur Angehörige des eigenen Haushaltes und eine Person eines weiteren Haushaltes dürfen sich treffen. Die Anzahl der Erwachsenen ist dabei auf maximal fünf gedeckelt, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Das Einkaufen für die Ostertage sollten Sie am besten schon im Vorfeld erledigen. An den Feiertagen ist lediglich eine Öffnung der Supermärkte am Karsamstag vorgesehen. Viel brauchen Sie ja nicht, Besuch fällt ohnehin flach. Gottesdienste zu Ostern soll es keine geben, zumindest keine vor Ort. Solche Veranstaltungen sollten also digital durchgeführt werden.

Wichtig zu wissen: Die hier aufgeführten Beschlüsse, sind jene, die auf der Konferenz der Ministerpräsidenten zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erarbeitet wurden. Wie Baden-Württemberg die Regelungen umsetzen will, wird erst im Laufe des heutigen Dienstag ist auf einer Pressekonferenz des Staatsministeriums erläutert. Wir werden diesen Artikel dann entsprechend ergänzen

Auch wenn es vielleicht etwas schräg klingen mag, beschlossen wurde zudem, dass man das bereits Beschlossene auch umsetzt. Konkret geht es hierbei um das Ziehen der Notbremse in Regionen, in denen die 7-Tage-Inzidenz an mehreren Tagen hintereinander auf einen kritischen Wert von über 100 steigt. Für uns im Kraichgau schon fast kalter Kaffee, denn sowohl im Landkreis Karlsruhe, als auch im Landkreis Heilbronn sowie dem Rhein-Neckar-Kreis wurde diese Notbremse bereits gezogen und greift ab heute, beziehungsweise ab kommender Nacht.

Nichts wirklich Neues gibt es übrigens in Sachen Schulen oder Ferienreisen. Hier ist die Runde zu keinen maßgeblichen Entscheidungen gekommen. Sowohl an Schulen als auch an Kitas soll mehr getestet werden, ein Test ist zudem bei der Rückreise nach Deutschland notwendig, Urlaube im Inland sind weiterhin kein Thema – so die schmale Quintessenz der mehrstündigen Verhandlungen bis in die Nacht hinein.

Deutschland lässt also das gesellschaftliche Leben für weitere Wochen auf Sparflamme köcheln, vorerst bis zum 18. April. Das nächste Mal will sich die große Runde am 12. April zusammensetzen, was dann besprochen wird, wird sich selbstredend maßgeblich an der Entwicklung der Pandemie orientieren.

Alle Änderungen im Detail sowie weitere Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz finden Sie im offiziellen Beschlusspapier auf den Seiten der Bundesregierung zum Nachlesen.

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8 Gedanken zu „Lockdown reloaded“

  1. Ich weis schon was nach dem 18. April kommt, weiter geht die Chausse bis 28 Juni und irgendwann bis Ende des Jahres. Nur bekommen die Schwarzen bei den Wahlen zwischendurch eine Klatsche, die sie sich verdient haben !!!
    Die wieder steigende Zahl der positiv Getesteten wird ohne Zusammenhang präsentiert. Am unsinnigsten sind die Tageszahlen.
    Es kann sein, dass Behörden und einige Medien die Bevölkerung für eine dritte Welle rüsten möchten und die Lage deshalb auf keinen Fall beschönigen wollen. Die Bevölkerung soll für die Verlängerung fast aller Lockdown-Massnahmen Verständnis aufbringen. Dieses Anliegen mag berechtigt sein. Trotzdem aber hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, korrekt informiert zu werden.
    Ein schlechtes Beispiel sind die fast täglich verbreiteten «neuen Fälle». Selbst ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Epidemie informieren Medien und manchmal auch Behörden an Medienkonferenzen immer noch über die Fallzahlen, ohne sie mit der Menge der durchgeführten Tests zu vergleichen. Die nötigen Daten sind auf Webseiten der Behörden und Medien durchaus zu finden, aber man stellt sie nur selten in einen Zusammenhang.
    Zum gegenwärtig häufig zitierten «starken Anstieg der Fälle unter den Jungen» meinte ETH-Professorin Tania Stadler, Mathematikerin und Mitglied der Task Force, in der Sonntags-Zeitung: «Wir wissen einfach nicht, ob die hohen Fallzahlen bei dieser Altersgruppe mit den häufigeren Tests zu tun haben, oder ob sich diese Altersgruppe momentan wirklich häufiger ansteckt.»

  2. Langsam kann man nur noch lachen..sich totlachen. Denn das ist nicht zu glauben. Über ein Jahr wird rumgeeiert und nichts klappt. Das virus kann sich so lange gar nicht halten. Das geht gar nicht. Habe durch meine Tätigkeit beim DRK und auch Auslands Erfahrung einiges erfahren. Also x vor u klappt nicht. Es wird Zeit das mal alle aufwachen und handeln. Unser Land geht kaputt und es wird hingenommen. Schmidt Brandt und co würden sich im Grab umdrehen wenn sie das sehen würden. Unsete kinder Urenkel und co werden für diese scheisse die jetzt fabriziert wird bezahlen müssen. Wie armselig wie armselig……..

  3. Usw. Usw…how long..wieviele Jahre wird es noch dauern??????die Frage stellt sich denn wie Merkel meint wir sind am Anfang..von was bitte schön…solange hält sich kein virus..mein Cousin ist Virologe.

  4. Die Zahlen sind schon vor den Lockerungen wieder langsam gestiegen, da kamen doch die Lockerungen vor 2 Wochen gerade recht.
    Jetzt muss keiner dieser Politikdarsteller erklären, warum der Lockdown nicht so funktioniert hat, wie man sich das vorgestellt hat, sondern kann den momentanen Anstieg einfach mit den Lockerungen erklären (die eigentlich erst ab jetzt überhaupt Einfluss nehmen dürften!).

    Es gab einen sprunghaften Anstieg in den Infektionszahlen am 10. März. Seit dem 8. März werden Schnelltests überall verkauft und bei einem pos. Schnelltest ist ein PCR-Test empfohlen … wie könnte man da auch nur auf die Idee kommen, einen kausalen Zusammenhang zu sehen. Nein, das vermehrte Testen hat mit den gestiegenen Zahlen rein gar nichts zu tun! (Ironie off!)
    Hätte man die Zahlen erhoben, wäre sicher auch rausgekommen, dass ein ganz großer Anteil, der dabei entdeckten Infektionen komplett symptomlos verlaufen ist (und wie ansteckend diese Personen dann überhaupt sind, wollen unsere Politikschauspieler leider auch nicht wissen, weil ihr komplettes Angst- und Panikkonstrukt dann einfach in sich zusammenfallen würde!)

    Wenn man schon liest „die Zahl der Neuinfektionen“ … 1. sind die Zahlen nicht tagaktuell und 2. kann keiner sagen, wie neu die Infektion ist oder ob sie bereits am Abklingen ist – das gibt der PCR-Test gar nicht her ….

    Hauptsache wir haben wieder einen neuen/alten Hashtag … ja mit „WirbleibenzuHause“ bekommt man die Leute. Diese ganze Entschleunigung tut ja auch gut – verordnete Wellness.
    Damit hat man vor einem Jahr die Menschen getäuscht und jetzt werden hoffentlich viele auf die Barrikaden gehen!

    Ich hoffe auf zivilen Ungehorsam, wo immer es den Menschen möglich ist!
    #IhrKönntMichMal

  5. Das ist ein guter Kommentar. Bravo..Feierabend mit dem rumeiern. Ein Jahr schauspiel reicht. Wir brauchen kein Theater mehr die Augsburger Puppenkiste haben wir jeden Tag vor uns. Aufwachen bitte wach werden es wird Zeit. Inmer mehr Leute stehen vor dem Aus. Ein Alptraum…….

  6. Kann bitte jemand den Namen und die Ausbildungsstätte dieses Virologie Cousins veröffentlichen, der behauptet, dass kein Virus sich so lange hält???? Ich jedenfalls habe umgekehrt noch von keinem Virus gehört, das sich einfach in Luft aufgelöst hat, nur weil man keine Lust mehr drauf hat… Im Moment hat kein Land dieser Erde ein wirkliches Mittel gegen Corona außer zu Hause bleiben. Impfen noch, aber stimmt , das kommt für Querdenker ja auch nicht in Frage…. Und dass sich alle 180 Länder dieser Erde einig sind, um die Bevölkerung zu unterjochen,wäre echt das erste Mal in der Geschichte.

  7. Wer kann zu Hause bleiben …soll ich als Fernfahrer mit einem matchbox Lkw in der Wohnung hin und her fahren. Wenn das ginge wäre toll..

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