Kriminalitätsbelastung in Östringen weiterhin rückläufig 

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Zwei Unfalltote trüben die Statistik zum Verkehrsgeschehen des Vorjahrs

Von Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

In Östringen bewegt sich die Kriminalitätsrate insbesondere auch im Vergleich mit den für das Land, den Landkreis und auch für die Nachbarkommunen verfügbaren Daten weiter auf einem erfreulich niedrigem Niveau, darüber konnten jetzt Revierleiterin Pamela Pott vom Polizeirevier Bad Schönborn sowie Postenführer Jan Krätzel vom Polizeiposten Östringen bei der zurückliegenden Sitzung des Gemeinderats der Kraichgaustadt informieren.

Wie Pott bekanntgab, waren von der Polizei im Jahr 2025 in Östringen 362 Straftaten zu bearbeiten, somit 13 Delikte weniger als in den vorangegangenen zwölf Monaten und sogar 32 weniger als im Jahr 2023.

Die sogenannte Häufigkeitszahl, eine statistische Kenngröße, mit der die Anzahl der in den verschiedenen Städten und Gemeinden erfassten Straftaten auf 100.000 Einwohner hochgerechnet und damit vergleichbar gemacht wird, ist nach den Angaben von Revierleiterin Pott in Östringen zuletzt nochmals deutlich gesunken und hat mit 2.691 nun wiederum einen neuen Tiefstand erreicht. Dazu im Vergleich ist innerhalb des Einzugsgebiets des Polizeireviers Bad Schönborn für Kronau eine etwas niedrigere Häufigkeitszahl registriert, während die dementsprechenden Werte für Bad Schönborn, Ubstadt-Weiher sowie auch Kraichtal und ebenso diejenigen des Landes (4.902) sowie des Landkreises Karlsruhe (3.452) mehr oder weniger deutlich über der für Östringen ermittelten Kennzahl liegen. 

„Im kreisweiten Vergleich steht ihre Stadt bei der Häufigkeitszahl weiterhin sehr gut da“, konstatierte Revierleiterin Pott in ihrer vergleichenden Analyse bei der Sitzung des Östringer Gemeinderats.

Die Anzahl der in der Polizeistatistik erfassten Diebstähle in der Stadt Östringen ist 2025 mit 82 Fällen gegenüber den vorangehenden Jahren nochmals zurückgegangen; 2023 hatte die Polizei noch 114 Zugriffe von Langfingern und 2024 insgesamt 87 dementsprechende Delikte zu bearbeiten.

Bei den sogenannten Rohheitsdelikten, darunter fallen nach den Vorgaben für die polizeiliche Kriminalstatistik Raub, räuberische Erpressung, Körperverletzung sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit wie beispielsweise Nötigung, wurden in der Stadt Östringen 2025 insgesamt 82 Fälle aktenkundig – gegenüber 73 im Jahr 2024. Wie Revierleiterin Pott  berichten konnte, lag die Aufklärungsquote bei dieser Kategorie von Straftaten mit 92,7 Prozent zuletzt weiterhin erfreulich hoch.

Pott informiere außerdem, dass von der Polizei 2025 in Östringen keine „Straftaten gegen das Leben“ im Sinne des Strafgesetzbuchs bearbeitet werden mussten – darunter fallen beispielsweise Mord, Totschlag und fahrlässige Tötung. 

Im vorigen Jahr wurden in Östringen 13 Wohnungseinbruchsdiebstähle angezeigt, für die von der Polizei der beispielsweise durch die Entwendung von Schmuck oder Bargeld entstandene Schaden nun mit insgesamt rund 18.000 Euro beziffert wurde. Für 2024 waren 10 dementsprechende Vorfälle in der Östringer Kriminalstatistik erfasst, bei denen allerdings ein ungleich höherer Gesamtschaden von etwa 173.000 Euro vermerkt ist. 

Rückläufig waren in Östringen zuletzt auch die Sachbeschädigungen. Nachdem 2024 noch bei 48 dementsprechenden Delikten zu ermitteln war, ging dieser Wert 2025 auf 38 Fälle zurück.

Eine ähnliche Tendenz ist auch bei Vermögens- und Fälschungsdelikten ersichtlich, die unter anderem auch Betrugsstraftaten im Internet erfassen und die im Jahresvergleich von 77 auf 64 Fälle zurückgingen.

Bei insgesamt 18 angezeigten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung konnten, wie Revierleiterin Pott berichtete, alle Fälle aufgeklärt werden. Pott erläuterte ergänzend, dass in diese Kategorie von Straftaten unter anderem auch das unstatthafte Posten von Fotos in sozialen Netzwerken fällt, außerdem Fälle von sexueller Belästigung durch unsittliche Berührung oder das Verbreiten von kinderpornografischem Material.

Über das Unfallgeschehen des Vorjahres in der Stadt Östringen informierte bei der Sitzung des Gemeinderats Polizeioberkommissar Jan Krätzel, der noch bis zum Herbst den örtlichen Polizeiposten leitet.

In der Kernstadt sowie in Odenheim, Eichelberg und Tiefenbach wurden 2025 insgesamt 296 Unfälle registriert, davon 19 mit Personenschaden. Zum Vergleich: 2024 waren noch 330 Karambolagen im Straßenverkehr erfasst worden, was einem Rückgang von 10,3 Prozent entspricht. Jeweils ein Todesopfer war im letzten Jahr allerdings bei einem Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Leichtkraftradfahrers auf der Kreisstraße 3517 zwischen Eichelberg und Odenheim sowie beim Zusammenprall von zwei Kraftfahrzeugen im Gegenverkehr auf der Landesstraße 635 zwischen Östringen und der Siedlung Ulrichsbruch zu beklagen.

Für alle Östringer Stadtteile gilt nach den Einschätzungen der Polizei, dass sich aus der Unfallstatistik unter Berücksichtigung der jeweiligen Verkehrsbelastung keine besonderen „Unfallschwerpunkte“ oder sogenannte „Unfallhäufungsstellen“ ableiten lassen.

Bürgermeister Felix Geider nutzte nun die Gelegenheit der Berichterstattung über die Kriminalitäts- und Unfallentwicklung des Jahres 2025 in der Stadt Östringen dazu, unter dem Beifall der Mitglieder des Gemeinderats Revierleiterin Pott und Postenführer Krätzel stellvertretend für alle Beamtinnen und Beamten des Polizeireviers und des Polizeipostens nachdrücklich Dank zu sagen für ihren engagierten Dienst und auch für das vertrauensvolle Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung.    

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