Invasive Ameisenart in Sinsheim aufgetaucht

|

Stadt versucht Ausbreitung entgegenzutreten

Sinsheim geht verstärkt gegen die Ausbreitung der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum, auch bekannt als Große Drüsenameise, vor. Wie die Stadt Sinsheim in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde eine Fachfirma mit der Bekämpfung der Insekten auf öffentlichen Flächen beauftragt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die dynamische Ausbreitung einzudämmen und Beschädigungen an der öffentlichen Infrastruktur zu verhindern.

Gefahr für Infrastruktur und Gebäude

Obwohl die Bezeichnung „Große Drüsenameise“ vermuten lässt, dass es sich um ein auffällig großes Insekt handelt, messen die einzelnen Tiere lediglich zwei bis fünf Millimeter. Innerhalb einer Kolonie variiert die Körpergröße der Ameisen allerdings stark. Die tatsächliche Gefahr geht von den großflächigen Nestern der Tiere aus: Diese können massive Schäden an Wegen, Plätzen sowie technischen Anlagen verursachen.

Auf privaten Grundstücken liegt die Verantwortung zur Bekämpfung bei den jeweiligen Eigentümern. Da sich die Nester jedoch häufig über mehrere Parzellen erstrecken, betont die Stadtverwaltung, dass ein erfolgreiches Vorgehen nur durch abgestimmtes Handeln betroffener Nachbarn und unter Einbindung von Fachfirmen möglich ist.

Merkmale und Vorgehen bei Befall

Zur eindeutigen Bestimmung stellt die Stadt Sinsheim eine Reihe von Erkennungsmerkmalen bereit. Typisch für einen Befall durch Tapinoma magnum sind komplett schwarze Ameisen unterschiedlicher Größe innerhalb derselben Kolonie, breite und mehrspurige Ameisenstraßen auf Stein- oder Wandflächen sowie auffällig viel Auswurf von Erdreich an den Nestern. Zudem zeigen die Tiere ein aggressives Verhalten bei Störungen, beißen schnell und verströmen bei Reizung einen ranzigen Geruch.

Bürgerinnen und Bürger, bei denen diese Merkmale zutreffen, werden gebeten, sich an das Amt für Infrastruktur (Abteilung Tiefbau) unter der E-Mail-Adresse tiefbau@sinsheim.de zu wenden. Ausführlichere Informationen zur Insektenart stellt zudem das Umweltbundesamt auf seiner Website bereit.

Weitere invasive Arten im Stadtgebiet

Neben der Großen Drüsenameise behält die Stadt Sinsheim noch weitere invasive Spezies im Blick, bei denen aktuell jedoch kein akuter städtischer Handlungsbedarf besteht:

  • Asiatische Hornisse: Zurzeit liegt keine ungewöhnliche Häufung von Sichtungen vor. Funde von Nestern auf Privatgrundstücken können dem Imkerverein Sinsheim oder online über entsprechende Meldeportale mitgeteilt werden.
  • Asiatische Tigermücke: Die Ausbreitung der wärmeliebenden Stechmücke wird beobachtet, ein Handlungsbedarf besteht momentan nicht.
  • Japankäfer: Der Pflanzenschädling ist im Stadtgebiet bisher nicht präsent und wird weiterhin intensiv überwacht.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Liebe Leser/innen, bevor Sie nun Ihren Kommentar absetzen, hier noch ein paar kurze Hinweise: Unsere Kommentarspalte ist nicht die Bruddelecke. Konstruktive und reflektierte Meinungen sind uns willkommen, Gemotze ohne Substanz dagegen nicht. Bleiben Sie fair, bleiben sie freundlich. Beleidigungen, Herabwürdigungen, überzogene Polemik oder unbelegte Behauptungen / Unterstellungen werden von uns weder veröffentlicht noch gibt es eine Diskussion darüber. Danke! Zum Datenschutz: Wir speichern über die von Ihnen übermittelten Angaben weder personenbezogene Daten oder IP-Adressen, noch werden Cookies gesetzt. Weitere Informationen finden sie in unserer Datenschutzerklärung