Im Tal der stillen Steine

Das Pfaffenloch ist ein ganz besonderer Ort

Den Bruchsaler Rotenberg mit seinen unzähligen Hohlwegen zu erkunden ist ein ganz besonderes Vergnügen. Wenn der auswärtige Wanderer von einem natürlich gewachsenen Tunell aus Erde, Wurzeln, Blättern, Zweigen und Lös verschluckt wird, kommt er oft aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einer dieser Hohlwege hat ein ganz besonderes Geheimnis zu bieten! Folgt man ihm eine Weile durch seine Windungen öffnet sich an seiner Seite ein kleiner Durchlass, der wegen des dichten Gestrüpps davor leicht übersehen werden kann. Hat man sich durch den schmalen Pfad gekämpft, öffnet sich vor einem ein wunderschönes Tal, dessen Seiten von großen und vielen Metern hohen Felsenhängen eingerahmt werden. Man bleibt unwillkürlich stehen und bemerkt sofort die Stille, die hier allgegenwärtig ist. Wie eine Kathedrale wirkt das Gebilde aus wilden Steinen, sanft geschwungenen Hügeln und struppigem Buschwerk.

Das Naturdenkmal Pfaffenloch ist ein alter, aufgelassener Steinbruch der großen Schmetterlingen, Eidechsen, Salamandern und Schlingnattern ein geschütztes Zuhaue bietet. Um das Gelände im Sommer nicht zuwuchern zu lassen, lässt der nahe Calla Hof in den Sommermonaten hier seine Robustrinder weiden. Nach längeren feuchten Phasen, erwachen die vielen kleinen Tümpel in den Senken zu neuem Leben, auch das Wasser aus der nahen Pfaffenlochhohle wird direkt hier hin geleitet und ermöglicht so eine faszinierende Artenvielfalt in dem seit 1993 als Naturdenkmal ausgewiesenen Gebiet. Doch abseits aller ökologischen Vorteile weiß das Tal der stillen Steine auch auf anderer Ebene in seinen Bann zu ziehen. Wer hier durchwandert oder kurz auf einem der mächtigen Felsbrocken Platz nimmt, der findet die absolute Ruhe – sowohl im Äußeren und mit etwas Glück und Zeit auch im Inneren.

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