Große Grippewelle rollt heran – Kraichgauer Kliniken arbeiten am Limit

Notstand in der Fürst-Stirum-Klinik - So schlimm war die Grippewelle wirklich
Eingang der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal

Noch steht die Ampel auf Gelb – so lässt sich die derzeitige Anspannung an den beiden RKH Kliniken im Landkreis Karlsruhe am besten zusammenfassen. Doch die Grippewelle 2019 ist gerade erst im Begriff richtig Fahrt aufzunehmen, die Ampel könnte also auch sehr schnell auf Rot springen. In diesem Fall käme es in absehbarer Zeit zu Engpässen in der medizinischen Versorgung, sowohl an der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal als auch an der Rechbergklinik in Bretten. Regionaldirektorin Susanne Jansen von der RKH hat wegen der angespannten Situation nun eine Task-Force gegründet um für die kommenden Tage gewappnet zu sein. Mehr dazu in der Pressemitteilung der RKH:

Längere Wartezeiten und Terminabsagen

Die aktuelle Grippewelle hat zwischenzeitlich ein Ausmaß erreicht, das in den RKH Klinken des Landkreises Karlsruhe eine geordnete Patientenversorgung zunehmend erschwert. Sowohl in der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal als auch in der RKH Rechbergklinik Bretten mussten heute Maßnahmen ergriffen werden, um die benötigten Bettenkapazitäten sicherstellen zu können. Die von Regionaldirektorin Susanne Jansen einberufene Klinik-Taskforce arbeitet in enger Abstimmung mit den medizinisch und pflegerisch Verantwortlichen aller Fachgebiete und beider Standorte mit Hochdruck daran, eine adäquate Patientenversorgung aufrecht zu erhalten.

Bald einsatzbereit – Die neue Rechbergklinik Bretten

So werden Patienten kurzfristig entlassen – selbstverständlich nur, wenn die Entlassung medizinisch vertretbar ist. Außerdem werden geplante Untersuchungen und Operationen möglicherweise kurzfristig verschoben und interne Verlegungen vorgenommen, um genügend Überwachungs- und Intensivbetten vorhalten zu können.

Das ärztliche und pflegerische Personal arbeitet mit großem Einsatz und wird teilweise selbst von der Grippewelle erfasst. Die Klinikleitung bittet die Patienten, Angehörigen und niedergelassenen Ärzte um Verständnis für die angespannte Situation. In einer solchen Ausnahmesituation müssen sich die Ärzte primär auf diejenigen Patienten konzentrieren, die dringend einer stationären Versorgung bedürfen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der ohnehin schon mehrstündigen Wartezeiten und auch im Hinblick auf eine drohende Ansteckungsgefahr wird die Bevölkerung gebeten, die Zentralen Notaufnahmen in der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal und der RKH Rechbergklinik Bretten nur in absolut dringenden Fällen aufzusuchen.

Aus dem Archiv: So schlimm war die Grippewelle im letzten Jahr

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