Die Auferstehung des Burgermeisters

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Ende gut, Feldengut – Alex ist zurück

“Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben” – mit diesen berühmten Worten hat schon Johann Wolfgang von Goethe vor mehreren hundert Jahren die Erbarmungslosigkeit des Schicksals treffend definiert. Mit dem Schicksal kennt sich auch Alexander Feldengut aus Bruchsal trefflich aus – wenngleich er auf diese Erfahrung gerne verzichtet hätte. In seinem Fall brach das Schicksal in einer kühlen Frühlingsnacht im März 2017 über ihn herein. Durch einen technischen Defekt entflammte in seinem Grillrestaurant am Rande Helmsheim in den frühen Morgenstunden ein Feuer und vernichtete innerhalb kürzester Zeit alles was Alex sich in den Jahren zuvor aufgebaut hatte. Danach fiel der junge Unternehmer erst einmal in ein Loch und zog sich eine Weile vom Rest der Welt zurück.

Ein paar Monate später warf Alex aber wieder seinen Grill an und begann auf Festen und Feiern hier und da das Catering zu übernehmen. Das Grillen ist ohnehin seine große Leidenschaft, auch in seiner Freizeit experimentiert er in seiner eigenen Feldküche mit neuen Garmethoden, Fleischsorten, Rezepten, Marinaden, Kniffs und Tricks aus der ganzen Welt. Noch bevor die letzten Reste der verkohlten Überbleibsel des alten Feldenguts-Restaurants fortgeschafft waren, stand Alex schon bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder davor und verkaufte seine berühmten Ribs an fast jedem Freitag an treue Fans.

So viel Spaß ihm der traditionelle Rib-Friday oder das Catering aber auch machen, der Traum von einem eigenen Restaurant hat ihn niemals losgelassen. Nach langer Suche, vielen Gesprächen, Ideen und Monaten der Planung ist dieser Traum nun Wirklichkeit geworden. Vor wenigen Tagen eröffnete in den ehemaligen Räumlichkeiten des Gemüseladens Rompel am Bruchsaler Kübelmarkt, Alex nagelneue “Feldenguts Brasserie”. Die Räumlichkeiten direkt am Saalbach, in dem die älteren Bruchsaler auch schon eine Meierei zu verorten wussten, bieten gerade einmal knapp 30 Sitzplätze, wobei im Außenbereich noch weitere 80 hinzukommen. Die räumlichen Dimensionen des alten Feldenguts 1190 in Helmsheim erreicht die neue Brasserie also nicht, wohl aber die gewohnte Qualität und die dahinter stehende Philosophie. Alles selbstgemacht, alles aus der Region – das war und ist Alex Credo. Das Fleisch kommt von seinem örtlichen Metzger, die Burger-Brötchen vom Bäcker Isenmann aus Bruchsal, das Bier aus dem Brauhaus Walhall gegenüber und der Kaffee aus dem Phoenix Café in Bruchsal.

Die Karte dürfte den alten Feldenguts-Fans bekannt vorkommen, wenngleich auch die Steaks nur noch hin und wieder als vorübergehende Specials zu haben sind – das ganze, alte Arsenal gibt die kleine Küche am Kübelmarkt einfach nicht her. Neu dazugekommen sind dafür aber die in Buttermilch eingelegten Fried Chicken Sticks, deren Rezept Alex selbst ausgetüftelt hat. Spoiler: Vor seinem Comeback steht auch der etwa 30 cm hohe Kult-Burger Smokey, der gleich drei verschiedene Sorten Fleisch beinhaltet und uns bei unserem Praxistest schon 2016 schwer beeindruckt hat.

Wer in der Brasserie zu Gast sein möchte, der hat die Wahl direkt auf dem Kübelmarkt Platz zu nehmen, an den wenigen Tischen in den Innenräumen oder in absehbarer Zeit auch auf der dem Saalbach zugewandten Bachterrasse. Bedingt durch die Corona-Krise, stehen derzeit nur etwa die Hälfte der vorhandenen Sitzplätze zur Verfügung – eine Reservierung Macht von daher in jedem Fall Sinn.

Übrigens: Die sich aufdrängende Frage, ob bei diesen wenigen Plätzen sich für Alex derzeit ein Betrieb der kleinen, neuen Gastronomie lohnt, hat sich für ihn bisher zu keinem Zeitpunkt gestellt. “Für mich würde sich das sogar rechnen, wenn ich finanziell drauflegen würde” sagt Alex überzeugt und fügt hinzu: “Endlich wieder unter Menschen, endlich wieder grillen”. Dass er langfristig tatsächlich drauflegen muss, gilt unserer Einschätzung nach aber eher als unwahrscheinlich. Leere Stühle oder Tische fand man im alten “Feldenguts 1190” ausschließlich in der Nacht, während der Laden geschlossen hatte.

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