Ausflugstipp: Der Europapark im Winter

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Gemütlicher und entspannter als in der Sommerzeit

Welches Kind und welcher Erwachsener kennt ihn nicht – den gigantischen Europapark im südbadischen Rust bei Freiburg. Schon als ich ein kleiner Junge war, hat sich mein Vater Jahr für Jahr dem logistischen Großunternehmen verschrieben, meine vier Geschwister und mich ins Bussl zu setzen und jeden Sommer die 150 Kilometer gen Süden zu fahren. Damals war dieses Unterfangen aber noch recht überschaubar und die Grundfläche des Parks tatsächlich noch an einem Tag zu bewältigen. Die Tradition dieses Familienausfluges endete mit dem sukzessiven Eintritt von uns Kids in die Pubertät, etwa zu jener Zeit als im Europapark mit dem Eurosat 1989 die damals spektakuläre Achterbahn im Dunkeln den Betrieb aufnahm.

Lange Zeit habe ich den Park danach aus den Augen verloren und von dessen weiterem Wachstum nicht viel mitbekommen. Erst als im vergangenen Jahr meine einstige Lieblings-Attraktion, die Piraten von Batavia niederbrannte, habe ich beschlossen – mittlerweile selbst als Vater – einmal wieder den Europapark zu besuchen. Dieses Mal wählte ich aber die Wintersaison und nicht wie bisher die Ferienzeit mitten im Sommer. Seien wir ehrlich, im Sommer braucht man Nerven wie Stahlseile um im Europapark mit Kindern an der Hand nicht den Überblick zu verlieren. An schönen Tagen platzt der Park trotz seiner imposanten Größe aus allen Nähten und Wartezeiten an den Hauptattraktionen von mitunter mehreren Stunden sind keine Seltenheit. Weil meine Tochter mit schnellen Fahrgeschäften und Achterbahnen nicht viel anzufangen weiß, sind wir nun während der Wintersaison nach Rust gefahren und waren schlichtweg begeistert.

Anders als im Sommer sind im Winter – vor allem in den Zeiten bevor die Schulen in Deutschland und dem benachbarten Frankreich ferienbedingt schließen – nicht übermäßig viele Besucher im Park unterwegs. Stattdessen findet man sich in einem echten weihnachtlichen Winterwunderland wieder. Tausende Lichter und Weihnachtsbäume sorgen für eine einzigartige Atmosphäre, die wirklich unter die Haut geht. Überall kokeln Schwedenfackeln vor sich hin und verströmen einen urigen Räucherduft im ganzen Park. Besonders nach Einbruch der Dunkelheit, entfaltet das Zusammenspiel aus Licht und Duft seine ganz besondere Wirkung – dann ist es im Europapark genauso kitschig schön, wie man es aus der alljährlichen Coca-Cola Weihnachtswerbung kennt.

Die Restaurants und Snackbars bieten weihnachtliche Gerichte an, im deutschen Themenpark wartet ein großer Weihnachtsmarkt auf die Besucher und auch die Darbietungen in den verschiedenen Show-Palästen sind winterlich bzw weihnachtlich ausgerichtet. Auch der Preis fällt in der Wintersaison deutlich niedriger aus, als zu regulären Zeiten. Das Winterabend-Ticket ab 16 Uhr schlägt beispielsweise nur noch mit knapp 25 € für einen Erwachsenen und knapp 20 € für ein Kind zu Buche.

Ein Wehrmutstropfen, der sich aber allgemeinverständlich erklären dürfte, muss aber natürlich erwähnt werden. Nicht alle Attraktionen haben während der Wintersaison geöffnet. Wegen der niedrigen Temperaturen können Fahrgeschäfte in und am Wasser ebensowenig betrieben werden, wie die großen Freiluft Achterbahnen.

Alle die den Europapark einmal wieder erleben, den großen Trubel im Sommer aber meiden wollen, sei die derzeitige Winterzeit im Europapark in jedem Fall ans Herz gelegt. Der Europa-Park ist in der Wintersaison noch bis Montag, 06. Januar 2020 und weiter von Samstag, 11. Januar 2020 bis Sonntag, 12. Januar 2020 (außer 24. und 25. Dezember) geöffnet.

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