Ausbreitung von Nutrias im Landkreis Heilbronn

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In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Nutrias im Landkreis Heilbronn wie auch im Rest des Landes angestiegen.

Die ursprünglich aus Südamerika stammende Art, auch als „Sumpfbiber“ bekannt, wurde durch den Menschen eingeführt und kommt seit dem 20. Jahrhundert auch wildlebend in Deutschland vor. In Baden-Württemberg liegen die Verbreitungsschwerpunkte noch im Kraichgau, in der Rheinebene und am Bodensee. „Mit einer weiteren Zunahme des Bestandes ist zu rechnen“, sagt Kai Hagenbruch, Wildtierbeauftragter des Landkreises Heilbronn.

Auch wenn es dem heimischen Biber sehr ähnlich sieht, gibt es doch Unterscheidungsmerkmale. So ist beispielsweise der Schwanz des Nutria rund und fast unbehaart, während er beim Biber breit und platt ist.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht aber insbesondere in der Auswirkung auf die Umwelt. 

Da das Nutria negativen Einfluss auf die heimische Artenvielfalt nimmt, ist es von der Europäischen Union als invasive gebietsfremde Art eingestuft worden. Dies kann sich sowohl durch Fraß an wertvoller Unterwasser- und Ufervegetation, Muscheln oder auch Wühlschäden an Dämmen, Deichen und unter Straßen äußern, erläutert der Wildtierbeauftragte. Krankheitserreger wie Salmonellen oder Streptokokken können durch die Tiere ebenfalls übertragen werden. Um dem entgegenzuwirken, hat sich besonders die konsequente Bejagung unter anderem mithilfe von Fallen bewährt.

Die Bemühungen, Schäden durch Nutrias einzudämmen, kann aber jeder unterstützen. „Wichtigster Beitrag ist es, die Tiere nicht zu füttern“, betont Hagenbruch. „Insbesondere in Gebieten mit sonst eher geringem Nahrungsangebot erhöht das Füttern mit Brot oder Gemüseresten nachweislich die Zahl der Tiere und untergräbt so das Bestreben, die Ausbreitung einzudämmen.“

Eine Mitteilung des Landkreises Heilbronn

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8 Kommentare zu „Ausbreitung von Nutrias im Landkreis Heilbronn“

  1. Soll wie Kaninchen schmecken. Würde mich also gerne dem Bestreben die Aubreitung einzudämmen anschließen:

    „Oft wird der Geschmack ähnlich wie Hühnchen oder Kaninchen beschrieben. Das Fleisch sei nur noch zarter, das Fett hingegen könnte tranig schmecken.“

  2. Nein Gremlins sind böse, bissige, Biester, nie niedlichen heißen Mogwais …
    Solange niemand die Nutrias nach Mitternacht füttert, sollten wir sicher sein :)

  3. Himmel, stimmt ja, du hast recht. 1984 ist aber auch schon wirklich verdammt lang her

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