Nirgendwo lodert und brennt der Herbst schöner als am Hardtsee in Ubstadt-Weiher.
Sommerferien 2026 in Ubstadt-Weiher: Ein heißer Julitag. Während die Temperaturen weit über 35 °C liegen, liegt ganz Ubstadt-Weiher am Hardtsee-Strand, einer der wenigen Orte im Kleeblatt, an denen sich eine solche Hitze adäquat ertragen lässt. An manchen Tagen kann es hier richtig voll werden, speziell dann, wenn Hitze auf Ferien oder Feiertage trifft. Dann findet sich am eigentlich so weitläufigen Strand des Freizeitzentrums kaum noch ein freies Fleckchen Erde – oder vielmehr Sand … Jeder will schließlich einen solchen Tag an der Ubstädter Riviera verbringen. Sonne, Sonne, Nuß-Sorbet: In Ubstadt isch’s halt mee wie schee. Wer an einem solchen Tag am Hardtsee aufschlägt, der trifft auf ein Wimmelbild, in dem noch nicht einmal der größte Profi den guten alten Waldo finden würde – ein einziges Menschenmeer.





Wenn im Herbst dann die Badeinseln an Land gebracht werden, wenn der Kiosk und die Gaststätte schließen, wenn die Flagge eingeholt und der Rollladen am Kassenhäuschen heruntergelassen wird, dann fällt der im Sommer nur so von Leben und Emsigkeit erfüllte Hardtsee in seinen langen Winterschlaf. Man könnte meinen, von nun an bis zu den ersten Sonnenstrahlen des jungen kommenden Sommers gäbe es kaum noch einen Grund, hierher zu pilgern; doch wer so schlussfolgert, beraubt sich um ein paar wunderbare Momente.





Momente voller Ruhe, Momente der Stille, Momente der inneren Einkehr. Denn im Herbst verwandelt sich der sonst so laute Baggersee in ein Stillleben, wie es kaum ein Maler angemessen einzufangen wüsste. Wenn die Bäume sich herbstlich bunt färben, wenn die Seevögel auf dem kalten Wasser auf und ab schaukeln, wenn die goldroten Strahlen der sinkenden Sonne die Wellen zum Funkeln bringen … dann – und hier lege ich mich fest – ist der Hardtsee zu keinem anderen Zeitpunkt des Jahres so schön.





Dann trifft man hier auf Väter, die mit ihren Töchtern Papierboote auf dem Wasser treiben lassen, und auf kleine Jungs, die ihren Drachen steigen lassen. Man findet Pärchen, die gemeinsam auf den Bänken sitzen, den Kopf auf die Schulter des anderen gelegt, und hand in Hand das Spiel der Sonne auf dem Wasser betrachten. Man trifft auf alte Ehepaare, die mit roten Backen Seite an Seite durch das raschelnde Herbstlaub spazieren, auf Spaziergänger, deren Hunde wild und fröhlich von den Herbstwinden herabgeworfene Äste im Maul tragen, und man findet hier Ruhe und Frieden, wie der quirlige Sommer sie Ihnen niemals bieten könnte.