All-in-One-Ticket mit Preisdeckel

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Preisobergrenze für CiCoBW: Maximal 72 Euro im Monat

CiCoBW – Eine Abkürzung so sperrig, dass man schon beim Lesen kapitulieren möchte, aber das System dahinter ist durchaus bemerkenswert. Das Land Baden-Württemberg und die Verkehrsverbünde führen mit CiCoBW eine monatliche Preisobergrenze für das „Digitale Check-in-Check-out-System“ (CiCoBW)“ ein. Wie das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gab, zahlen Fahrgäste ab April 2026 maximal 72 Euro pro Kalendermonat für Fahrten im landesweiten Nahverkehr. Sobald dieser Betrag erreicht ist, sind alle weiteren Fahrten mit CiCoBW im restlichen Monat kostenlos.

So funktioniert das System

Das Angebot richtet sich vor allem an Gelegenheitsfahrer, die flexibel bleiben möchten, ohne sich vorab mit Tarifen oder Verbundgrenzen auseinandersetzen zu müssen.

  • Einfache Handhabung: Fahrgäste checken sich beim Einsteigen per Wisch in einer entsprechenden App ein und beim Aussteigen wieder aus.
  • Bestpreis-Garantie: Das System berechnet automatisch den günstigsten Preis basierend auf der zurückgelegten Strecke; bei mehreren Fahrten am Tag wird automatisch der Tagesbestpreis ermittelt.
  • Sicherheit: Sollte das Auschecken einmal vergessen werden, beendet die App die Fahrt selbstständig.
  • Gültigkeit: Die Regelung gilt landesweit in der 2. Klasse für alle Nahverkehrsmittel – von Bussen und Straßenbahnen bis hin zu S-Bahnen und Regionalzügen.

Verfügbarkeit und Zielsetzung

Die Preisobergrenze soll den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver machen und bietet Sicherheit für Personen, die unsicher sind, ob sich ein festes Abonnement oder das Deutschland-Ticket für sie lohnt. Laut Verkehrsminister Winfried Hermann schafft das System Flexibilität ohne finanzielles Risiko, da man immer den fairsten Preis erhält.

Aktuell kann CiCoBW über verschiedene Apps genutzt werden, darunter die bwegt-App, KVV.regiomove, VVS BWeit, VVS Mobil sowie Fairtiq. Weitere Anbieter sollen über ein Lizenzmodell folgen. Das Projekt wurde seit 2023 gemeinsam mit Partnern wie der Baden-Württemberg Tarif-GmbH und dem Deutschlandtarifverbund entwickelt.

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