Erneuter Brand in Kleingartenanlage: Feuerwehr im nächtlichen Einsatz

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In der Nacht auf Samstag wurde die Feuerwehr Bruchsal um 00:02 Uhr zu einem Einsatz in die Franz-Sigel-Straße gerufen. Gemeldet war zunächst ein unklarer Feuerschein im Bereich der dortigen Kleingartenanlage. Beim Eintreffen der ersten Kräfte auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins e. V. in der „Hanfröste“ bestätigte sich die Lage: Eine Gartenhütte sowie ein angrenzendes Holzlager standen bereits im Vollbrand.

Gefährliche Löscharbeiten nach Explosionen

Da Zeugen bereits bei der Notrufmeldung von Explosionen durch Druckgasbehälter berichtet hatten, näherten sich die Einsatzkräfte der Brandstelle mit erhöhter Vorsicht. Unter Atemschutz begannen zwei Trupps umgehend mit den Löschmaßnahmen über zwei C-Rohre. Gleichzeitig wurde ein drittes C-Rohr zur Riegelstellung eingesetzt, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Hütten zu verhindern.

Um die Wasserversorgung in der Kleingartenanlage sicherzustellen, wurde der Abrollbehälter Wassertank mit 8000 Litern Löschwasser nachgefordert. Durch den massiven Einsatz konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der Notdienst des Energieversorgers schaltete zudem die Stromzufuhr im betroffenen Bereich ab. Die anschließenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich zeitintensiv, da die Brandreste von Hand auseinandergezogen werden mussten, um letzte Glutnester zu ersticken.

Serie von Brandstiftungen setzt sich fort

Dieser Vorfall reiht sich mutmaßlich ein in eine besorgniserregende Serie von Brandstiftungen rund um Bruchsal, bei denen in der Vergangenheit immer wieder Gartenhütten zum Ziel wurden. Die Polizei hat noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen aufgenommen, da die Brandursache sowie die genaue Schadenshöhe derzeit noch ungeklärt sind.

Unter der Leitung des stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Andreas Kroll war die Feuerwehr Bruchsal bis knapp 03:00 Uhr morgens im Einsatz, bevor die Einsatzstelle an die Polizei und den Betreiber übergeben werden konnte.