Zahlen steigen deutlich – Corona-Warnstufe im Land rückt näher

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Beschränkungen träfen besonders Ungeimpfte

Von einem “Ende der pandemischen Lage” und sogar vor einem “Freedom day” war in den vergangenen Wochen, in denen die Corona-Zahlen auf vergleichsweise niedrigem Niveau stagnierten, bereits die Rede. Diese Überlegungen verlaufen allerdings zusehends im Sand, der Wind im Land wird wieder spürbar rauer. Die Situation in den Krankenhäusern – für die Politik in Baden-Württemberg der Gradmesser seit dem Ende der Inzidenzen als primären Faktor, verschlechtert sich zusehends. „Die Ärzteschaft auf den Intensivstationen ist in Habachtstellung, die Zahl der Patientinnen und Patienten dort steigt derzeit kontinuierlich und könnte schon Ende kommender Woche den kritischen Wert von 250 erreichen“, äußert sich aktuell Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha zur Situation.

Tatsächlich greift bei einem Durchbruch der Schwelle von 250 Patienten auf den Intensivstationen im Lande, die sogenannte “Warnstufe”, ein neuralgischer Punkt, der vor einigen Wochen in der Novelle der Corona-Verordnung definiert wurde. Sollte diese Schallmauer durchbrochen werden, greifen erneut wieder Beschränkungen im öffentlichen Leben, doch diese träfen in erster Linie ungeimpfte Personen.

Diese Einschränkungen brächten schmerzhafte Einschnitte mit sich, beispielsweise Kontaktbeschränkungen. Private Treffen eines Haushalts wären dann nur noch mit fünf weiteren Personen möglich, Kinder und Jugendliche sowie Menschen die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sind nicht mit eingerechnet.

Nicht minder schmerzhaft wären die Einschränkungen für Ungeimpfte beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen, wie beispielsweise einem Restaurant oder einem Kino. Dies wäre in der Warnstufe nur noch mit einem aufwendigen und teuren PCR-Test möglich, ein einfacher Antigen-Test reicht hierfür dann nicht mehr aus.

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