Welle der Solidarität erreicht Bruchsaler Theater „Die Koralle“

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Verein kann weiterplanen – Saison neu strukturiert

Anfang April hat der Vorstand des Bruchsaler Amateurtheater „Die Koralle“ seinen kompletten Spielplan und die Pläne für den Sommer ändern müssen. Statt Freilichttheater und der Suche nach neuen Räumen galt es nun die Corona-Zeit kreativ zu gestalten. Verschiedene Ideen und Modelle wurden besprochen, Rettungspläne für das Freilicht entwickelt, sogar Sommerferien verplant. Am Schluss einigte man sich zunächst die Freunde und Förderer nach Unterstützung zu fragen. Galt es doch die Frühjahrsproduktion und sogar die Freilichtproduktion finanziell aufzufangen um den laufenden Spielbetrieb zu sichern. Letztere bildet traditionell eine der finanziellen Säulen des Theaters.

Was sich in den nächsten Wochen dann ereignete ließ die Mitglieder des Vereins gerührt und fasziniert staunen. Eine wahre Welle der Solidarität erreichte den Kulturverein und fast 100 Spenderinnen und Spender zeigten ihre Verbundenheit mit Bruchsals ältestem Amateur- und Freilichttheater. Die beiden Vorsitzenden und der Kassier kamen mit dem Ausstellen von Spendenbescheinigungen kaum hinterher.
„Wir sind begeistert und berührt von so viel Unterstützung.

Der Spielbetrieb ist gesichert, auch wenn das Freilichtspiel am Belvedere ausfallen musste.“, so der Vorsitzende Günther Husslik. Noch immer gehen Spenden ein und das Theater freut sich auch weiterhin über jede Unterstützung. Durch die bisherigen Spenden aber ist gesichert, dass der Betrieb weitergehen kann. Der Verein blickt nun hoffnungsvoll nach vorne. Die Leerlaufzeit wird genutzt für strukturelle Planungen, Evaluationen und Planungen für die Spielzeit 2020/21. Wenn noch Zeit und etwas Geld übrig bleibt, wird auch das Theater im Riff aufgehübscht. Auf alle Fälle kann aber mit diesem Rückenwind die Suche nach größeren Räumlichkeiten problemlos vorangetrieben werden. Corona kann das Wachstum nicht stoppen.

„Wir wollen allen Spenderinnen und Spendern herzlich Danke sagen, melden uns auf alle Fälle persönlich wo uns eine Adresse bekannt ist und halten noch die eine oder andere kreative Überraschung als Dankeschön bereit.“, versprach der Künstlerische Leiter Philipp Stavenhagen. „Besonderer Dank gilt der Sparkasse Bruchsal, die uns in vielerlei Hinsicht in der schweren Zeit unterstützt hat und nicht nur durch Beratung sondern auch durch eine großzügige Spende geholfen hat.“, so der Kassier Michael Häcker.

Die Corona-Krise hat gezeigt, wem die Koralle und die Kultur in Bruchsal und der Region am Herzen liegt. Glückliche Mitglieder sagen Dankeschön und warten auf den Startschuss für die nächsten Proben, damit der Vorhang in der Koralle sich bald wieder öffnet. Neue Räume gilt es hierfür trotzdem zu suchen, denn die Abstandsregeln stellen im eigenen Theater eine große Hürde dar. Doch mit solch großzügiger Unterstützung löst sich zusammen mit der Stadt Bruchsal auch dieses Problem. Demnächst mehr…

Marcus Joos, Öffentlichkeitsreferent, Die Koralle

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