Weiches Wasser marsch!

Und weich…

Die Wasserenthärtungsanlage in Ubstadt-Weiher ist in Betrieb

In wenigen Tagen fließt das weiche Wasser in Ubstadt-Weiher und Forst

Nun kann es endlich fließen, das weiche Wasser in Ubstadt-Weiher und Forst. Am Montag-Nachmittag nahmen Ubstadt-Weihers Bürgermeister Tony Löffler sowie sein Forster Amtskollege Bernd Killinger die neue Enthärtungsanlage im Wasserwerk Ubstadt-Weiher in Betrieb. Zunächst läuft die Anlage noch im Test-Modus und sobald alle abschließenden Feinjustierungen vorgenommen wurden, erfolgt dann im Laufe der nächsten Tage der Wechsel in den regulären Betrieb. Bis Ende der kommenden Woche fließt dann das von 24 auf nur noch rund 7 Grad deutscher Härte deutlich weichere Wasser in allen Haushalten des Zweckverbandes Kraichbach – bestehend aus Ubstadt-Weiher und Forst.

Aus 24 mach schlanke 7

Mehrere Millionen Euro hat der Zweckverband in die ultramoderne Anlage investiert, die künftig pro Stunde über 250 Kubikmeter Wasser enthärten wird. Dabei nutzt sie das physikalische Verfahren der Niederdruckumkehrosmose auch Nanofiltration genannt. Dieser Prozess ist energieintensiv und aufwendig, weshalb die Wasserpreise für den Endverbraucher moderat um etwa 40 Cent pro 1000 Liter Wasser steigen werden. Im Gegenzug reduziert sich aber durch die sinkende Härte der Wasserverbrauch und signifikant auch der Verbrauch von Reinigungsmitteln sowie der Verschleiß technischer Geräte wie z.B. Spül- oder Waschmaschinen. Nicht zu vergessen: Die Anlage filtriert das Trinkwasser derart effizient, dass es beim Verbraucher keim und trübstofffrei aus den Hähnen fließt.

Hightech-Anlage für 20.000 Verbraucher

Das harte Trinkwasser in Ubstadt-Weiher war in der Vergangenheit immer wieder ein zentrales Thema für die Menschen in den Ortsteilen – Der hohe Härtegrad von 24 wirkte sich derart negativ auf die Rohrsysteme und elektrischen Geräte in den Häusern und Wohnungen aus, dass der Wunsch nach Abhilfe laut wurde. Bürgermeister Tony Löffler hat sich daher schon zeitnah für die Enthärtungsanlage eingesetzt, die für eine Gemeinde in der Größe Ubstadt-Weihers alles andere als selbstverständlich ist. Manch andere Kommune dürfte daher nun neidisch auf die Hightech-Anlage in Ubstadt-Weiher schauen, die von nun an für 20.000 Menschen jedes Jahr rund eine Million Liter Wasser aufbereiten wird.

Ende kommender Woche wirds weich

In den kommenden Tagen wird die Anlage im Testbetrieb final eingestellt und justiert, danach beginnt unmittelbar die Einspeisung des weichen Wassers in das Leitungsnetz von Ubstadt-Weiher und Forst. Die Bürgerinnen und Bürger werden die ersten Effekte schon beim Duschen spüren – durch das weichere Wasser wird es etwas länger dauern das Shampoo aus den Haaren zu waschen, außerdem dürfte es beim einmassieren deutlich mehr schäumen als bisher. Bis Ende kommender Woche wird die Anlage im Wasserwerk Ubstadt-Weiher dann auf ihre maximale Kapazität hochgefahren werden und das weiche Wasser in alle Ubstadt-Weiherer (alle Ortsteile) und Forster Haushalte liefern. Dann ist sie getan: Die harte Arbeit für weiches Wasser.

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