Von leisen und lauten Tönen

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Kurz vor Schluss nimmt der Kampf ums Kürnbacher Rathaus nun doch noch Fahrt auf

Bleibt Armin Ebhart Bürgermeister in Kürnbach oder gelingt Newcomer Moritz Baumann der Durchbruch?

Zweimal durften die Menschen in Kürnbach einen Blick auf die beiden Männer werfen, die sich anschicken – je nach Perspektive – das Rathaus im Schwarzrieslingdorf entweder zu verteidigen oder zu übernehmen. Da wäre auf der einen Seite der amtierende Bürgermeister und Amtsinhaber Armin Ebhart. Der Parteilose hat 2016 die Wahl mit knapp 77 % der Stimmen für sich entscheiden können, ist seitdem Rathauschef der 2.300-Seelen-Gemeinde. Ob er es schaffen wird, die Kürnbacher für eine zweite Amtszeit zu begeistern, das ist derzeit die große Frage. Geht es nach seinem Herausforderer, dem 24-Jährigen Wahl-Brettener Moritz Baumann, dürfte dessen Antwort darauf klar sein. “Ja – ich möchte Ihr Bürgermeister werden! Bürgermeister der Gemeinde Kürnbach.” schreibt der gebürtige Bad Mergentheimer unmissverständlich auf seiner Webseite.

Ob hier nur der Wunsch Vater des Gedanken ist, oder ob der blutjunge Rechtspfleger, der bereits unter anderem erste Erfahrungen in den Verwaltungen von Oberderdingen und Stutensee gesammelt hat, tatsächlich reelle Chancen hat, entscheiden die Wählerinnen und Wähler am 3. März, wenn der Urnengang in Kürnbach ansteht.

Die Grundlage für eine Wahl – zumindest sollte das so sein – ist bekanntlich Information. Man muss wissen, wer zur Wahl steht, wer er ist und was er anzubieten hat. Um diese Fragen zu beantworten, hat die Gemeinde Kürnbach gleich zwei öffentliche Kandidaten-Vorstellungen organisiert. Wäre es nur bei der ersten geblieben, so müsste man vermutlich von einem Ungleichgewicht der Kräfte sprechen, denn Herausforderer Moritz Baumann war mit einem entscheidenden Handicap in diesen Kampf gezogen. Durch eine schwere Entzündung seines Kehlkopfs konnte der 24-jährige nicht sprechen, brachte bis auf ein paar geflüsterte Worte im Grunde keinen Ton heraus. Unnötig zu erwähnen, dass dies im Grunde das technische K.O. in einer Vorstellungsrunde im Kielwasser einer traditionellen Personenwahl ist.

Eine Wiederholung dieses Dramas versprach auch die zweite Vorstellungsrunde, nur wenige Tage später. Doch hier überraschte Moritz Baumann das Publikum. Zwar reduzierte er sein Eröffnungsstatement auf wenige gehauchte Worte, doch dafür konnte der 24-jährige bei der anschließenden Fragerunde – den Publikumsreaktionen nach zu urteilen – regelmäßig punkten. Leise, diplomatisch und persönlich beantwortete er alle Fragen, ließ sich dabei auf keinerlei Grabenkämpfe ein. Dies fiel ihm als Newcomer und politisch unbeschriebenem Blatt in Kürnbach natürlich deutlich leichter als Amtsinhaber Armin Ebhart. Der Mittvierziger sah sich in der Fragerunde auch einiger Kritik, mitunter sogar aus den Reihen des eigenen Gemeinderates ausgesetzt. Wie sinnhaft dies in einer solchen Vorstellungsrunde ist, sei dahingestellt, man konnte sich jedoch dem Eindruck nicht erwehren, dass manche Fragenden die Vorstellungsrunde als Plattform für die Zurschaustellung der eigenen Unzufriedenheit zweckentfremdeten. So befand sich der Amtsinhaber streckenweise im Verteidigungsmodus, während der Herausforderer eher mit sanften Wohlklängen à la “Wir schaffen das gemeinsam” leise durch die rund einstündige Fragerunde glitt.

Die beiden Kandidaten hätten an diesem Abend unterschiedlicher nicht sein können. Der erfahrene Politiker Ebhart in seinem traditionellen Janker und dem kantigen Oberpfälzer Dialekt und ihm gegenüber der junge und flüsterleise Newcomer Baumann.

Auf ihre an diesem Abend formulierten Ziele und Antworten wollen wir an dieser Stelle nicht eingehen, dafür gibt es mit der kompletten Video-Aufzeichnung aller Redebeiträge eine bessere Alternative online.

Hier finden Sie den Mitschnitt der Bewerberrunde via Youtube eingebettet:

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Zudem haben wir sowohl Amtsinhaber Armin Ebhart als auch Herausforderer Moritz Baumann jeweils drei Fragen mit der Bitte um Beantwortung zukommen lassen.

Die Fragen lauten:

Frage 1
Wo steht Kürnbach ihrer Meinung nach heute, wie ist der derzeitige Zustand der Gemeinde ihrer Wahrnehmung nach?

Frage 2
Welche Ziele wollen Sie im Falle ihres Wahlsieges in der kommenden Amtszeit forcieren / umsetzen?

Frage 3
Wie ist es um ihre persönliche Beziehung zu Kürnbach bestellt? Wieso wollen Sie gerade hier leben und wirken?

Beide Kandidaten haben alle drei Fragen beantwortet, Inhalt und Umfang dabei frei gewählt. Im folgenden finden Sie die Antworten im Originalwortlaut.


Frage 1

Wo steht Kürnbach ihrer Meinung nach heute, wie ist der derzeitige Zustand der Gemeinde ihrer Wahrnehmung nach?

Unsere Gemeinde steht relativ gut da, um die künftigen Herausforderungen zu bewältigen. Wir sind nicht überschuldet und somit können auch wichtige Investitionen wie z. B. für die Kinderbetreuung finanziert werden. Unsere Pro-Kopf Verschuldung liegt bei 579 € und unser Haushalt ist stets ausgeglichen d. h. wir erwirtschaften unsere laufenden Ausgaben. Wir haben sogar ein kleines Plus im Ergebnishaushalt. Dies ist in Anbetracht der wachsenden Pflichtaufgaben nicht selbstverständlich und für eine finanzschwache Gemeinde wie die unsrige eher selten. In den letzten Jahren wurde enorm viel Energie zur Wohnraumschaffung verwendet und im Gemeinderat die Rahmenbedingungen dazu beschlossen. Das Schwarzriesling-Dorf Kürnbach wird als Wohngemeinde immer beliebter. Wir sind als eigenständige Gemeinde handlungsfähig und die ersten Erfolge der Dorfsanierung sind sichtbar. Wir sind auf einem guten Weg unser Weindorf weiter zu entwickeln.

Frage 2

Welche Ziele wollen Sie im Falle ihres Wahlsieges in der kommenden Amtszeit forcieren / umsetzen?

Die Weichenstellungen der letzten Jahre haben städtebauliche Grundstrukturen geschaffen, die für einen weiteren Zuzug von Familien sorgen werden. Hinsichtlich unserer Finanzlage muss die weitere Ansiedlung von Firmen forciert werden.

  1. Die Kinderbetreuung muss daher ausgebaut werden und dies betrifft unsere Grundschule sowie unsere beiden Kindergärten.
  2. Die Dorfentwicklung muss durch Fördergelder weiterhin gestärkt werden und durch Firmenansiedlungen generieren wir die nötige Gewerbesteuer.
  3. Der weitere Glasfaserausbau ist für unsere Firmen aber auch für die Privathaushalte als Standort- und Wohnfaktor sehr wichtig.
  4. Unsere Vereine im Allgemeinen sowie  bei der Nachwuchsgewinnung unterstützen, um somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
  5. Eine realistische Energiewende für unser Dorf vorantreiben.

Frage 3

Wie ist es um ihre persönliche Beziehung zu Kürnbach bestellt? Wieso wollen Sie gerade hier leben und wirken?

Im Wahlkampf 2016 habe ich mich ganz klar dafür ausgesprochen, dass ein Bürgermeister auch im Ort wohnen sollte. Zu Beginn war es nicht so einfach, dieses Versprechen einzulösen, aber noch im gleichen Jahr haben meine Frau und ich mit viel Glück eine kleine Wohnung in Miete bezogen. 2019 haben wir in Kürnbach gebaut und wenn ich diese Entwicklung mit einem Baum betrachte, dann haben wir Wurzeln geschlagen. Durch Kürnbach habe ich den Wein entdeckt und viele gute Menschen kennengelernt, die einem ans Herz gewachsen sind.

Frage 1
Wo steht Kürnbach ihrer Meinung nach heute, wie ist der derzeitige Zustand der Gemeinde ihrer Wahrnehmung nach?

Kürnbach ist eine tolle Gemeinde, mit einem enormen ehrenamtlichen Engagement. Gleichzeitig steht Kürnbach aktuell vor vielen wichtigen Weichenstellungen – die Schaffung von Kinderbetreuungsplätze, die Belebung des Ortskerns, der Ausbau erneuerbarer Energien, der Glasfaserausbau und die Förderung bzw. der Erhalt des Vereinslebens in Kürnbach sind nur einige Bereiche in denen wegweisende Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden müssen. Davon hängt es maßgeblich ab, ob Kürnbach zukunftsfähig und attraktiv bleibt.

Frage 2
Welche Ziele wollen Sie im Falle ihres Wahlsieges in der kommenden Amtszeit forcieren / umsetzen?

Besonders wichtig ist mir die Sicherung der Kinderbetreuung vor Ort. 
Durch unsere Neubaugebiete ist Kürnbach gut gewachsen, das bestätigt auch die Attraktivität von Kürnbach als Wohnort!
Gleichzeitig ist die Kindergarten – und Schulinfrastruktur aber nicht in gleichem Maße mitgewachsen. Daher müssen wir hier dringend ansetzen.

Mit dem Erwerb des Grundstücks in der Bachstraße wurde durch den Gemeinderat ein erster Schritt zur Schaffung der dringend benötigten Kindergartenplätze getan. Aber hier darf jetzt nicht aufgehört werden. Es liegt mir deswegen besonders am Herzen, sehr zügig, gemeinsam mit dem Gemeinderat, der Kirche als Trägerin und den Kindergartenleitungen die Kindergartenbedarfsplanung zu erstellen.

Denn ohne eine vernünftige Bedarfsplanung, kann der Neu bzw. Erweiterungsbau nicht richtig konzipiert werden, da nicht feststeht, für welchen Bedarf zu bauen ist.

Gleichzeitig sind wir bei diesem Thema zeitlich stark gebunden, denn ab dem Schuljahr 2026/2027 kommt auch der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung in Grundschulen. Wir müssen das Thema in meinen Augen deswegen unbedingt abschließen, bevor wir uns mit der Grundschule überschlagen.

Ein weiterer besonders wichtiges Anliegen ist mir die Belebung des Ortskerns und die Förderung der Gastronomie vor Ort.
Mit der Schließung der Krone und des Lamms und dem Weggang des Metzgers hat der Ortskern in den letzten Jahren leider deutlich an Anziehungskraft verloren.

Ich sehe hier verschiedene Ansatzpunkte, um dem entgegen zu wirken.

Eine Idee ist beispielsweise die Organisation eines Abendmarktes auf dem Marktplatz. Damit möchte ich nicht nur eine Möglichkeit zur Verbesserung der Nahversorgung und zum geselligen Beisammen sein bieten, sondern hier auch die Vereine miteinbeziehen. Bei einer Sitzung mit den Vereinsvorständen der Kürnbacher Vereine konnte ich diese Idee bereits vorstellen; meine Überlegung ist dabei, den Vereine zum einen eine Plattform zu geben, um auf sich und ihre Arbeit aufmerksam zu machen und gleichzeitig (bspw. durch einen Waffelverkauf) ihre Vereinskasse etwas aufzubessern.

Eine weitere Überlegung ist die Einrichtung eines kostenlosen WLAN im Bereich des Marktplatzes und der Badischen Kelter (damit sprechen wir nämlich nochmal eine andere Zielgruppe an), oder von Ladesäulen für E-Bikes (solche Ladesäulen fehlen bislang in Kürnbach, sind in meinen Augen aber gerade auch für (Tages-)Touristen interessant, die dann ggfs. auch mal bei der Eisdiele oder dem Bäcker etwas länger sitzen bleiben bis das Rad geladen ist).

Insgesamt möchte ich durch diese kleineren, aber verhältnismäßig einfacher umsetzbaren Maßnahmen, die Attraktivität des Marktplatzes und die Aufenthaltsdauer vor Ort erhöhen, denn ich denke das erleichtert langfristig auch die Suche nach einem Gastronomen.

Außerdem möchte ich auch die Wohnraumproblematik in Kürnbach angehen.
Ich suche aktuell, für den Fall, dass ich gewählt werden sollte, selbst nach Wohnungen in Kürnbach und der Wohnungsmarkt ist gelinde gesagt bescheiden.

Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum und das nicht nur für jüngere Leute, sondern auch für ältere Menschen, die allein in einem inzwischen viel zu großen Haus wohnen, aber keine altersgerechte Wohnung in Kürnbach finden. Und bei den, in der Vergangenheit gebauten Gebäuden, handelt es sich im Wesentlichen um Eigentumswohnungen und nicht um Mietwohnungen – und leider ist nicht jeder in der wirtschaftlichen Lage sich eine Wohnung zu Kaufen.

Um dieses Thema ganzheitlich angehen zu können möchte ich als erstes gemeinsam mit dem Gemeinderat eine Wohnraumstrategie bzw. einen Stadtentwicklungsplan erstellen. Dann sehen wir nicht nur ganz konkret welchen Bedarf an Wohnraum wir haben und wo wir im Innenbereich noch nachverdichten können, sondern auch wie wir gezielte Maßnahmen zur Förderung und zum Erhalt der ärztlichen Nahversorgung vor Ort ergreifen können.

In einem zweiten Schritt möchte ich dann mit den umliegenden Gemeinden die Gründung einer interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft vorantreiben – denn fehlender Wohnraum ist ein Problem des ländlichen Raums und betrifft nicht nur Kürnbach alleine. Dadurch können wir selbst aktiv für mehr bezahlbaren und vor allem auch altersgerechten Wohnraum sorgen. 

Begleitet wird dieses Thema selbstverständlich auch von der Sicherung der ärztlichen Versorgung vor Ort. Hier ist es mir wichtig dem Allgemeinarzt und unserer Kürnbacher Apothekerin ein verlässlicher Ansprechpartner auf Augenhöhe zu sein und ihnen unterstützend und vermittelnd zur Seite zu stehen. So möchte ich beispielsweise auch bei der Suche nach einem Nachfolger für unseren Allgemeinarzt helfen (bspw. durch Kontakt mit der Kassenärztlichen Vereinigung), um einen reibungslosen Übergang zu unterstützen und die ärztliche Versorgung vor Ort zu sichern.

Ein weiteres Thema das mir sehr am Herzen liegt und das ich in den kommenden Jahren gerne angehen möchte ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Hintergrund sind dabei nicht nur die Teilfortschreibungen des Regionalsplans („Windenergie“ und „Solarenergie“), die im aktuellen Entwurf bspw. Vorrangflächen für Windenergieanlagen auf Kürnbacher Gemarkung vorsehen, sondern auch das Klimaneutralitätsziel für Kommunen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2040 (4. Klimaschutzpakt zwischen den kommunalen Landesverbänden und dem Land Baden – Württemberg 2023/2024). Hervorgehoben wir in diesem Klimaschutzpakt insbesondere, dass den Verwaltungen eine Vorbildfunktion zukommt und diese beim Ausbau mit gutem Beispiel vorangehen sollten – diese Auffassung teile ich und in Kürnbach gibt es hier auch durchaus Potential. Bislang ist beispielsweise nur auf dem Schulgebäude eine PV – Anlage installiert, auf den anderen gemeindlichen Dächern nicht. Auch die Kirche hat in einem Gespräch bereits signalisiert, über den Ausbau von PV – Anlagen nachzudenken bzw. zu prüfen, hier bietet sich also auch eine Zusammenarbeit an. Dort wo es sinnvoll ist und uns hilft Energiekosten zu sparen, möchte ich in den kommenden Jahren den Ausbau von PV – Anlagen prüfen. Dabei möchte ich insbesondere auch mit unserer örtlichen Energiegenossenschaft zusammenarbeiten – dadurch bleibt die Wertschöpfung aus den Ausbaumaßnahmen bei uns im Ort und kommt unmittelbar den Kürnbacherinnen und Kürnbachern zu Gute.

Zum Schluss noch ein wirkliches Herzensprojekt von mir: das ehrenamtliche Engagement und das Vereinsleben vor Ort besser unterstützen.
Das enorme ehrenamtliche Engagement der Kürnbacherinnen und Kürnbacher in ihren Vereinen und Organisationen ist keine Selbstverständlichkeit. Als jemand mit Blick von außen kann ich Ihnen hier sagen, darauf kann Kürnbach wirklich stolz sein. Dass dieses Engagement auch sehr kräftezehrend sein kann, ist mir aus meiner eigenen Tätigkeit beim OGV und beim Sportverein nur zu gut bekannt. Und so gerne man das auch macht, es bleiben trotz allem immer mehr Aufgaben und Bürokratie an immer weniger Vereinsmitgliedern hängen.

Es ist mir deshalb eine Herzensangelegenheit die Vereine in Kürnbach bestmöglich zu unterstützen. Eine Möglichkeit dazu ist der bereits oben angesprochene Abendmarkt. Weiterhin sehe ich auch durch die Ratschreiberstelle in Kürnbach die Möglichkeit die Vereine in formale Hinsicht zu entlasten. Der Ratschreiber kann dabei auch als zentraler Ansprechpartner für die Vereine dienen, denn aus meiner eigenen Vereinsarbeit und Tätigkeit als Ratschreiber weiß ich, dass es zumindest formal oft um dieselben Probleme geht und gerade die Bürokratie vielen Vereinsmitgliedern den letzten Nerv raubt. Gerne möchte ich hier meine Expertise und Rat zur Verfügung stellen, um die Vereine auch von Verwaltungsseite ein Stück weit zu entlasten.

Sie sehen es gibt viele Themen bei denen in den kommenden Jahren eine wichtige Weichenstellung erfolgen muss und das sind bei weitem nicht alle – auch der Glasfaserausbau und die Nahversorgung sind elementare Themen für ein zukunftsfähiges Kürnbach.  Selbstverständlich müssen diese Ziele auf unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit abgestimmt werden – aber ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam, mit einer langfristigen und gesamtheitlichen Planung durchaus in der Lage sind, diese Themen vernünftig umzusetzen (gerne verweise ich an dieser Stelle auch nochmal auf mein Beispiel von der Vorstellungsrunde vom 19.02.: die Dorfsanierung zur Umgestaltung bzw. Schaffung des heutigen Marktplatzes in den 1960/1970er Jahren war mit enormen Investitionen verbunden, aber mit einer vernünftigen Kalkulation und Planung konnte dieses Vorhaben trotzdem ermöglicht werden).

Frage 3
Wie ist es um ihre persönliche Beziehung zu Kürnbach bestellt? Wieso wollen Sie gerade hier leben und wirken?

Weil Kürnbach mich persönlich überzeugt hat.  Kürnbach ist eine tolle, vielfältige und aufgeschlossene Gemeinde – jeder kann hier ein Stückchen Heimat finden und wird dabei von den Kürnbachern offen und herzlich aufgenommen. Außerdem hat Kürnbach ein unglaubliches Potential und ich bin überzeugt dass wir dieses Potential auch nutzen und entfalten können, wenn wir in den kommenden Jahren gemeinsam und auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

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