Tatkräftige Östringer Unterstützung für die Opfer der Flutkatastrophe

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Schon in den ersten Tagen nach der verheerenden Flutkatastrophe, die weite Landstriche von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verwüstete, ergriffen jetzt auch zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Östringen sowie etliche ortsansässige Unternehmen die Initiative, spendeten Geld und Materialien und brachten Hilfstransporte in die Regionen auf den Weg, in denen das Unwetter und das nachfolgende Hochwasser schwerste Schäden verursacht haben.

In der Nacht auf Donnerstag, den 15. Juli, hatte der zuvor schon tagelang anhaltende Dauerregen des Tiefdruckgebiets „Bernd“ zu rapide ansteigenden Pegeln insbesondere entlang der Ahr, der Rur und der Mosel geführt. Aber auch kleinere Bäche und Seen traten über die Ufer, die Fluten durchbrachen Dämme und in vielen Ortschaften machte das Hochwasser in kürzester Zeit ganze Straßenzüge dem Erdboden gleich. Allein schon mit Blick auf die mindestens 179 Todesopfer, über die zu Beginn dieser Woche traurige Gewissheit bestand, ist das Hochwasser im Westen inzwischen die schwerste Naturkatastrophe, die Deutschland  seit der Sturmflut im Jahr 1962 getroffen hat.

Schon gleich am ersten Wochenende nach der Flutwelle hatten sich in Östringen Geschäftsleitung und Mitarbeiter der Firma R+K Nutzfahrzeugservice GmbH daran gemacht, mit einem Sprinter Kastenwagen einen Transport mit Hilfsgütern für das Ahrtal zusammenzustellen. „Nach einem Aufruf über Facebook, der mehr als 150 Mal geteilt wurde und weit über 14.000 Menschen erreichte, wurden wir jedoch in kürzester Zeit mit Spenden förmlich überrollt, das Telefon stand nicht mehr still“, erzählte jetzt Geschäftsführer Benjamin Klotz.

Die Materialspenden wurden auf dem Betriebsgelände der Firma Klotz an der Justus-von-Liebig-Straße gleichsam im Minutentakt angeliefert, so dass sich sehr schnell auch die ebenfalls ortsansässige Spedition Rothermel einschaltete und für das Vorhaben zusätzlich einen 12,5-Tonner-Lastwagen bereitstellte. Als auch dieses Schwerfahrzeug bereits am Samstagvormittag komplett gefüllt war, maacht die Spedition Rothermel einen weiteren, extra großen 40-Tonner-Sattelzug für das Projekt frei, der von Mitarbeitern der beteiligten Unternehmen, aber auch weiteren freiwilligen Helferinnen und Helfern ebenfalls zum Großteil mit Spendenmaterialien befüllt werden konnte.

Bestimmungsort für den Hilfskonvoi aus Östringen war in der ersten Phase die am Nürburgring eingerichtete Einsatzzentrale für die Maßnahmen im Katastrophengebiet, während der 40-Tonner schließlich am zurückliegenden Samstag wohlbehalten den für dieses Fahrzeug verabredeten Bestimmungsort in Schönbach, einer Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel, erreichte.

Eine weitere private Hilfsinitiative aus der Stadt Östringen unter Leitung von Jürgen Bloch und Meinrad Spengler brachte am zurückliegenden Wochenende 20 Tonnen Lebensmittel und sonstige Hilfsgüter, die mit Spendengeldern in Höhe von rund 12.000 Euro eingekauft worden waren, nach Altenburg, einem Ortsteil der Verbandsgemeinde Altenahr. Bei der Rückkehr zeigten sich die Helfer aus Östringen beeindruckt von der großen Solidarität der Menschen im Katastrophengebiet. Auch bei der Ankunft des Transports aus dem Kraichgau hatten viele fleißige Hände unverzüglich eine Kette gebildet, um die verschiedenen Hilfsgüter, darunter beispielsweise auch Flaschengas und Feldbetten, für die Koordinierung der weiteren Verwendung zunächst sicher in einem für diesen Zweck eingerichteten Lager unterzubringen.

Gleich vier Transportfahrzeuge und Fahrer der Firma Gaa GmbH aus Östringen-Odenheim waren schließlich am vorvergangenen Wochenende beim Transport von Hilfsgütern aus Malsch im Rhein-Neckar-Kreis nach Aach im Kreis Trier-Saarburg im Einsatz.

Redaktion: Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

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