So lebt und lernt es sich im Östringer Waldkindergarten

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Wertvolle Impulse für die kindliche Entwicklung

Gute Erfahrungen in der ersten Praxisphase des Waldkindergartens

‹br.› Seit Oktober letzten Jahres gibt es zwischen Östringen und Odenheim auf dem Terrain der Saatschulhütte auf dem Schindelberg einen Waldkindergarten. Im Auftrag der Stadt haben im Blockhaus der Saatschule sowie auf einem Teil des dazugehörigen Außengeländes erfahrene Fachkräfte des Vereins Postillion e.V., eines freien und gemeinnützigen Trägers von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, inzwischen elf Jungen und Mädchen in ihrer Obhut. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ließen sich nun die Bürgervertreter vom Geschäftsführenden Vorsitzenden des Vorstands des Trägervereins, dem Diplom-Sozialpädagogen Siegfried Lenz, über die bisherigen Praxiserfahrungen beim Betrieb des Waldkindergartens informieren.

Wie Lenz berichtete, wurde die Belegung der Plätze des Waldkindergartens seit dem Start der Einrichtung im vorigen Herbst sukzessive erhöht. Die bereits aufgenommenen Kids werden in einer altersgemischten Gruppe montags bis freitags jeweils von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr betreut und für zwei Kinder folgt die individuelle Eingewöhnungsphase nach der Sommerpause. Die Nachfrage aus dem Stadtgebiet für das neue Angebot ist recht groß, nach Auskunft des Betriebsträgers konnten für den Zeitraum bis 2024 schon 21 weitere Anmeldungen registriert werden.

Für die im Waldkindergarten Schindelberg betreuten Jungen und Mädchen hat der Tagesablauf in der Einrichtung eine feste Rahmenstruktur. Nach dem Eintreffen ist zunächst die Möglichkeit zum freien Spiel eröffnet, um 9 Uhr wird gemeinsam gefrühstückt und gegen 9.30 Uhr folgt der Morgenkreis oder Erzählkreis. Danach können sich die Kids wieder spielerisch betätigen und nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr finden sich alle noch einmal zu einem gemeinsamen Abschlusskreis ein. Regelmäßige Schwerpunkte im Verlauf einer Woche sind unter anderem ein Projekttag mit wechselnden Themen sowie jeweils freitags eine gemeinsame Wanderung in die Umgebung.

Im Regelfall halten sich die Jungen und Mädchen während der Betreuungszeit auf dem weitläufigen Außengelände des Waldkindergartens auf, dort gibt es unter anderem eine rustikale „Matschküche“, eine kindgerechte Werkbank, an der Holz und Äste bearbeitet werden können, darüber hinaus ein „Waldsofa“ für den Morgenkreis und kleine Feste sowie außerdem eine Außenstaffelei für kreatives Gestalten und eine „Buddelecke“. Ihrer Kreativität, ihrer Fantasie, ihrem Bewegungsdrang und ihrer altersentsprechenden Neugier können die Kinder somit in der Einrichtung freien Lauf lassen und werden dadurch in ihrer persönlichen Entwicklung nachhaltig gefördert. Gegessen und gebastelt wird auf der Terrasse beziehungsweise auf der Veranda der Saatschulhütte. Bei sehr schlechtem Wetter wird der Innenraum der Blockhütte genutzt, die in der kalten Jahreszeit mit Hilfe eines Kachelofens und eines offenen Kamins beheizt werden kann.

Wie Bürgermeister Felix Geider bei der Sitzung des Stadtparlaments nochmals festhielt, mussten am Blockhaus der Saatschule im vergangenen Jahr zur Vorbereitung der Nutzung als Waldkindergarten lediglich kleinere Umbauten mit Kosten von rund 4.000 Euro vorgenommen werden. Bei voller Auslastung der Einrichtung können im Waldkindergarten auf dem Schindelberg bis zu 20 Kinder in der Altersspanne von drei Jahren bis zur Einschulung aufgenommen werden.

Redaktion: Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

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