Sirenentag am 9. September in Bruchsal

|

Testlauf um 11 Uhr für alle 44 Sirenen der Stadt Bruchsal

Seit den Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und dem damit einhergehenden Zusammenbruch von Strom- und Handynetzen in den betroffenen Gebieten sind wieder verstärkt andere Warnsysteme wie Sirenen in den Fokus der Diskussion geraten. Sozusagen mit doppeltem Boden ist die Stadt Bruchsal im Bereich der örtlichen Warnsysteme aufgestellt. Nach wie vor sind 44 Sirenen in Bruchsal in Betrieb, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet – einschließlich der Stadtteile. Manche Sirenen – darunter auch Tellersirenen – sind schon seit Kriegszeiten auf den Dächern von Schulen, öffentlichen Gebäuden und auch Privathäusern installiert. Andere wiederum, wie die Sirene auf den Schlauchturm des neuen Feuerwehrhauses, sind ganz aktuell installiert worden und mit neuster, vollelektronischer Technik ausgerüstet. Insgesamt sind die Standorte der Bruchsaler Sirenen so gewählt, dass eine flächendeckende Warnung der Bürger/-innen sichergestellt ist.

Mit Blick auf die Ereignisse in den benachbarten Bundesländern war es in den neunziger Jahren eine vorausschauende Entscheidung der Stadtverwaltung, die bestehenden Sirenen nicht abzubauen, sondern in deren Erhalt zu investieren, sie zu warten, sie gegebenenfalls technisch aufzurüsten oder durch modernere Modelle zu ersetzten. Allerdings ist das Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung für diese durchaus als traditionell zu bezeichnenden Warnsysteme stark rückläufig, auch durch neue Technologien wie die Warnapp Nina. Deshalb fand im vergangenen Jahr ein bundesweiter Sirenen Warntag statt, der in diesem Jahr allerdings nicht auf Bundesebene initiiert worden ist. Im Gegensatz zum Landkreis Karlsruhe und damit auch in Bruchsal. „Eine Sirene ist nur so gut, wie ihr Wartungszustand“, sagt Andreas Kroll, bei der Feuerwehr Bruchsal verantwortlich für den Bereich Katastrophenschutz. Um die Bruchsaler Sirenen funktionsfähig zu halten, investiert die Stadt seit Jahren in deren Wartung. „Doch um zu wissen, ob sie wirklich funktionieren, braucht es einen regelmäßigen Testlauf.“ Und dieser Testlauf, sozusagen der Sirenentag 2021 findet am Donnerstag, September, statt. Dann wird um genau 11 Uhr das Signal aller 44 Sirenen in Bruchsal aktiviert und damit deutlich zu hören sein.

Pressemeldung der Stadt Bruchsal vom 2. September 2021

Stimmt etwas nicht? Haben wir einen Fehler gemacht oder etwas vergessen? Sagen sie's uns! Hier finden Sie alle Kontaktmöglichkeiten mit unserer Redaktion.Ihr Feedback zählt!

Vorheriger Beitrag

Kraichtal feiert die Goldene 50

Landshausen: Leichtkraftradfahrer geblendet und Unfall verursacht

Nächster Beitrag