Sechs Preise für freiwilliges Engagement vergeben

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Eine Kette positiver Veränderungen in Gang setzen für eine Kultur des Miteinanders

von Karin Haas / Sparkasse Kraichgau

Gemeinsam mit den Kommunen sowie Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region hat die Sparkasse Kraichgau den mit 6.000 Euro dotierten 19. Bürgerpreis für freiwilliges Engagement verliehen. Aus 42 Bewerbungen und Vorschlägen wählte die Jury der Initiative „für mich. für uns. für alle.“, der sich auch die Badischen Neuesten Nachrichten und die Rhein-Neckar-Zeitung angeschlossen haben, die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Diese wurden jetzt im neuen Schulungszentrum der Sparkasse in Bretten im Beisein des Bundestagsabgeordneten Olav Gutting und der Stadtoberhäupter Martin Wolff (Bretten), Cornelia Petzold-Schick (Bruchsal), Jörg Albrecht (Sinsheim), Sebastian Frei (Bad Rappenau) und von Bürgermeister Markus Rupp (Gondelsheim) ausgezeichnet.

Norbert Grießhaber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau, stellte in seiner Begrüßung heraus: „Unsere Preisträgerinnen und Preisträger sind Heldinnen und Helden des Alltags, die unsere Welt mit den hinlänglich bekannten Herausforderungen in vielfältiger Weise bereichern. Sie warten nicht darauf, dass andere etwas tun, sondern werden selbst aktiv.“ Es seien die vielen kleinen Taten und die Vielzahl an gelebten Werten im Alltag, die den Unterschied machten und eine Kette positiver Veränderungen in Gang setzen könnten im Sinne einer Kultur des Miteinanders.

„Alle 42 eingegangenen Bewerbungen und Vorschläge zeigen, dass das freiwillige Engagement im Kraichgau viele Gesichter hat“, sagte Grießhaber. „Mit der Verleihung des Bürgerpreises wollen wir stellvertretend auf alle Menschen aufmerksam machen, die sich in vielfältiger Art und Weise ehrenamtlich einbringen und ihnen allen danke sagen.“ Die Prämierten seien Botschafter des ehrenamtlichen Engagements und durch ihr Handeln eine Inspiration für andere, so Grießhaber.  

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2023 im Überblick
Der Bürgerpreis wird in drei Kategorien verliehen. In der Kategorie U21 stehen Bewerberinnen und Bewerber bis 21 Jahre im Fokus. Die Kategorie Alltagshelden richtet sich an vorbildlich engagierte Personen ab 21 Jahren, an Vereine und Initiativen. Der Preis für das Lebenswerk würdigt Menschen, die sich schon seit mindestens 25 Jahren ehrenamtlich einsetzen.

KategorieNamePreisgeld
AlltagsheldenNadia Ayche, Bruchsal750,00 Euro
AlltagsheldenFörderverein Kraichgau Hospiz an der 
Elsenz e. V., Sinsheim 
1.000,00 Euro
LebenswerkHeinz Rätz, Gondelsheim1.000,00 Euro
Lebenswerk               Hartmut Riehl, Sinsheim1.000,00 Euro
LebenswerkGerhard Fritz, Bretten1.500,00 Euro
U21Bahara Mohebzadeh750,00 Euro

Kurzporträts der Preisträgerinnen und Preisträger 2023

Nadia Ayche, Bruchsal
Nadia Ayche hilft mit ihrer Organisation „Einfach machen Patenschaften“ den Menschen, die von der Flutkatastrophe im Ahrtal betroffen sind. Aus ihrem ersten Impuls hat sich ein Netzwerk an Unterstützern entwickelt, das mit Geld- und Sachspenden das Leben in den Flutgebieten wieder möglich macht. Deutschlandweit sind durch sie Patenschaften entstanden, durch die Flutbetroffene mit dem versorgt werden können, was gerade gebraucht wird.

Förderverein Kraichgau Hospiz an der Elsenz e. V., Sinsheim
Eine fachkundige und liebevolle Betreuung in der letzten Lebensphase für Menschen in Sinsheim und den umliegenden Gemeinden – das ist die Intention des im Jahr 2020 gegründeten Fördervereins Kraichgau-Hospiz an der Elsenz. Mit der Förderzusage der Hector-Stiftungen Weinheim und dem Erwerb des Grundstücks in unmittelbarer Nähe der GRN-Klinik im Juli 2023 kann die Idee eines stationären Hospizes in Sinsheim schon bald Wirklichkeit und eine Lücke in der Versorgung geschlossen werden.

Heinz Rätz, Gondelsheim
Rund 500 Ortsführungen, Anlage und Pflege von drei Wanderwegen, historische Dokumentationen zur Mühlengeschichte, der Landwirtschaft, den zwei Großbetrieben der Herrschaft oder den Grenzsteinen sowie das Projekt der Stolpersteine: Das sind nur einige der vielfältigen Aktivitäten, mit denen sich der gebürtige Gondelsheimer um das kulturelle Erbe seines Heimatorts verdient gemacht hat.

Hartmut Riehl, Sinsheim
Hartmut Riehl ist Gründungsmitglied des Heimatvereins Hoffenheim und führte diesen Verein 30 Jahre als 1. Vorsitzender. In diese Zeit fiel auch der Aufbau des Heimatmuseums Hoffenheim. Riehl ist Herausgeber zahlreicher Heimatblätter und Autor. Sein neustes Werk „Auf den Spuren der Adelsgeschlechter in Sinsheim“ erschien 2020. Hartmut Riehls Lebenswerk „Das heraldische Archiv Kraichgau“ befindet sich als Schenkung im Stadtarchiv Sinsheim.

Gerhard Fritz, Bretten
Gerhard Fritz trat 1979 in den NABU Ortsverband Bretten ein und war über viele Jahre dessen 1. Vorsitzender sowie stellvertretender Vorsitzender. 2022 wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Über Jahrzehnte war er im NABU auf herausragende Weise engagiert und initiierte viele Projekte und Veranstaltungen. Dem „Naturschutzmacher“ Fritz gelang es, seine Liebe für die Natur auf sein Umfeld zu übertragen, seien es Aktive des NABU oder die Brettener Bürgerschaft. Bis heute setzt sich Fritz aktiv für den Erhalt der natürlichen Flora und Fauna seiner Heimat ein, insbesondere durch die Anlage von zahlreichen Biotopen. 

Bahara Mohebzadeh, Sulzfeld/Oberderdingen
Seit dem Schuljahr 2017/2018 gibt es in Sulzfeld ein Jugendbeteiligungsprojekt der Gemeinde, den so genannten 8er-Rat, der Jugendliche für Kommunalpolitik begeistern möchte. Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse dürfen sich an wichtigen Planungen und politischen Entscheidungen beteiligen. Bahara Mohebzadeh hat sich in diesem Gremium herausragend engagiert. Beim „Young Ambassador Award“ des Lions-Club hat sie den 8er-Rat vorgestellt und den 2. Platz erreicht.

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