Schlepper, Hakos und jede Menge Eicher in Mingolsheim

Schlepperfreunde Mingolsheim lockten 105 historische Fahrzeuge ins Gewann „Löhl“

Bad Schönborn (ris). Wer sich am Samstagnachmittag dem Mingolsheimer Gewann „Löhl“ näherte, hörte schon von weitem das rhythmische „Töff-Töff-Töff“ der Schlepper, Bulldogs und Hakos. Die Schlepperfreunde Mingolsheim hatten zum traditionellen Treffen eingeladen und 105 historische Fahrzeuge versammelten sich zwischen Weinreben und Wiesen. Gut organisiert gruppierten sich die farbenfrohen historischen Modelle überwiegend nach Hersteller oder Typ. So gab es eine interessante Ansammlung von Hakos, Krads und einigen Oldtimern – vom Goggomobil-Cabrio, Opel Konsul bis zum Lloyd-Pritschenwagen.

Natürlich kamen die Fans von Fendt, Hanomag, Schlüter oder Porsche-Traktoren auch auf ihre Kosten. Vom Vorkriegs-Lanz mit echtem Glühkopf-Anlasser bis zum neuen John Deere – mit knapp 300 PS – war alles vertreten. Die größte Gruppe stellten die klassisch blassgraublauen Eicher-Modelle, deren Fahrer zum Teil sogar auf dem Gelände im „Fahrerlager“ übernachtet hatten. Auch wenn sich dazwischen trotz „Parkverbot“ für andere Modelle ein 12-PS-starker grüner Bautz eingeschlichen hatte, so bildeten die Eicher-Freunde mit knapp 20 Fahrzeugen die größte Fraktion. Ob Schlüter, die trotz beeindruckender Maße zum Teil „nur“ 120 PS leisten, ein Massey-Ferguson oder ein knallroter Fahr D 133 N aus dem Jahr 1959, es gab genug „Exoten“, um Fachgespräche zu führen, sich zu informieren oder einfach nur zu staunen. In diesem Jahr waren auch viele historische Weinbergschlepper vertreten. Die kleinen Kraftzwerge waren an ihrer schlanken Bauweise und der oftmals verstellbaren Spurbreite zu erkennen.

Dank der schönen Lage nördlich von Mingolsheim und der peniblen Ausschilderung durch das Organisationsteam der zirka 25 aktiven Schlepperfreunde aus Mingolsheim und Umgebung, fanden viele Besucher den Weg zum Treffen. Auswärtige Teilnehmer hatten zum Teil weite Wege mit ihren Fahrzeugen auf sich genommen. Sie kamen aus Hohenhaslach, Bammental, Bahnbrücken, Heidelsheim, Eppingen und Adelshofen, aber auch aus der näheren Umgebung wie Angelbachtal, Rot, Weiher und Waghäusel. Bei bestem Wetter lauschten die Besucher der Musik des Alphorn-Trios und der „Silvermen-Band“, die als Beitrag der Tourist-Info spielte. Viele Besucher – vor allem die Kleineren – nahmen das Angebot der Rundfahrten an und ließen sich im Anhänger eines Holders durch die Mingolsheimer Weinlagen fahren. „Wir sind sehr froh, dass uns viele Gönner unterstützen“, so Hauptorganisator Johann Drescher, der zusammen mit Ernst Günther, Harald Reinhardt und Rainer Balzer das Organisations-Team bildete. Als Erinnerungsstück stiftete Rainer Balzer hochwertige Puzzlestück-Anhänger aus Metall, die zu den Erinnerungsmedaillen der Vorjahre passten.

Redaktion: Nadja Ries

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