Rose, Engel, Waldlust – So tafelte Östringen anno dazumal

Unterhaltsame Zeitreise durch die Östringer Gastronomiegeschichte

Neues Jahrbuch des Heimatmuseums vorgestellt

‹br.› In seinem jüngst der Öffentlichkeit vorgestellten neuen Jahrbuch widmet sich der Freundeskreis des Östringer Heimatmuseums einer detailreichen Darstellung der örtlichen Gastronomiegeschichte vom frühen 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. „Mit dem Thema der aktuellen Ausgabe wollten wir einem schon vielfach aus der Bevölkerung an uns herangetragenen Wunsch entsprechen“, sagte Freundeskreis-Mitglied Stefan Bachstädter bei der Präsentation des Druckwerks, für das er zusammen mit Reinhard Längle federführend verantwortlich zeichnet.

Die 68 Seiten starke und reich bebilderte Publikation spannt den Bogen von den früher in Östringen vorhandenen Traditionsgasthäusern, von denen die meisten längst nicht mehr existieren, bis zu den modernen Betriebsformen der Gastronomie in der Gegenwart wie Event-Locations und Lieferdiensten.

Wie sich bei der zeitaufwendigen Recherche der Autoren in den diversen Archiven beispielsweise herausstellte, erhielten einst an der Hauptstraße der „Goldene Becher“ im März 1712 sowie der Gasthof „Zum Engel“ im Januar 1717 vom Speyerer Fürstbischof Henrich Hartard die sogenannte „Schildwirtschaftsgerechtigkeit“ zugesprochen. Beide Häuser sind nach Umnutzung beziehungsweise Abriss längst aus dem Straßenbild verschwunden, so dass die im Jahrbuch des Heimatmuseums enthaltenen Informationen, wie unter anderem auch im Falle des „Löwen“, der „Blume“, des „Grünen Baums“, der „Linde“ und der „Rose“, zur Bewahrung eines wichtigen Kapitels der Ortsgeschichte beitragen.

Bei der Präsentation des neuen Jahrbuchs, die von virtuosen Instrumentalbeiträgen der Jugend-musiziert-Bundessiegerin Hannah Schwarz auf dem Marimbaphon wirkungsvoll umrahmt wurde, brachte Bürgermeister Felix Geider seine nachdrückliche Anerkennung für das vielgestaltige ehrenamtliche Wirken des Freundeskreises des Heimatmuseums zum Ausdruck, der sich in den zurückliegenden Monaten auch mit zahlreichen gut besuchten Veranstaltungen und Initiativen beim 1.250-jährigen Ortsjubiläum einbrachte. Geider dankte nun besonders Stefan Bachstädter sowie Reinhard Längle für ihr persönliches Engagement bei der Zusammenstellung und Herausgabe der Themenausgabe des Jahrbuchs zur örtlichen Gastronomie und zeigte sich zuversichtlich, dass das Werk bei der Bevölkerung auf großes Interesse stoßen wird.

Zum Preis von fünf Euro ist das neue Jahrbuch des Freundeskreises des Heimatmuseums bei der St.-Ulrichs-Apotheke sowie bei Geider Optik erhältlich und wird zudem beim Östringer Weihnachtsmarkt am zweiten Advents-Wochenende zum Kauf angeboten.

Redaktion: Wolfgang Braunecker

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