Resi i hol die mit der Fräsi ab

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Resi i hol die mit der Fräsi ab
Auch die Damen traten beim 22. Hakorennen Weiher 2018 an.

Schmutzig, wild und einfach gut – So war das 22. Weihermer Hakorennen

Der Kraichgau und seine landwirtschaftlichen Maschinen gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Mann & Maschine – eine echte Liebesgeschichte. Zu den kleinsten Vertretern der motorisierten Helfer auf den Äckern zählt hierzulande die Feldfräse. Diese kompakten Zugmaschinen waren ursprünglich für kleinere Tätigkeiten auf Feld, Acker oder Hof gedacht. Seit 2007 haben die Hakofreunde Weiher allerdings noch eine weitaus lustigere Verwendung für die einachsigen Schlachtrösser gefunden. Inspiriert durch einen Ausflug in die Pfalz und dem zufälligen Besuch eines Fräsenrennens, beschlossen sieben Freunde aus Weiher diesen Sport auch im Kraichgau heimisch zu machen.

Mit Erfolg – in diesem Jahr wurde das bereits berühmt-berüchtigte Hakorennen zu Weiher schon das 22. Mal ausgetragen. An den Start gingen wie immer Fräsen der unterschiedlichsten Bau- und Gangarten, darunter natürlich die namensgebenden Hakos aber auch Agrias, Holder, Irus und die wildesten Eigenbauten. Von der Acker- über die Evolutionsklasse bis hin zur Supersport-Klasse versprachen die aufgemotzten Einachser wieder eine große Gaudi für das in Scharen auf den Reitplatz Weiher gepilgerte Publikum. Wie jedes Jahr stellte der Reitverein Weiher sein Gelände den Hakofreunden zur Verfügung und diese verwandelten es einmal mehr in eine wilde und fordernde Wettkampfarena.

Ganz neu in diesem Jahr – “Die Schlucht des Todes”. Direkt nach der Geschicklichkeitsprüfung “Der Irre Iwan”, bei dem sich die Fahrer auf einer Kurbel wie verrückt im Kreis drehen müssen, wartete diese neue Attraktion auf alle schwindelfreien Beifahrer. Dabei mussten die Einachser-Gladiatoren über zwei dünne Holzstege balancieren die über eine wassergefüllte Grube führten. Rüber, Glocke läuten, wieder zurück und ab zur nächsten Station. “Immer mal wieder was Neues” grinst schelmisch Hakofreunde Vorstand Michael Simon, als gerade einer der Co-Piloten lachend in die Grube segelt – sehr zur Freude des begeisterten Publikums.

Aber wer beim Hakorennen nicht nass bzw. matschig wird, der hat ohnehin etwas falsch gemacht. Spätestens bei der tiefen Schlammgrube bleiben weder Mann noch Fahrzeug verschont – der dicke, immer wieder angefeuchtete Matsch spritzt dabei meterweit. Zu den weiteren Herausforderungen entlang der Strecke zählten schlussendlich noch der schnelle Hindernisparcour mit dem Tretroller und die traditionelle Hundehütten-Unterquerung auf allen Vieren.

Die Stimmung jedenfalls war einmal mehr bestens. Auf der zweitägigen Veranstaltung gibt es kaum einen Moment an dem das weitläufige Gelände nicht von Lachen, Johlen und dem allgegenwärtigen Tuckern der Einachser erfüllt ist. Die Rennteams beziehen das Fahrerlager traditionell dabei immer schon am Freitagnachmittag um sich am Abend bei bester Live-Musik und guter Hausmannskost auf das große Rennen am Samstag einzustimmen.

Die Rennergebnisse finden Sie übrigens zum Nachlesen auf der Webseite der Hakofreunde – dort findet sich auch das Fazit zum vergangenen Rennen welches die kultige Sause wohl recht treffend zusammenfast und auf den Punkt bringt: Es war einfach wieder superaffenrattentittengeil.

Unser herzlicher Dank für die tollen Luftaufnahmen geht ausdrücklich an den 1A-Drohnenpiloten Christian Hartmann

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