regiomove – Mingolsheim bekommt ersten “Port” im Kraichgau

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Grafik-Titel: Portsimulation Karlsruhe-Hagsfeld, Visualisierung: netzwerkarchitekten/unit design

Wo alles auf alles trifft – Hier entsteht der erste Super-Verkehrsknotenpunkt in der Region

Wie hoch die Ansprüche des noch bis 2020 laufenden Pilotprojektes “regiomove” liegen, zeigt schon der ehrgeizig gewählte Slogan “Alles außer beamen”. Ziel des Projektes ist es, das gesamte Verkehrsangebot in der Region miteinander zu verknüpfen. Dazu zählen nicht nur Busse und Bahnen, sondern auch Fahrräder, Carsharing und mehr. Eine bessere Vernetzung soll auch den ländlichen Raum besser mit den städtischen Angeboten Karlsruhes in Einklang bringen. Das magische Stichwort lautet dabei “Intermodal”. Es bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass man seine persönliche Strecke durch die Kombination verschiedener Verkehrsmittel optimal gestalten kann. Mittels einer entsprechenden Smartphone-App lassen sich so perfekte Routen wählen, auf denen man beispielsweise mit einer Kombination aus Straßenbahn, Bus und anschließend einem Leihfahrrad von A nach B kommt.

Grafik-Titel: Portsimulation Karlsruhe-Hagsfeld, Visualisierung: netzwerkarchitekten/unit design

Dreh und Angelpunkte dieses neuen und innovativen Netzes, werden die sogenannten Ports sein. Hier treffen alle Verkehrswege aufeinander. So ist ein Port nichts anderes als eine innovative Kombination aus Straßenbahnhaltestelle, Bushaltestelle, Carsharing-Station, E-Bike Station, kombiniert mit einem Servicezentrum wo sich beispielsweise Fahrkarten kaufen lassen, Akkus aufgeladen und Beratungen durchgeführt werden können. Welche Angebote wo, wann und wie zur Verfügung stehen, erfahren Kunden über die regiomove App, die kostenfrei über die gängigen App Stores auf Smartphones heruntergeladen werden kann.

Besagte Ports sollen für jedermann leicht zu erkennen sein, deshalb hat man sich für die Illustrierung mit großen, bunten, leuchtenden Würfeln entschlossen. Zunächst sollen im Zuge des Pilotprojektes acht solcher Ports errichtet werden, wie nun bekannt wurde – einer davon auch im Kraichgau. Neben StutenseeBlankenloch, Karlsruhe-Hagsfeld, Ettlingen, Rastatt, Baden-Baden und Bühl soll auch in Mingolsheim bis 2021 ein solcher Verkehrsknotenpunkt errichtet werden. Hier können die Menschen aus Bad Schönborn dann bequem Fahrten mit der Straßenbahn, dem Bus, dem Carsharing Fahrzeug, dem E-Bike und perspektivisch auch mit dem Taxi verknüpfen – alles in einem Netz, alles über einen Tarif, alles mit einer App.

Dem von der Europäischen Union geförderten Pilotprojekt ist die Aufmerksamkeit des ganzen Landes sicher, soll es doch Antworten auf die Lösung der Verkehrsprobleme unserer Zeit liefern. Ziel soll es sein, den längst eskalierten PKW-Verkehr in den Städten zu reduzieren und gleichzeitig für eine verbesserte Mobilität der Menschen zu sorgen. Die Chancen für einen Erfolg stehen gut, sind doch zahlreiche wissenschaftliche Institutionen an der Ausarbeitung das Konzeptes beteiligt, darunter die Hochschule Karlsruhe, das FZI und das Karlsruher Institut für Technologie.

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