Oberöwisheim hat wieder ein Dorflädle

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Metzgerei erhält Upgrade

Mit EU-Fördermitteln aus dem LEADER-Programm, konnte Familie Deckinger ihre Metzgerei erfolgreich erweitern

Die Kraichtal-Gemeinde Oberöwisheim hat wieder ein neues Dorflädle. Das Loch, das durch den Weggang von Birgit Böser und ihrem Gemischtwarenladen entstanden ist, konnte nun durch eine Erweiterung der Räumlichkeiten der benachbarten Metzgerei Deckinger weitestgehend geschlossen werden. Zusätzlich zum klassischen Fleisch und Wurst-Sortiment, gibt es hier nun auch einige andere Produkte zu kaufen. Darunter Gemüse, Obst, Milchprodukte und noch dies und auch noch das. Die Fläche der Metzgerei wurde dafür um etwa 40% vergrößert um Platz für das zusätzliche Angebot zu schaffen. Wie einen kleinen Supermarkt, darf man sich das Ganze jedoch nicht vorstellen. Es gibt zusätzliche Kühlregale und ein kleines gekühltes Abteil für Obst und Gemüse, in dem kaum mehr als eine Person Platz findet. Dennoch ist das Angebot durchaus eine Grundversorgung, insbesondere für ältere Menschen die den Weg zu weit entfernten Supermärkten nicht mehr antreten können.

Finanziert hat Metzgermeister Jörg Deckinger die Investition mitunter durch das LEADER-Programm. Dieses EU-Programm unterstützt seit den frühen 90er Jahren Modellprojekte in ländlichen Regionen, aktuell ist der Kraichgau eine solche Förderregion. Am gestrigen Mittwoch wurden Familie Deckinger die Fördermittel in Höhe von über 100. 000 € für die erweiterte Metzgerei, durch die erste Vorsitzende des Vereines Regionalentwicklung Kraichgau e.V. – der Sulzfelder Bürgermeisterin Sarina Pfründer überreicht. Bei der kleinen Feierstunde sprachen auch Kraichtals Bürgermeister Ulrich Hintermayer und Vertreter der Metzgerinnung sowie der örtlichen Gewerbetreibenden.

Ab sofort steht den Menschen in Oberöwisheim die neue kleine Einkaufsmöglichkeit zur Verfügung. Das Sortiment kommt dabei weitestgehend aus der Region, viele Produkte wie beispielsweise die Backwaren von der Bäckerei Pfeiffer, sogar direkt aus dem Ort. Das Obst und das Gemüse werden von der Außenstelle der JVA Bruchsal in Kislau angeliefert. Hervorzuheben ist auch die Herstellung der Fleisch und Wurstwaren. Die Tiere kommen direkt aus dem Ort und werden dank des EU-konformen Umbaus der Metzgerei, direkt in den Räumlichkeiten der Familie Deckinger geschlachtet. In Zeiten der zentralisierten Schlachtungen und langen Transportwegen, heutzutage keineswegs mehr eine Selbstverständlichkeit.

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