Neonazi will Bürgermeister in Ubstadt-Weiher werden

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Neonazi will Bürgermeister in Ubstadt-Weiher werden
Das Rathaus Ubstadt-Weiher

Philipp Hasselbach reicht Bewerbungsunterlagen für BM-Wahl ein

Bis zum letzten Tag der Abgabefrist hatte Philipp Hasselbach gewartet um seine Bewerbung für die Bürgermeisterwahl Anfang Mai in Ubstadt-Weiher abzugeben. Wie die Gemeindeverwaltung unserer Redaktion gegenüber bestätigt, sind die Unterlagen heute im Rathaus fristgerecht eingetroffen. Damit fordern nun zwei Bewerber Amtsinhaber Tony Löffler beim Urnengang am 9. Mai heraus. Neben Hasselbach hatte bereit vor einigen Tagen Friedhild Miller aka Fridi ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht. (Wir berichteten)

Mehrfach straffällig geworden

Philipp Hasselbach ist 31 Jahre alt, gebürtig in Essen und alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. In der Vergangenheit hat der bekennende Neonazi, der als einer der führenden Kader der Freien Kameradschaftsszene gilt, durch Auftritte bei rechtsextremen Kundgebungen auf sich aufmerksam gemacht. Darüber hinaus wurde er bereits mehrfach verhaftet und verurteilt. Das erste Mal sollte er bereits 2003 im Alter von 16 Jahren wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung eine Haftstrafe antreten, welche aber zugunsten seines Schulabschlusses verschoben wurde. Laut Wikipedia verurteilte ihn das Amtsgericht München drei Jahre später u.a. wegen mehreren Körperverletzungsdelikten an Polizeibeamten, Volksverhetzung und wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer Jugendfreiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Es folgten weitere Verhaftungen 2009 wegen Sachbeschädigung und 2010 wegen Körperverletzung.

Trotz der Straftaten stieg Philipp Hasselbach immer weiter in der süddeutschen Neonazi-Szene auf. Am Jahrestag von Adolf Hitlers Geburtstag 2014 wurde er Mitbegründer des Münchners Kreisverbandes der Partei „Die Rechte“ und stieg dort zuletzt bis zum Vorsitzenden des Landesverbandes Bayern auf.

Hasselbach ist nicht der einzige Politiker der Partei „Die Rechte“ der versucht in der Region Fuß zu fassen. Gerade hat bei der Weingartener Bürgermeisterwahl der Student Michael Brück, Landesvorsitzender von „Die Rechte“ in Nordrhein-Westfalen, 2,3 Prozent aller Stimmen ergattert.

In einer ersten Stellungnahme auf seiner Webseite kündigte der Landesverband BW der Partei „Die Rechte“ mehrere Kundgebungen in Ubstadt-Weiher sowie die Verteilung von Flugblättern an.

Quellen:
Wikipedia
Münchner Merkur
Bayerische Staatsregierung
Abendzeitung München
Bayrischer Rundfunk
Die Rechte Landesverband BW

 

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