Landkreis Karlsruhe untersucht Potenzial für Erneuerbare Energien im Wärme- und Stromsektor      

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Im Verwaltungsausschuss werden die wichtigsten Ergebnisse der Klimaschutzwerkstätten vorgestellt

Kreis Karlsruhe. Der Landkreis Karlsruhe verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2035 „zeozweifrei“ zu sein und den eigenen Energiebedarf komplett ohne CO₂-Emissionen zu decken. Damit dieses Vorhaben gelingt, finden auf Ebene des Kreistages gemeinsam mit der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA) sowie Energieversorgern im Landkreis regelmäßig Klimaschutzwerkstätten statt. Einen Bericht über die aktuellen Ergebnisse erhielt der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 24. November, im Lichthof des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbandes in Karlsruhe. Im Fokus standen unter anderem Konzepte zur Nutzung von Photovoltaik und die regionale Wärmeausbaustrategie. Das Gremium nahm den Sachstand zur Kenntnis und begrüßte weitere Schritte zur Erfüllung des Klimaziels.

Mit der Fortschreibung seiner Klimaschutzstrategie hatte der Kreistag im Frühjahr 2021 das Vorhaben „zeozweifrei 2035“ beschlossen. Die Maßnahmen hierzu beinhalten unter anderem die Sensibilisierung für Klimaschutz, Planungen und Förderung von regenerativen Energien sowie konkrete Angebote zum Beispiel im Bereich Mobilität mit der Ausweitung des On-Demand-Verkehrs. Der Landkreis Karlsruhe wurde in diesem Jahr erneut und bereits zum dritten Mal mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet. Das belegt, dass erste Erfolge in der Zwischenzeit schon erreicht wurden und der Landkreis sein Vorhaben, bsi 2035 klimaneutral zu sein, stringend verfolgt.

Einen wichtigen Beitrag auf diesem Weg leisten die Klimaschutzwerkstätten. In diesen wurde unter anderem ein Photovoltaikkonzept für die kreiseigenen Liegenschaften erarbeitet, das einen entscheidenden Baustein zur Erreichung des Klimaziels bildet. Der Verwaltungsausschuss beauftragte die Umsetzung bis zum Jahr 2025. Hierfür untersuchte der Landkreis zunächst die Möglichkeiten zur Solarstromerzeugung auf den eigenen Liegenschaften. Um die Einwohnerinnen und Einwohner ebenfalls dabei zu unterstützen, das Potenzial ihrer Dächer zu kennen und zu nutzen, aktualisierte der Landkreis Anfang November seinen Solaratlas.

Fortschritte wurden auch bei der regionalen Wärmeausbaustrategie für den Landkreis Karlsruhe gemacht, die auf unterschiedlichen regenerativen Energiequellen basiert – darunter das Potenzial von Seen, Biomasse oder Tiefengeothermie. Denn knapp die Hälfte des CO2-Ausstoßes im Landkreis ist der Wärme zuzuordnen. Begleitend zu den Klimawerkstätten hat die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe ein sogenanntes „Big Picture“ entwickelt: Dieses bildet ab, in welchen Stufen der Strom- und Wärmeausbau in der Region verfolgt werden kann und welcher Zubau an Erneuerbaren Energien erforderlich ist.

Das Gremium begrüßte es zudem, beim Wettbewerb „Auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune“ mitzumachen und beauftragte die Umwelt- und Energie-Agentur, die erforderlichen Unterstützungserklärungen bei den Städten und Gemeinden einzuholen. Damit setzen der Landkreis und seine Kommunen erneut das Signal, mit aller Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit an der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung zu arbeiten und so das Ziel „zeozweifrei 2035“ zu erreichen.

Mitteilung des Landkreises Karlsruhe

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