Kraichtal und Ubstadt-Weiher: Gespräche zur B35 Ost

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Kommunen werben für Entlastung ihrer Ortsdurchfahrten

Die Bürgermeister von Kraichtal und Ubstadt-Weiher haben sich in der vergangenen Woche mit Vertretern des Regierungspräsidiums Karlsruhe über den aktuellen Stand der Planungen zur B35 Ost und eine mögliche Querspange ausgetauscht. Ziel des Treffens war es, die Interessen ihrer Gemeinden zu verdeutlichen und sich für eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs starkzumachen.

Laut Regierungspräsidium wird derzeit an einer Vorzugsvariante gearbeitet, die bis Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres vorliegen soll. Anschließend folgt die Abstimmung mit übergeordneten Behörden – ein aufwendiger Prozess, der sich voraussichtlich über Jahre erstrecken wird.

Bürgermeister Tobias Borho (Kraichtal) und Bürgermeister Tony Löffler (Ubstadt-Weiher) betonten, dass aus ihrer Sicht nur der Bau der B35 Ost eine nachhaltige Entlastung für ihre Gemeinden schaffen könne. Beide kritisierten zudem die diskutierte innerörtliche Tunnellösung in Bruchsal, die mit einer Bauzeit von rund zehn Jahren verbunden wäre – ein Zeitraum, in dem nach ihrer Einschätzung massive Beeinträchtigungen für die gesamte Region zu erwarten seien.

Diese Aussagen spiegeln die Positionen bzw. Wünsche der beiden Kommunen wider – in der öffentlichen und fachlichen Diskussion gibt es durchaus unterschiedliche Einschätzungen zur tatsächlichen verkehrlichen Wirkung der B35 Ost – ebenso wie zur Frage, welche Variante langfristig den größten Nutzen für die Region bringen würde.

Hinzu kommt: Die aktuell diskutierten Trassenvarianten sind allesamt mit erheblichen Kosten verbunden. Eine gesicherte Finanzierung liegt bislang nicht vor. Zudem sehen die aktuellen Planungen keinen direkten Anschluss an Kraichtal oder Ubstadt-Weiher vor – die Kommunen wären im derzeitigen Entwurf also nicht unmittelbar angebunden, ein Anschluss ist weder in den Planungen noch im Budget aktuell vorgesehen. Dennoch hoffen beide Bürgermeister, ihre Gemeinden im weiteren Verlauf des Verfahrens stärker berücksichtigt zu sehen.

Die Stadt Kraichtal und die Gemeinde Ubstadt-Weiher kündigten an, den Planungsprozess weiterhin konstruktiv zu begleiten und ihre Anliegen auch künftig gegenüber den zuständigen Stellen zu vertreten.

1 Kommentar zu „Kraichtal und Ubstadt-Weiher: Gespräche zur B35 Ost“

  1. Seit 30 lese ich sowas. Getan hat sich nix!
    Tolle Demokratie…die Behörden haben hier mehr zu melden als die betroffenen EinwohnerInnen.
    Und die werden durch den Verkehr krank!

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