Großbrand in früherer Oberderdinger Mühle

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Am Dienstagnachmittag, dem 17. Juni 2025, kam es im Mühlweg in Oberderdingen zu einem Großbrand in einer Scheune der ehemaligen Oberen Mühle, darüber informieren in entsprechenden Mitteilungen an die Medien die Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen sowie die Polizei Karlsruhe. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehren aus Oberderdingen, Großvillars und Flehingen stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Eine weithin sichtbare schwarze Rauchwolke hatte bereits auf dem Anfahrtsweg auf das Ausmaß des Feuers hingewiesen, so Michael Wöhrle, Pressesprecher bei der Freiwilligen Feuerwehr in Oberderdingen

Bild: Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen

Die Einsatzkräfte leiteten umgehend einen umfangreichen Löschangriff ein. Dabei kamen insgesamt vier C-Rohre sowie das Wenderohr der Drehleiter zum Einsatz. Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Durch den gezielten Außenangriff konnte ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte, denkmalgeschützte Mühlengebäude sowie auf weitere kleinere Nebengebäude erfolgreich verhindert werden.

Bild: Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen

Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden mehrere Hydranten genutzt. Das Hygienemodul der Feuerwehr wurde eingerichtet, um den Atemschutztrupps eine Dekontamination und den Wechsel der persönlichen Schutzkleidung zu ermöglichen. Mitarbeitende der Energieversorger unterbrachen vorsorglich die Strom- und Gasversorgung des Gebäudes.
Drei in der Scheune abgestellte Fahrzeuge – ein Traktor, ein Pkw und ein Anhänger – sowie mehrere Maschinen wurden durch das Feuer vollständig zerstört. Zwei hinzugezogene Fachberater für Bau und Einsturzgefahr stuften das Gebäude als akut einsturzgefährdet ein. In Absprache mit der Polizei wurden daher Teile der Giebelwand und des Dachgebälks kontrolliert abgetragen.

Während des Einsatzes unterstützten Helfende des Deutschen Roten Kreuzes die Feuerwehrkräfte bei Temperaturen knapp unter 30 Grad Celsius mit Getränken und sanitätsdienstlicher Betreuung. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Schadens aufgenommen. Im weiteren Verlauf wurde die Einsatzstelle vom städtischen Bauhof abgesichert. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden. Auch in den Folgetagen waren zahlreiche Einsatzkräfte mit Reinigungs- und Aufrüstarbeiten beschäftigt.

Bild: Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen

Insgesamt waren unter der Leitung des stellvertretenden Kommandanten Marc Leimkötter rund 35 Feuerwehrangehörige aus den Abteilungen Oberderdingen, Großvillars und Flehingen mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch zwei Fachberater für Bau- und Einsturzgefahr aus den Feuerwehren Bretten und Östringen. Der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes war mit einem Notarzt, fünf Mitarbeitenden sowie einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungswagen unter der Führung des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst Tim Synovzik vor Ort. Ergänzend kamen vier Helfende der DRK-Bereitschaft Oberderdingen mit weiteren Fahrzeugen hinzu. Die Polizei war mit zwei Beamtinnen bzw. Beamten und einem Streifenwagen vom Revier Bretten im Einsatz.

3 Kommentare zu „Großbrand in früherer Oberderdinger Mühle“

  1. Warum brennen eigentlich andauernd, also daheim so oft Scheunen/ alte Häuser aus? Das erscheint nicht normal. 🧐

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