Fürsten werden in Bruchsal geboren – wie die Klinik zu ihrem Namen kam…

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Wie kam die Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal eigentlich zu ihrem Namen? Weil dort regelmäßig „Fürsten“ geboren werden – könnte man meinen. So konnte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jürgen Wacker kürzlich einen neuen Erdenbürger in seiner Klinik begrüßen. Dies ist für ihn an sich nichts Besonderes, erblicken in der Bruchsaler Frauenklinik doch jährlich an die tausend Babys das Licht der Welt und dies schon mehr als zwanzig Jahre unter seiner bewährten Leitung.

Dennoch wird der kleine Darian dem langjährigen Ärztlichen Direktor als besonderer Meilenstein seines Wirkens im Gedächtnis bleiben, geboren in Bruchsal als kleiner „Fürst“ in der dritten Generation. Seine Mutter Sarah Fürst, 20 Jahre jung, wurde vor fast genau 20 Jahren, im Juli das Jahres 1999, ebenfalls in der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal geboren.

Familie Fürst mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Jürgen Wacker.

Damals hieß die junge Mutter Mireille, heute immer noch stolze Mama von Sarah und neuerdings glückliche Oma von Darian. Bei der Geburt von Sarah im Juli 1999 war Wacker, ein junger Oberarzt aus Heidelberg, erst wenige Wochen im Dienst in Bruchsal und außerdem noch in der Probezeit. Dies war jedoch für Mireillle Fürst damals kein Grund, nicht in Bruchsal zu entbinden. „Wenn man aus der Gegend kommt, ist das Bruchsaler Krankenhaus erste Wahl“, sagt sie heute im gemütlichen Plausch bei Wacker, der die drei wenige Wochen nach der Geburt von Darian nochmals in die Klinik eingeladen hat. Er freut sich sehr über den Vertrauensbeweis, der ihm in seiner Anfangszeit in Bruchsal nicht nur von Mireille Fürst, sondern von unzähligen anderen Müttern und Frauen, die ihn und seine Klinik aufgesucht haben, entgegen gebracht wurde. Dies sah er seinerzeit als junger Chefarzt nicht als selbstverständlich an. Genauso wenig selbstverständlich ist, dass sich unter der Amtszeit ein und desselben Klinikchefs gleich zwei Generationen einer Familie zur Entbindung einfinden. Nur wenige Kliniken können auf eine solche mehr als 20jährige Kontinuität zurück blicken. Dies kann auch Regionaldirektorin Susanne Stalder bestätigen, die ebenso erfreut ist über den „fürstlichen“ Zuwachs in der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal.

Doch wie kam es nun zu dem Treffen der Generationen in der Klinik? Es war nicht zu erwarten, dass Prof. Wacker Mireille Fürst nach zwanzig Jahren auf Anhieb erkennen würde. Deshalb ist sie ihm auch in keinster Weise böse, lacht sie. Aber sie erkannte ihn sofort wieder, als sie ihre Tochter Sarah zur Geburt begleitete und hat ihn einfach auf dem Stationsflur angesprochen.

Bei der Geburt ihres Enkels war sie selbstverständlich im Kreißsaal dabei, um ihrer Tochter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Sie hat das ganz toll gemacht“, lobt sie. Auch Sarah hat sich während ihrer völlig problemlosen Geburt und ihrer Zeit auf Station sehr gut aufgehoben gefühlt. Obwohl die Geburtshilfe in der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal auch schon vor 20 Jahren, als Sarah auf die Welt kam, damals noch im E-Bau, räumlich und personell gut aufgestellt war, sei es kein Vergleich zu heute, im hochmodernen, erst vor eineinhalb Jahren eingeweihten G-Bau, sind sich die beiden Mütter einig. So wird auch Prof. Wacker einmal mehr vor Augen geführt, welche positive Entwicklung die Bruchsaler Frauenklinik über die Jahre unter seiner Leitung genommen hat.

Die Fürst Stirum Klinik Bruchsal / Archivbild

Doch woher hat die Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal nun ihren Namen? Bruchsal war einst Sitz der Fürstbischöfe von Speyer. Einer davon war Fürstbischof Damian August Philipp Carl von Limburg-Stirum. Er hat 1777 eine für das Gesundheitswesen in seinem Territorium bedeutende Stiftung ins Leben gerufen – der Ursprung des heutigen Bruchsaler Krankenhauses, das 1999, im Geburtsjahr von Sarah Fürst, nach ihm benannt wurde.

Redaktion: Petra Dehn / Pressemitteilung der Regionalen Kliniken Holding RKH

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